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Nürnberg gegen Fürth: Die dunkle Geschichte des Frankenderbys

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Bengalos, verletzte Einsatzkräfte und Fans im Stadioninnenraum: Die Rivalität zwischen Nürnberg und Fürth überschritt mehrfach die sportlichen Grenzen. Wenn die SpVgg Greuther Fürth und der 1. FC Nürnberg aufeinandertreffen, sichern regelmäßig Hunderte Polizisten das Stadion und die Anfahrtswege. Die meisten Anhänger feiern das traditionsreiche Nachbarschaftsduell friedlich. Dennoch hinterließen mehrere Derbys verletzte Menschen, Ermittlungsverfahren und hohe Geldstrafen. Vor dem 277. Aufeinandertreffen am Samstag im Fürther Sportpark Ronhof blickt t-online auf markante Ereignisse bei den Partien seit 2011 zurück. 47.700 Euro Pyro-Strafen nach vier Derbys 20. Oktober 2024: Beim 273. Frankenderby in Fürth verliefen die Fanmärsche nach Angaben der Polizei weitgehend störungsfrei. Im Nürnberger Block zählte der DFB jedoch insgesamt 57 Bengalische Feuer, Rauchtöpfe und sogenannte Blinker. Das Sportgericht verhängte gegen den 1. FC Nürnberg eine Geldstrafe von 34.200 Euro. 16. März 2025: Beim Marsch mehrerer Hundert Fürther Anhänger zum Max-Morlock-Stadion wurden wiederholt Rauchtöpfe und andere pyrotechnische Gegenstände gezündet. Ein Polizist wurde leicht verletzt. Im Gästebereich entwendeten Unbekannte mehrere Toilettenschüsseln und zerstörten die Sanitäranlagen. Die Polizei ermittelte außerdem wegen gestohlener Fanschals, Widerstands und dreier mutmaßlicher Körperverletzungen. Wegen eines Bengalischen Feuers im Nürnberger Block musste der FCN weitere 600 Euro zahlen. 7. Dezember 2025: Kurz vor dem Anpfiff zündeten Fürther Anhänger mindestens 20 Bengalische Feuer. Das rechtskräftige Urteil des DFB: 12.000 Euro Geldstrafe für die SpVgg. 3. Mai 2026: Nach dem Abpfiff wurden drei Menschen festgenommen. Ihnen wurde vorgeworfen, Einsatzkräfte beleidigt, Widerstand geleistet und Polizisten tätlich angegriffen zu haben. Acht weitere Personen aus beiden Fanlagern gerieten im Stadionumfeld aneinander und kamen in Gewahrsam. Insgesamt sprach die Polizei dennoch von einem friedlichen Einsatzverlauf. Für mindestens sechs Bengalische Feuer im Fürther Block beantragte der DFB-Kontrollausschuss zunächst eine Strafe von 3.600 Euro. Weil die SpVgg den Verantwortlichen identifizierte, verhängte das Sportgericht letztlich 900 Euro. Mehr als 100 Fans stürmen in den Innenraum Der bekannteste Zwischenfall ereignete sich am 20. Dezember 2011. Der Club hatte das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Fürth mit 0:1 verloren. Nach dem Abpfiff gelangten mehr als 100 Nürnberger Anhänger in den Stadioninnenraum und rannten in Richtung des Fürther Blocks. Anhänger beider Vereine bewarfen sich nach damaligen Polizeiangaben mit Schneebällen und Plastikstangen. Einsatzkräfte trennten die Gruppen mit Schlagstöcken und Pfefferspray. Vier Ordner wurden vermutlich durch Stöße und Tritte leicht verletzt. Eine Frau und zwei Polizisten erlitten durch zuvor gezündete Böller ein Knalltrauma. Der 1. FC Nürnberg entschuldigte sich anschließend bei Fürth und den Betroffenen. Auch abseits eines Derbyspieltags eskalierte die Rivalität. Im Oktober 2012 tauchten laut Polizei rund 60 Nürnberger Anhänger an einem Fürther Vereinsheim auf, in dem sich etwa 40 Fürther Fans aufhielten. Bei der anschließenden Massenschlägerei wurden neun Menschen verletzt. Ein Polizist erlitt leichte Verletzungen, mehrere Fahrzeuge wurden beschädigt. Blockstürme und Prügelei beim Jugendderby Am 20. September 2016 versuchte eine Gruppe Fürther Zuschauer unkontrolliert in einen anderen Stadionblock zu gelangen. Polizei und Ordnungsdienst verhinderten das Aufeinandertreffen. Wegen des Blocksturmversuchs und gezündeter Pyrotechnik belegte der DFB die SpVgg mit einer Geldstrafe von 12.000 Euro. Nur zwei Monate später kam es bei einem U19-Derby zu einer Massenschlägerei. Nach Angaben der Polizei liefen 25 bis 30 Anhänger aus der Nürnberger Fanszene in Richtung der Fürther Fans. Etwa 50 Menschen prügelten sich in der Nähe des Nachwuchsleistungszentrums. Familien und Kinder erlebten die Auseinandersetzung am Spielfeldrand mit. Ein Beteiligter wurde festgenommen, gegen weitere Personen wurde ermittelt. Nach dem 264. Frankenderby am 3. März 2018 bewegten sich Club-Anhänger unter Überwindung von Absperrungen in Richtung der Fürther Gästefans. Die Polizei verhinderte ein direktes Aufeinandertreffen. Dennoch kam es an den Stadionausgängen zu Rangeleien und Provokationen. Eine Ordnungskraft wurde verletzt. Ein Polizist erlitt durch einen explodierenden Böller ein Knalltrauma. Beide mussten in ein Krankenhaus. Mehrere Personen wurden vorläufig festgenommen. Für das aktuelle Frankenderby setzt die Fürther Polizei erneut auf strikte Fantrennung. Aggressive Personen und Gruppen sowie Nutzer von Pyrotechnik müssen laut Polizei mit intensiven Kontrollen rechnen. Rund um den Ronhof gilt am Spieltag ein Sicherheitsbereich, die Stadt erwartet Fanmärsche und erhebliche Verkehrsbehinderungen.














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