Wer spielt wo 2026?
Golf-Live gibt einen Überblick auf welcher Tour welche Österreicher im kommenden Jahr hauptberuflich engagiert sein werden.
PGA Tour
Sepp Straka
Österreichs unumstrittene Nummer 1 Sepp Straka wird auch kommende Saison bei allen Top-Events des Jahres mit von der Partie sein. Nach seiner Super-Saison mit gleich zwei Siegen ist der aktuelle Ryder Cupper mit Kategorie 9 auf der PGA Tour unterwegs, womit er zur absoluten Elite gehört. Auf der DP World Tour verpasste er zwar aufgrund der Absage für die Finalturniere - Sohn Thomas wurde nach der Frühgeburt endlich aus dem Spital entlassen - die Mindestanzahl an Turnieren, bekam von der Tour aber eine Sonderregelung und wird somit auch in Europa 2026 wieder Stopps einlegen.
DP World Tour
Bernd Wiesberger, Max Steinlechner, Lukas Nemecz
Vor rund einem Jahr formulierte Bernd Wiesberger seine Ziele in einem Interview noch ziemlich optimistisch und hoffte auf weitere Major-Starts und die Rückkehr unter die Top 100 der Welt. Die Saison verlief dann zum Leidwesen des 40-jährigen jedoch völlig anders. Ohne ein einziges Topergebnis verpasste er sogar die Top 115 und somit die volle Kategorie. Dank der Career Money List ist Bernd aber immerhin mit Kategorie 11 unterwegs, was eine volle Spielsaison ermöglichen wird. Ob er jedoch auch bei den Top-Events wie den Rolex Series Turnieren mit von der Partie sein kann bleibt noch abzuwarten.
Max Steinlechner war vergangenes Jahr ganz klar Österreichs Shooting Star. Der Tiroler gewann auf gleich zwei Touren: Zunächst in der Vorbereitung auf der Sunshine Tour, womit er auch mittlerweile eine Winners Category auf eben dieser hat, und danach beim Heimspiel in Schladming auf der Hotelplanner Tour. Nach den hervorragenden Ergebnissen wurde er auf der Nachwuchsliga in der Jahreswertung sogar 3., schaffte so locker den Aufstieg auf die DP World Tour und wird kommende Saison mit Kategorie 15, was eine volle Spielberechtigung darstellt, auf der höchsten Liga neben der PGA Tour engagiert sein. Lukas Nemecz verpasste zwar über die Hotelplanner Tour knapp den Aufstieg, hätte mit Kategorie 20 aber zumindest noch ein sehr eingeschränktes Spielrecht.
Asian Tour
Niklas Regner*
Für einen Österreicher eher ungewöhnlich ging Niklas Regner nach zuletzt ziemlich harten Jahren einen völlig neuen Weg und fand auf der Asian Development Tour eine neue sportliche Heimat. Der Weg dürfte sich für den Steirer auch gelohnt haben, denn im Oktober feierte er mit dem Sieg in Ägypten nicht nur seinen Durchbruch auf der asiatischen Satellite Tour, sondern rangiert damit bei nur noch einem ausstehenden Event auf Rang 6 der Order of Merit. Damit würde er als einer der besten 10 den Aufstieg auf die Asian Tour schaffen und kommendes Jahr beim höchsten asiatischen Golfzirkus mit Kategorie 16 unterwegs sein, was ihm einen Start bei so gut wie jedem Turnier ermöglichen sollte.
Sunshine Tour
Max Steinlechner
Dank seines Sieges in der Vorbereitung auf die Hotelplanner Tour 2025 könnte Max Steinlechner kommende Saison auf zwei Hochzeiten tanzen, da er damit auf der südafrikanischen Tour mit Kategorie 2 eine der höchsten Prioritäten hätte. Nachdem der Tiroler jedoch den Aufstieg auf die DP World Tour schaffte, kann man wohl davon ausgehen, dass er die Top-Kategorie nicht wirklich in den Ring werfen wird um auch auf der Sunshine Tour aufzuteen.
Hotelplanner Tour
Lukas Nemecz, Matthias Schwab
Lukas Nemecz ist wohl sowas wie der tragische Held der abgelaufenen Saison. Am Ende fehlte dem Steirer auf gut österreichisch die gesamte Saison immer das berühmte Eitzerl. Zunächst verpasste er mit einem verschobenen kurzen Putt seinen ersten Sieg, wurde am Ende des Jahres im Road to Mallorca um wenige Pünktchen als 22. aus den DP World Tour Tourkartenrängen noch verdrängt und verpasste danach bei der Final Stage der Q-School um einen einzigen Schlag und Platz den Cut. Somit wird der Steirer auch kommende Saison mit Kategorie 2 auf der Hotelplanner Tour unterwegs sein, wird aber wohl auch zu dem ein oder anderen Start auf der DP World Tour kommen.
Für Matthias Schwab ging die Talfahrt im Jahr 2025 unvermittelt weiter. Von der PGA Tour kommend, verlor der Schladming-Pro mit einer völlig verkorksten Saison auch die Spielberechtigung auf der DP World Tour und da er bei der Q-School bereits am Aufstieg in die Final Stage scheiterte, wird er kommende Saison auf der Hotelplanner Tour mit Kategorie 16 unterwegs. Damit dürfte er aber bei den meisten Events ohne gröbere Schwierigkeiten im Starterfeld mit dabei sein.
Alps Tour
Jakob Lotschak, Christoph Bleier, Lukas Pany, Lenny Koch
Jakob Lotschak und Christoph Bleier beendeten die Q-School unter den Top 35 und sicherten sich so mit Kategorie 6 das volle Spielrecht für kommende Saison. Lenny Koch wurde bei der Final Stage am Ende zwar nur 64., mit Kategorie 8 wird aber auch er durchaus mit etlichen Starts planen können. Lukas Pany wurde in der abgelaufenen Saison in der Jahreswertung nur 87., womit nur Kategorie 9 für ihn übrig bleibt, was als sehr eingeschränktes Spielrecht tituliert wird.
Pro Golf Tour
Moritz Russling, Yannik Alexander, Florian Schweighofer, Luca Denk, Paul Schebesta, Valentin Wittgruber
Moritz Russling und Yannik Alexander beendeten die Q-School in den Top 10 und krallten sich damit eine Tourcard der Kategorie 5, womit beide eine volle Spielberechtigung lösten. Florian Schweighofer belegte im Jahr 2025 in der Jahreswertung der Pro Golf Tour Rang 57 und war damit der beste Akteur auf der Satellite Tour in rot-weiß-rot. Die volle Spielberechtigung geht sich damit zwar nicht aus, mit Kategorie 7 wird er aber eine ziemlich stressfreie Saisonplanung erstellen können. Das Gleiche gilt für Luca Denk, der als 65. der Order of Merit den letzten Platz für Kategorie 7 belegte. Paul Schebesta und Valentin Wittgruber werden nur mit Kategorie 10, und einem somit ziemlich eingeschränkten Spielrecht, unterwegs sein.
LPGA Tour
Emma Spitz*
Seit Marina Stütz im Jahr 2013 wartet Österreich auf eine weitere Proette auf der stärksten Damengolftour der Welt. In diesem Jahr könnte es womöglich wieder soweit sein, denn Emma Spitz spielte sich ganz souverän in die Final Stage der Q-School, die Anfang Dezember in Alabama über die Bühne gehen wird. Mit einem Top 20 Resultat, würde sich Emma eben dort Kategorie 14 und somit ein volles Spielrecht sichern. Plätze 21 bis 45 würden eine eingeschränkte Kategorie, sowie volles Spielrecht für die Epson Tour erhalten.
Ladies European Tour
Emma Spitz, Katharina Mühlbauer, Sarah Schober
In Europas höchster Liga hat Emma Spitz alles unter Dach und Fach. Nach der durchaus sehenswerten Saison, wird sie derzeit auf Rang 19 der Jahreswertung ausgewiesen, womit sie kommende Saison mit Kategorie 4 eine Top-Kategorie inne hätte. Katharina Mühlbauer beendete ihr super Jahr inklusive Sieg auf der LET Access Tour als 3. der Jahreswertung und sicherte sich damit den Aufstieg auf die LET. Mit Kategorie 11 wird sie keine Probleme haben kommendes Jahr bei nahezu allen Turnieren mit von der Partie sein zu können.
Für Sarah Schober lief es weniger gut. Die Steirerin wurde nur 114. im Jahresranking und wird kommendes Jahr lediglich noch Kategorie 17 inne haben, womit es ziemlich schwierig werden dürfte auch bei den größeren Turnieren an den Start gehen zu können.
LET Access Tour
Sarah Schober, Isabella Holpfer, Chantal Düringer
Die Kategorie für Sarah Schober ist zwar auf der LET ziemlich eingeschränkt, mit Kategorie 5 könnte sie eine Klasse tiefer aber ohne Probleme eine volle Saison planen. Neben Katharina Mühlbauer, die mit dem Aufstieg auf die LET alles überstrahlte, legte auch Isabella Holpfer eine durchaus ansehnliche Saison auf der LETAS Tour hin. Als 36. des Jahresrankings wird sie kommende Saison mit Kategorie 8 und somit einem vollen Spielrecht unterwegs sein. Für Chantal Düringer lief es weniger gut, denn als 147. der Order of Merit bleibt für sie nur Kategorie 14, was als sehr eingeschränkte Tourcard beschrieben wird.
Auf Wildcards bzw. Einladungen angewiesen
Timon Baltl, Bernard Neumayer, etc.
Timon Baltl, Bernard Neumayer und weitere heimische Spieler halten derzeit keine ausreichende Kategorie auf einer speziellen Tour und sind somit kommende Saison auf Einladungen, Wildcards oder Tauschkarten angewiesen. Dank der Interwetten Open und der Austrian Alpine Open werden diese aber auch 2026 wieder zur Verfügung stehen.
* fixe Qualifikation noch ausstehend
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SPIELER
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PGA
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DPWT
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HPT
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ALPS
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PGT
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SONSTIGE
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| Yannik Alexander | Kat. 5 | |||||
| Christoph Bleier | Kat. 6 | |||||
| Luca Denk | Kat. 7 | |||||
| Lenny Koch | Kat. 8 | |||||
| Jakob Lotschak | Kat. 6 | |||||
| Lukas Nemecz | Kat. 20 | Kat. 2 | ||||
| Lukas Pany | Kat. 9 | |||||
| Niklas Regner | AT Kat. 16* | |||||
| Moritz Russling | Kat. 5 | |||||
| Paul Schebesta | Kat. 10 | |||||
| Matthias Schwab | Kat. 16 | |||||
| Florian Schweighofer | Kat. 7 | |||||
| Max Steinlechner | Kat. 15 | ST Kat. 2 | ||||
| Sepp Straka | Kat. 9 | |||||
| Bernd Wiesberger | Kat. 11 | |||||
| Valentin Wittgruber | Kat. 10 | |||||
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SPIELERIN
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LPGA
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LET
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LETAS
|
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| Chantal Düringer | Kat. 14 | |||||
| Isabella Holpfer | Kat. 8 | |||||
| Katharina Mühlbauer | Kat. 11 | |||||
| Sarah Schober | Kat. 17 | Kat. 5 | ||||
| Emma Spitz | Kat. 4 |
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Der Beitrag Wer spielt wo 2026? erschien zuerst auf golf-live.at.
