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CSD-Berlin 2026: Auto fährt in Menschenmenge – eine Tote, 16 Verletzte

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Beim Berliner CSD fährt ein Auto in eine Menschenmenge. Eine Frau stirbt, 16 Menschen werden verletzt – der Fahrer ist auf der Flucht. Der Berliner CSD, den Hunderttausende ausgelassen gefeiert hatten, hat am späten Samstagabend in einer Katastrophe geendet. Nahe dem Potsdamer Platz lenkte ein Fahrer sein Fahrzeug in die Menge – eine Frau kam ums Leben, 16 weitere Menschen wurden verletzt. Der Mann floh, die Veranstaltung wurde abgebrochen. In der Nacht folgte ein Spezialeinsatz in Schöneberg. Kurz vor 22 Uhr erfasste der Wagen im Tiergarten auf Höhe des Ahornsteigs mehrere Menschen, ehe er an einem Baum zum Stehen kam. Der Fahrer stieg aus und verschwand. Die Polizei spricht von einem weißen Minibus oder Minivan; welches Modell es genau war, ließ sich zunächst nicht sagen, weil der Wagen zu stark demoliert war. Ob nur eine oder mehrere Personen an der Tat beteiligt waren, ist nach Angaben der Beamten bislang widersprüchlich geschildert worden. Noch in der Nacht gab es zahlreiche Reaktionen aus der Politik, Musikgeschäft und queerer Community . Auto fährt bei Berliner CSD in Menge: Eine Tote und 16 Verletzte Bei der Getöteten handelt es sich den Angaben zufolge um eine Frau, deren Alter offenblieb; Wiederbelebungsversuche scheiterten. Feuerwehrsprecher Dominik Pretz zählte unter den 16 Verletzten drei in Lebensgefahr und acht Schwerverletzte, dazu fünf Menschen mit leichteren Blessuren. Wer schwer getroffen war, kam in Kliniken. Weitere rund 30 Betroffene, die das Erlebte mitgenommen hatte, nahmen die Einsatzkräfte in Obhut; eine psychologische Notfallversorgung war eingerichtet. Rund 150 Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Im Verlauf der Nacht bezifferte Polizeisprecher Florian Nath die Gesamtzahl der Betroffenen auf 17 – die verstorbene Frau eingerechnet. Einen Tatverdächtigen hat die Polizei nach eigenen Angaben inzwischen ausgemacht. "Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet", sagte Nath; mehr könne er wegen der laufenden Ermittlungen derzeit nicht sagen. Man habe es mit einer "schweren Straftat" zu tun, betonte er und mahnte zugleich, in sozialen Netzwerken nicht zu spekulieren. Die Stimmung fasste er so zusammen: "Hier stehen alle unter Schock." Medien berichten von Attacken mit Messer oder Machete Parallel liefen den Angaben zufolge mehrere Einsätze im Stadtgebiet, darunter die Durchsuchung einer Wohnung in Schöneberg. Festgenommen wurde dabei niemand – die Beamten trafen dort niemanden an, wie Nath der Nachrichtenagentur dpa schilderte. Einem Bericht der "Welt" zufolge griffen Spezialkräfte (SEK) gegen 1.10 Uhr zu: In dem Mietshaus, das die Beamten zuvor betreten hatten, sei ein heftiger, explosionsartiger Knall zu hören gewesen. Rund eine Viertelstunde später, gegen 1.25 Uhr, zog sich die Polizei den Angaben nach wieder zurück. Für Unruhe sorgten außerdem Schilderungen von Zeugen, wonach auch Stichverletzungen aufgetreten sein sollen. "Das ist das, was uns Zeugen geschildert haben. Dass dort Leute mit Stichverletzungen liegen sollen", sagte Nath. Ob es tatsächlich eine zweite Angriffsphase gab, ist Teil der Ermittlungen: "Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat", so der Polizeisprecher. Die "Bild" hatte berichtet, ein Mann habe mit einem Messer den Wagen verlassen, die "B.Z." schrieb von einer Machete. Angriff auf Berliner CSD: 2.200 Beamte durchkämmen Hauptstadt Berlin wurde in der Nacht auf links gedreht. Die Fahndung nach den flüchtigen Tätern lief in der Nacht mit großem Aufgebot. Hubschrauber standen über dem Tiergarten in der Luft, die Suche wurde auf ganz Berlin ausgedehnt, auch Spezialkräfte wurden herangezogen. Seit dem Morgen waren mehr als 2.200 Beamte im Dienst, verstärkt durch Kolleginnen und Kollegen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Bayern sowie der Bundespolizei; die Generalstaatsanwaltschaft Berlin übernahm. Rund um Bundestag und Tiergarten sperrte die Polizei die Zugänge ab, auch am Hauptbahnhof war sie stark präsent. Angehörige können sich unter 030/84854460 melden, außerdem schaltete die Polizei ein Hinweisportal für Fotos und Videos frei . Wie der Wagen überhaupt bis zu den Feiernden vordringen konnte, ist die drängende Frage. "Das fragen wir uns auch", räumte Nath ein; eigentlich sei es "erst mal nicht so möglich, auf das Gelände im Tiergarten einzufahren". Zum Schutz seien mehr als 214 sogenannte Okta-Blöcke und 40 weitere Sperrelemente rund um das Gelände aufgebaut und durchgehend bewacht gewesen. Dass es dennoch jemand in einen Bereich nahe dem Veranstaltungsort schaffte, nannte er "besonders tragisch". Reaktionen aus der Politik zum Anschlag auf Berliner CSD Aus der Bundespolitik kam scharfe Verurteilung: Kanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von einer "abscheulichen Tat". Er stehe mit Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) "in engstem Kontakt" und werde von den Behörden "fortlaufend unterrichtet", hieß es aus Regierungskreisen; beide "danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen". Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) erklärte: "Ich bin entsetzt über die furchtbare Tat während des CSD in Berlin, den Tausende von Teilnehmenden friedlich gefeiert haben." Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der zum Tatort kam, schrieb auf X von einem "Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft – nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert". Auch die Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl meldeten sich. SPD-Mann Steffen Krach schrieb auf X: "Unsere Gedanken sind bei den Opfern dieser schrecklichen Tat, bei ihren Freunden & Familien. Wir danken den Einsatzkräften vor Ort und hoffen, dass die mutmaßlichen Täter schnell gefasst werden. Es erschüttert uns, dass ein Tag der Liebe angegriffen wird. Wir stehen zusammen." CDU-Kandidat Stefan Evers erklärte : "Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz. Danke allen helfenden Händen und der Polizei Berlin für Ihren Einsatz zum Schutz der Menschen. Ich hoffe für die Verletzten, ich trauere mit Angehörigen und Freunden. Es gibt einiges aufzuklären. Dann ist die Zeit für Konsequenzen!" Sarah Connor und Ikkimel entsetzt über Anschlag auf CSD Berlin Christian Gaebler, der Spranger als Stadtentwicklungssenator während ihres Urlaubs vertritt, mahnte zur Zurückhaltung: Zu einem politischen oder kriminellen Hintergrund lasse sich derzeit nichts sagen. Der Queer-Beauftragte des Senats, Alfonso Pantisano, zeigte sich gegenüber dem "Tagesspiegel" "vollkommen erschüttert": "Für die queere Community ist das ein großer Trauertag." Auch der LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg rief dazu auf, bis zu gesicherten Erkenntnissen keine Spekulationen zu verbreiten. CDU-Spitzenkandidat Evers: "Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz" Nach Angriff auf CSD: SPD-Spitzenkandidat Krach zeigt sich erschüttert Kai Wegner: "Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft" Sarah Connor: "Mir fehlen die Worte, ich finde es furchtbar" "Ich kann es nicht fassen": Ikkimels emotionaler Appell Fassungslos reagierten Künstlerinnen, die zuvor auf der Bühne gestanden hatten. Sarah Connor, die am späten Abend noch aufgetreten war und dann aus dem Backstagebereich in Sicherheit gebracht wurde, sagte in einem Reel auf Instagram: "Mir fehlen die Worte. Ich finde es furchtbar, und mein Beileid gilt allen Angehörigen der Verletzten und Verunglückten." Den mutmaßlichen Täter nannte sie einen "Vollidiot". Rapperin Ikkimel, die am Brandenburger Tor gespielt hatte, schrieb: "Ich kann es nicht fassen." Und: "Wenigstens Berlin sollte ein sicherer Ort sein." Sicherheitsvorkehrungen seit Jahren in der Diskussion Auf der großen Leinwand am Brandenburger Tor erschien das Wort "Evakuierung". Die Feiernden sollten das Areal "ruhig und geordnet" verlassen, teilten die Organisatoren mit: "Bitte meidet die Siegessäule und den Tiergarten. Verlasst das Gelände Richtung Hauptbahnhof." Der für Sonntag geplante "Breakfast Market" in der Kreuzberger Markthalle Neun wurde gestrichen. Über Sicherheitsvorkehrungen bei solchen Veranstaltungen wird seit mehreren Attacken diskutiert. Ende 2016 lenkte ein islamistischer Attentäter einen gekaperten Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche und tötete 13 Menschen, mehr als 60 wurden verletzt. 2024 fuhr ein 50-jähriger Arzt aus Saudi-Arabien über den Magdeburger Weihnachtsmarkt am Alten Markt; sechs Menschen starben, über 300 wurden teils schwerst verletzt. Im Februar 2025 raste ein Auto in München in eine Verdi-Demonstration und verletzte 30 Menschen, im März 2025 steuerte ein Mann seinen Wagen durch die Mannheimer Fußgängerzone – zwei Tote, elf teils Schwerverletzte.














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