Umfrage: Wohngeld-Kürzungen bei armen Rentnern und Familien
Die Bundesregierung plant verschiedene Kürzungen bei Hilfsleistungen. Darunter befindet sich auch das Wohngeld. Wer wirklich davon betroffen wäre. Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen beim Wohngeld träfen vor allem Familien mit Kindern, Erwerbstätige mit niedrigen Einkommen sowie Rentner mit kleinen Renten. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Kurzexpertise des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Weiter heißt es darin, dass 70 Prozent der Wohngeldbezieher in Haushalten mit Kindern lebten und 15 Prozent sich im Ruhestand befänden. Nur knapp vier Prozent der Bezieher seien arbeitslos. Wohngeldkürzungen treffen arme Haushalte hart Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Joachim Rock, erklärte dazu, wer Wohngeld beziehe, lebe finanziell am Limit. Rücklagen seien kaum möglich, selbst alltägliche Anschaffungen oder gesellschaftliche Teilhabe würden zum Luxus. Hier weiter zu kürzen, sei sozial- und familienpolitisch unverantwortlich. "Wer beim Wohnen wirklich einsparen will, streicht nicht bei den Ärmsten, sondern setzt sich für eine effiziente Regulierung des Wohnungsmarktes und mehr sozialen Wohnungsbau ein", betonte Rock. Nach Angaben des Verbands wurde die Expertise auf Basis repräsentativer Bevölkerungsdaten aus Erhebungen des Statistischen Bundesamtes 2025 erstellt. Die Bundesregierung plant zum kommenden Jahr, das Wohngeld zu kürzen. Es soll künftig erst ab einem Betrag von mindestens 15 Euro monatlich ausgezahlt werden . Vor allem soll der Heizkostenzuschuss verringert werden, der als Pauschale für das Heizen im Winter ausgezahlt wird. Die Kürzungen werden nach Regierungsangaben auch dazu führen, dass einige Personen, die heute Wohngeld beziehen, dieses Geld in Zukunft nicht mehr erhalten. Bestehende Bewilligungen sind nicht betroffen, allerdings wird Wohngeld in der Regel nur für zwölf Monate bewilligt, danach muss ein neuer Antrag gestellt werden.