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Gaspreise steigen: Verivox erwartet 20 Prozent mehr zum Jahreswechsel

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Der Iran-Krieg treibt die Gaspreise weiter nach oben. Das Vergleichsportal Verivox erwartet zum Jahreswechsel deutlich höhere Kosten für private Haushalte. Das Vergleichsportal Verivox rechnet wegen des Iran-Kriegs mit deutlich höheren Energiekosten: "Aufgrund der aktuell stark angestiegenen Großhandelspreise für Gas, dem geringen Füllstand der Gasspeicher in Deutschland und dem kommenden Winter erwarten wir einen Anstieg der Gaspreise für Haushalte", sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck der "Rheinischen Post". Beim aktuellen Preisniveau seien Preiserhöhungen zwischen zehn und 20 Prozent zum Jahreswechsel möglich. Grund für die Preisentwicklung ist vor allem die Blockade wichtiger Schifffahrtsrouten im Nahen Osten. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar blockiert der Iran weite Teile der Straße von Hormus , durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Gas- und Ölexporte läuft. Mit dem Wiederaufflammen des Jemen-Kriegs bedrohen zudem die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen die zweite wichtige Route, die Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer. Auswirkungen für Welthandel: Huthi übernehmen wichtige Orte am "Tor der Tränen" Donald Trump : Auf einmal hat er einen neuen Grund für den Iran-Krieg Der Großhandelspreis in Europa ist nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran in dieser Woche auf den höchsten Stand seit mehr als dreieinhalb Jahren geklettert. Die Neukundenpreise für Gas bildeten die Großhandelspreise besonders schnell ab und seien seit Februar um über ein Drittel gestiegen, erklärte Storck. Die Bestandskundentarife reagierten langsamer, würden aber früher oder später ebenfalls steigen. Malte Küper, Energieexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), sieht die Bundesrepublik in einer schwierigen Situation: "Deutschland ist besonders anfällig für Preisschocks, weil seine Wirtschaft stärker als die vieler anderer Länder von Erdgas abhängt", sagte er der "Rheinischen Post". Zudem seien Deutschland und die EU nahezu vollständig auf Gasimporte angewiesen. Gasspeicher: Wie kritisch ist die Lage? Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur zu etwa 54 bis 55 Prozent gefüllt. Bis zum 1. November gilt gesetzlich ein Zielwert von rund 70 Prozent. Der Speicherbetreiberverband Ines spricht von historisch niedrigen Füllständen und warnt: Bei einem sehr harten Winter könnte es im Januar 2027 an einzelnen Tagen zu einer Unterdeckung von mehr als 25 Prozent kommen. Als Grund nennt die Initiative vor allem die geringe Rentabilität des Einspeicherns und fordert unter anderem den Abbau von Umlagen und Netzentgelten an den Speichern. Die Bundesnetzagentur teilt diese Sorge nicht. "Wir haben jetzt schon etwas mehr Gas in den Speichern als wir im gesamten letzten Winterhalbjahr aus den Speichern entnommen haben", sagte Behördenchef Klaus Müller. Zudem seien die LNG-Terminals an den Küsten nur zu etwa 45 Prozent ausgelastet und könnten bei Bedarf zusätzliches Gas importieren. Einen staatlichen Eingriff in den Gasmarkt hält Müller derzeit nicht für nötig: "Es ist eine Aufgabe der Händler, die Speicher zu füllen." Die blockierten Schifffahrtsrouten treiben auch die Ölpreise nach oben. Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent kletterte zuletzt auf 110 US-Dollar . Verbraucher bekommen das auch an der Tankstelle zu spüren: In den USA erreichte der Dieselpreis nach Angaben des Automobilverbands AAA mit 6,0556 Dollar pro Gallone einen Rekordwert, Benzin kostete 4,277 Dollar pro Gallone. In Deutschland zahlten Autofahrer nach ADAC-Angaben zuletzt im Mittel 2,259 Euro pro Liter für die Sorte E10 und 2,321 Euro pro Liter für Diesel.














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