Migration: Zahl der Asylanträge sinkt deutlich
Dobrindt zeigt sich stolz: Die Zahl der Asylanträge nimmt hierzulande ab. So erklärt der Innenminister die Entwicklung. Die Zahl der Erstanträge auf Asyl in Deutschland ist aktuell stark rückläufig. Im Oktober lag sie um 55 Prozent unter der des Vorjahresmonats, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Demnach gab es im Oktober 8.823 Erstanträge, im Oktober 2024 waren es 19.785. Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet. "Unsere Migrationswende wirkt", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) der Zeitung. "Wir haben die Pull-Faktoren und die Magnetwirkung Deutschlands auf die illegale Migration erheblich reduziert." Zugleich kündigte er gegenüber der "Bild am Sonntag" mehr Abschiebungen an. "Wir gehen diesen Weg der Migrationswende konsequent weiter und erhöhen auch die Rückführungen", betonte der Bundesminister. Außenminister in Tel Aviv : Wadephul will Reisehinweise für Israel lockern Schwarz-Rot: "Die Umfragen sind brutal" Etwa hält das Bundesinnenministerium auch trotz der jüngsten Aussagen von Außenminister Johann Wadephul (CDU) zur Lage in Syrien an der Absicht fest, Geflüchtete dorthin abzuschieben. "Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass Abschiebungen nach Syrien durchgeführt werden, beginnend mit Straftätern", sagte ein Sprecher des Innenministeriums dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) nach Angaben vom Samstag. Wadephul äußert sich zurückhaltend "Das Bundesinnenministerium arbeitet derzeit an einer Vereinbarung mit Syrien, damit Rückführungen möglich werden", betonte der Sprecher. Zudem bearbeite das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seit Ende September 2025 wieder "Asyl-Anträge von Syrern aus der Gruppe der jungen, arbeitsfähigen, allein reisenden Männer". Wadephul hatte sich bei einem Besuch eines Vorortes der Hauptstadt Damaskus , der im Bürgerkrieg stark verwüstet wurde, bestürzt gezeigt und gesagt, ein solch großes Ausmaß an Zerstörung habe er persönlich noch nicht gesehen. Er äußerte sich deshalb auch zurückhaltend zur möglichen Rückkehr syrischer Geflüchteter aus Deutschland. Diese sei "zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr eingeschränkt möglich", da in Syrien "sehr viel an Infrastruktur" zerstört sei.