Bundesliga: Stuttgart siegt weiter – DFB-Star entscheidet Spiel gegen Mainz
Die Schwaben setzen sich in einer umkämpften Partie gegen den FSV durch und verschärfen die Krise der 05er. Ein Nationalspieler meldet sich mit einem Tor zurück. Der VfB Stuttgart ist neuer Tabellendritter der Bundesliga . Die Schwaben gewannen zum Abschluss des 8. Spieltags am Sonntagabend mit 2:1 (1:1) gegen den FSV Mainz 05 und feierten damit den fünften Ligasieg in Folge. Chris Führich (45.+4) und Deniz Undav (80.) trafen zum Erfolg gegen die Mainzer, die durch durch einen Handelfmeter von Nadiem Amiri in Führung gegangen waren (41.). Dabei wurde die Partie zeitweise von einem medizinischen Notfall auf der Tribüne überschattet: Für mehr als 20 Minuten stellten beide Fan-Lager im ersten Durchgang die Unterstützung ein, ehe die Mainzer via X mitteilten, dass der betroffene FSV-Anhänger nach Reanimationsmaßnahmen "stabil" und auf dem Weg ins Krankenhaus sei. Stille im Stadion: Notfall im Fanblock bei VfB-Spiel Stuttgart hat mit nun 18 Punkten Borussia Dortmund (17) auf Platz vier verdrängt. Der FSV dagegen bleibt nach der vierten Liga-Niederlage in Folge auf Platz 16. Schon am Mittwoch (ab 18 Uhr im Liveticker bei t-online) stehen sich die beiden Mannschaften in der zweiten Pokalrunde erneut gegenüber – diesmal jedoch in Mainz. So lief das Spiel Der VfB übernahm von Beginn an das Kommando, während die Gäste auf ein schnelles Umschaltspiel und Tiefenläufe setzten. Gefährlich wurde es auf beiden Seiten aber bis zur 14. Minute nicht. Das änderte sich erst mit einem tückischen Kopfall von Stuttgarts Jamie Leweling in Richtung Rückkehrer Robin Zentner, der mit etwas Mühe zur Ecke klärte. Der VfB erhöhte die Schlagzahl. Über Umwege gelangte der Ball zu Undav, der aus kurzer Distanz aber keinen Weg an Zentner vorbei fand. In dieser Phase verstummten die Gesänge aus der Kurve. Erst nachdem der Stadionsprecher erste Informationen verkündet hatte, brandete Applaus auf. Dieser wurde jedoch rasch von einem gellenden Pfeifkonzert übertönt. Denn beinahe unbemerkt lief Schiedsrichter Felix Zwayer zur Begutachtung der TV-Bilder an den Spielfeldrand, um wenig später auf Handelfmeter zu entscheiden. Chema Andrés hatte den Ball unglücklich an den Arm bekommen. Amiri ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zur Führung. Das Spiel nahm vor der Pause noch einmal Fahrt auf und Führich stellte mit einem traumhaften Schlenzer auf Gleichstand. Der DFB-Pokalsieger nahm nach dem späten Ausgleichstor im ersten Durchgang den Schwung mit. Pascal Stenzel prüfte den weit vor seinem Tor stehenden Zentner (48.), der ein ordentliches Comeback erlebte. Aber auch die Rheinhessen wagten sich immer mal wieder nach vorn. VfB-Keeper Alexander Nübel musste gegen Danny da Costa und Stefan Bell ran (55./66.). Dann rutschte ein langer Ball des VfB-Keepers bis zu Undav durch, der alleine auf das Mainzer Tor zulief. Der bis dahin eher glücklose Nationalspieler lupfte eiskalt zum Siegtreffer ein. Nikolas Veratschnig vergab in der Nachspielzeit per Kopf die große Chance zum Ausgleich (90.+1).