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Hitzewelle in Osteuropa: Gaskraftwerk kollabiert, weiteres AKW gedrosselt

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Die Lage in Südosteuropa bleibt angespannt, weitere Kraftwerke mussten vom Netz genommen werden. In Südosteuropa dauert die Hitzewelle ungebrochen an, in Ungarn wurde am Mittwoch mit 43 Grad ein neuer Temperaturrekord gemessen. In den nächsten Tagen soll es zwar etwas weniger heiß werden – doch ein Ende der Temperaturen über 30 Grad ist in der gesamten Region Osteuropa zunächst nicht in Sicht. Auch die ersehnten Niederschläge, die die Pegelstände in der Donau spürbar erhöhen könnten , bleiben noch aus. Damit bleibt auch die Stromversorgung in der Region angespannt . Ungarn, Rumänien, Serbien und Moldau haben Krisenstäbe aktiviert und Notstände ausgerufen . Das Atomkraftwerk Paks in Ungarn, das 40 Prozent der ungarischen Stromversorgung abdeckt, hat nur noch 240 Megawatt der insgesamt zwei Gigawatt Gesamtleistung am Netz. Das Kraftwerk benötigt das Donauwasser zur Kühlung der Reaktoren. Die Gesamtabschaltung konnte durch leicht steigende Pegelstände am Montagabend in der Donau verhindert werden. Trotzdem warnte Ministerpräsident Péter Magyar am Mittwochabend, dass "die nächsten Stunden und Tage kritisch bleiben". Gaskraftwerk kollabiert in der Hitze Die Lage hat sich in Ungarn auch deshalb noch weiter verschärft, weil am Mittwochabend ein Gaskraftwerk unter der Extremhitze kollabiert ist. Wie das Energiefachportal "Montel News" berichtet, fiel das 400-MW-Kraftwerk um 17.44 Uhr am Mittwochnachmittag aus und konnte erst um 21 Uhr wieder ans Netz gebracht werden. Damit fehlte eine weitere Stromquelle in den Spitzenlastzeiten. Dem Portal zufolge importierte Ungarn in den Abendstunden mehr als die Hälfte seines benötigten Stroms, das meiste davon aus der Slowakei und den dort ansässigen Kernkraftwerken. Slowenien und Kroatien reihen sich derweil in die Liste der Länder ein, die die Leistung eines Atomkraftwerks aufgrund der Hitze drosseln müssen . Das von beiden Ländern genutzte Kraftwerk bei Krško muss wegen der hohen Temperaturen im angrenzenden Sava Fluss teilweise heruntergefahren werden. Die Leistung wird um 20 Prozent gedrosselt, so der Betreiber Hrvatska elektroprivreda (HEP). Medienberichten zufolge ist es das erste Mal seit 2003, dass ein Atomkraftwerk in dieser Region aufgrund von Hitze gedrosselt werden muss. Ungarischer Ministerpräsident kündigt Energiepaket an Auch in Frankreich und der Schweiz müssen Kraftwerke während Hitzewellen regelmäßig gedrosselt werden, da die Temperaturen in den Flüssen sonst zu hoch werden. Bei drohenden Versorgungsengpässen können diese Umweltauflagen jedoch gelockert werden. Forscher und Experten warnen jedoch, dass bei fortschreitendem Klimawandel die Flüsse gänzlich austrocknen könnten und dadurch diese Option entfallen würde . Diese Lage ist jetzt in Ungarn und Rumänien zu beobachten. Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar verkündete am Mittwochabend eine Kehrtwende in der Energiepolitik. "Diese Situation hat die Vorgängerregierung durch Vernachlässigung und absichtlich schlechte Entscheidungen herbeigeführt", sagte er. Seine Regierung will 2,2 Milliarden Euro investieren, um schnell Batteriespeicher zu errichten, Stromnetze zu modernisieren und die Windkraft auszubauen. Die Vorgängerregierung unter Viktor Orbán hatte den Ausbau von Windenergie im Land verboten. Dieses Verbot hat Magyar nun gekippt, Ende August sollen erste neue Windparks ausgeschrieben werden. Sowohl Ungarn als auch Rumänien gehören zu den Ländern mit viel Solarenergie. Doch es fehlen die Batteriespeicher, um diese Energie in den Abendstunden nutzen zu können, weshalb die Zeit zwischen 17 und 22 Uhr in der aktuellen Notlage besonders kritisch ist.














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