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Wählerwanderung: Wem die AfD die meisten Stimmen abjagte

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Die AfD hat in Sachsen-Anhalt Nichtwähler mobilisiert und bei der CDU gewildert. Die Grünen haben nur an eine Partei verloren. Sehen Sie, wie die Wählerwanderung ausfällt.

Die Landtagswahl brachte in Sachsen-Anhalt viel Bewegung in die Wählerströme. Schnellchecks zu den einzelnen Parteien finden Sie unten, detailliertere Zahlen zur Wählerwanderung in unserer Infografik. 

Grafik: Wählerströmungen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Für mehr Details zur Wählerwanderung klicken Sie unten in der Grafik auf eine Partei oder die Gruppe der bisherigen Nichtwähler und sehen Sie, wie sich die Wählerströme seit der letzten Wahl verändert haben.

Wählerwanderung bei der Landtagswahl: Schnellchecks zu den Parteien

Laut ersten Nachwahlbefragungen von Infratest Dimap im Auftrag der ARD wanderten vor allem Nichtwähler zur AfD. Insgesamt sollen es rund 157.000 sein, die dieses Mal zur Wahlurne gingen und die AfD wählten und nicht wie beim letzten Mal zu Hause blieben. 

83.000 Wähler kamen demnach von der CDU, 19.000 von der FDP, 11.000 von der Linken, 7000 von der SPD und 2000 von den Grünen. 

Laut der ARD sind die abgewanderten CDU-Wähler vor allem unzufrieden mit der Bundespolitik. Demnach sagten 86 Prozent der verlorenen CDU-Wähler, dass die CDU vor der Bundestagswahl viel versprochen, aber wenig davon gehalten habe.

Die AfD dagegen verlor nur an eine einzige Partei Wähler. Rund 2000 Menschen machten dieses Mal beim BSW ihr Kreuz und nicht mehr bei der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei.

Die CDU hingegen konnte nur Wähler bei den Nichtwählern für sich hinzugewinnen. Insgesamt 28.000 vorige Nichtwähler wählten dieses Mal die Christdemokraten um Sven Schulze. 

Ansonsten verlor die Partei nicht nur an die AfD (83.000), sondern auch an alle anderen Parteien. 18.000 Wähler wanderten zu den Grünen, 13.000 zur SPD, 11.000 zum BSW und 9000 zur Linken.

Die Linke verlor an die AfD (11.000), die Grünen (4000) und das BSW (13.000). Zugewinne kamen von den Nichtwählern (15.000), CDU (9000), FDP (4000) und SPD (2000). 

Die SPD konnte bei der CDU (13.000), der FDP (3000) und den Nichtwählern wildern. Verluste musste sie in Richtung AfD (7000), BSW (6000), Grüne (4000) und Linke (2000) hinnehmen.

Die FDP, die dem kommenden Landtag nicht mehr angehören wird, verlor an alle Parteien und konnte nicht einmal Nichtwähler für sich mobilisieren. So gingen 19.000 Wähler an die AfD verloren, 5000 an die Grünen, 4000 an die Linken, 3000 an das BSW und ebenfalls 3000 an die SPD. 

Die Grünen dagegen verloren lediglich 2000 Wähler an die AfD, gewannen dafür aber von der CDU (18.000), den Nichtwählern (10.000), der FDP (5000), der SPD (4000) und den Linken (4000). 

Die Wahlbeteiligung bei dieser Landtagswahl liegt ersten Erkenntnissen nach auf Rekordkurs und könnte bei rund 80 Prozent landen. Finale Ergebnisse liegen erst im Laufe der Nacht und des nächsten Tages vor. 

Über die verwendeten Daten: Die Wählerwanderung ist ein grober Schätzwert, der die Wanderungsströme zwischen der letzten und der diesjährigen Landtagswahl vergleicht. Das Wahlforschungsinstitut Infratest Dimap ermittelt dafür für die ARD die Zu- und Abströme von Wählerinnen und Wählern zwischen den Parteien. Grundlage ist ein Modell zur Schätzung, das unter anderem Befragungen am Wahlabend (sogenannte Exit Polls), das Ergebnis der vorläufigen Auszählung am Wahlsonntag sowie Veränderungen in der Wählerschaft selbst (etwa hinzugekommene Erstwähler) berücksichtigt.















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