COP30 in Brasilien: Newsom greift Trump auf Weltklimakonferenz an
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom zählt zu Trumps ärgsten Widersachern. Auf der Weltklimakonferenz kritisiert dieser den US-Präsidenten und seine Politik scharf. Auf der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém hat der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom die Klimapolitik der US-Bundesregierung scharf kritisiert und zugleich vor einer globalen Vormachtstellung Chinas im Umweltsektor gewarnt. Dabei stellte er Kalifornien als Gegenmodell zur Politik von US-Präsident Donald Trump dar. Newsom warf Trump unter anderem vor, sich in der Klimafrage verantwortungslos zu verhalten. "Trump ist nur vorübergehend. Und ich hoffe, dass die Menschen weltweit sich daran erinnern", erklärte der demokratische Politiker. Der Präsident sei "rücksichtslos, chaotisch und launisch". Es sei wichtig, sich gegen einen solchen Führungsstil zu behaupten: "Man muss sich gegen einen Tyrannen wehren. So geht man mit einem Tyrannen um." Newsblog US-Politik: US-Angriffe – Verbündete stoppen Geheimdienstkooperation Verletzte bei Zusammenstößen: Indigene Demonstranten stürmen Klimagipfel Mit Blick auf den internationalen Wettbewerb im Klimaschutz sprach Newsom von einem strategischen Versagen der US-Regierung. Er bezeichnete das Verhalten der Vereinigten Staaten als "dumm" und warnte: "China überschwemmt den Markt und wird die nächste große globale Industrie dominieren." Kalifornien hingegen werde sich weiter engagieren, den Ausbau grüner Technologien vorantreiben und in diesem Sektor aktiv konkurrieren. Kaliforniens Klimaziele bleiben bestehen Hintergrund seiner Aussagen ist der Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen unter der Regierung Trump. Auf der Weltklimakonferenz ist die Bundesebene der Vereinigten Staaten daher offiziell nicht vertreten. Newsom appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, sich davon nicht einschüchtern zu lassen. Auch US-Bundesstaaten wie Kalifornien würden an ihren Klimazielen festhalten. Tatsächlich gehört Kalifornien zu den treibenden Kräften in der internationalen Klima-Allianz "Under2Coalition", in der sich Regionen mit ambitionierten Klimazielen zusammenschließen. Zu den Mitgliedern zählt neben Kalifornien auch das deutsche Bundesland Baden-Württemberg. Obwohl Kalifornien nur einer von 50 US-Bundesstaaten ist, hat es laut Newsom wirtschaftlich ein weltweites Gewicht: Die kalifornische Volkswirtschaft rangiert international auf Platz vier.