BSW in Sachsen-Anhalt: Wagenknecht sieht Schlüsselrolle
Laut einer Insa-Umfrage könnte dem BSW nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Schlüsselrolle zufallen. Nun äußert sich Sahra Wagenknecht dazu. Die BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht hat auf die jüngste Insa-Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt reagiert. Die frühere Vorsitzende des BSW schrieb auf der Plattform X: "Nur mit dem BSW kann es Mehrheiten für eine andere Politik im Parlament geben." Bei der Wahl des künftigen Ministerpräsidenten werde die Partei eine Schlüsselrolle spielen. Eine Bestätigung von Amtsinhaber Sven Schulze (CDU) mit Stimmen des BSW schloss Wagenknecht aus. Von einer Abwahl Schulzes erhofft sich Wagenknecht bundespolitische Folgen: Der Sturz der CDU-geführten Landesregierung könne die Kanzlerschaft von Friedrich Merz beenden. Auf X schrieb sie dazu: "Wer BSW wählt, kann Merz stürzen!" Die am Montag veröffentlichte Umfrage sieht die AfD mit 42 Prozent klar vor der CDU , die auf 22 Prozent käme. Es folgen Linke (13 Prozent), SPD (6 Prozent) und BSW (5 Prozent). Grüne und FDP würden den Einzug in den Magdeburger Landtag knapp verpassen. Wahl in Sachsen-Anhalt: Ramelow: "Es ist die CDU, die rumeiert" Gerichtsentscheidung: AfD-Mitgliedschaft kann zu Waffenentzug führen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt : AfD vor Alleinregierung – so geht taktisches Wählen Wahl des Ministerpräsidenten könnte vom BSW abhängen Nach der Landtagswahl am 6. September könnte das BSW damit zur entscheidenden Kraft im Magdeburger Landtag werden. Die AfD würde allein mehr Stimmen auf sich vereinen als CDU , Linke und SPD zusammen. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund könnte sich unter diesen Vorzeichen Hoffnungen machen, zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden. Enthält sich das BSW in einem möglichen dritten Wahlgang, könnte Siegmund mit der einfachen Mehrheit der AfD-Abgeordneten gewählt werden. Auf X sprach sich Wagenknecht allerdings für ein anderes Modell aus. Ziel ihrer Partei sei die Wahl eines überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten regiere. Ihre Kritik an der Brandmauer erneuerte Wagenknecht. Das BSW wolle "die drängendsten Probleme gemeinsam mit allen angehen, die bereit sind, sachbezogen zusammenzuarbeiten". Das BSW tritt am 6. September erstmals bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an. Die Bundespartei wurde im Januar 2024 gegründet, der Landesverband im September desselben Jahres. Sahra Wagenknecht zog sich im November 2025 vom Bundesvorsitz ihrer Partei zurück.