Die Bank macht den Unterschied
Was für ein Krimi! Unser letztes Auswärtsspiel gegen Bahrenfeld lieferte alles, was ein spannender Sportabend braucht: packende Ballwechsel, starke Nerven, Teamgeist und eine beeindruckende Aufholjagd. Aber der Reihe nach. Gefühlt das erste Mal mit Stammbesetzung machten wir uns gen Westen Hamburg. Rouven, Luca, Jörg, Marco, Basti und Marcel waren heiß und wollten den Sieg eintüten. Was sich an diesem Abend abspielte, war nicht nur sportlich ein echtes Highlight, sondern wurde auch durch die besondere Atmosphäre der Spielstätte geprägt. Die Halle, in die man hineinkommt und sofort merkt, wie viele Jahrzehnte Geschichte in ihren Mauern stecken, hatte sicherlich schon viele enge Matches gesehen – und sollte an diesem Abend ein weiteres Kapitel erleben. Die vereinseigene Kneipe war geöffnet, ein Ort für kurze oder lange Gespräche, Nerventee oder ein beruhigendes Kaltgetränk.
Bahrenfeld trat mit Hoenig, Thornton, Schütt, Langer, Montanus und Faden an. Zu Beginn lief für unser Team wenig zusammen. Trotz kämpferischem Einsatz und mehreren engen Sätzen gingen alle 3 Doppel in die Hose. Sowohl Luca/Marco als auch Rouven/Jörg mussten Ihre Gegner mit 2:3 zum Sieg gratulieren. Basti/Marcel waren mit 0:3 chancenlos. Der erste Dämpfer, so haben wir uns das nicht vorgestellt!
0:3 nach den Doppeln
In den Einzeln liegt eher unsere Stärke. Luca dreht ein 0:2 Rückstand gegen Hoenig, im 5ten Satz fehlte aber eine Prise Glück, 5:11 – schade. Rouven pusht sich am Nebentisch lautstark zum klaren Sieg gegen Thornton- endlich der erste Punkt für uns. Jörg knüpft hier nahtlos an und schickt Langer ruckzuck mit 3:0 zurück auf die Bank. Marco konnte derweil seine Normalform gegen Schütt nicht abrufen und unterlag verdient 1:3. Auf das untere Paarkreuz konnten wir uns in der Vergangenheit stets verlassen, jetzt sollte noch mehr Punkte für uns kommen, ansonsten wird es eng für uns. Marcel konnte nach guten Start gegen den gut aufgelegten Montanus nicht mehr viel ausrichten und verlor 1:3. Basti schlug den Abwehrspieler Faden, der eigentlich mehr offensiv als defensiv spielte, mit 3:1.
3:6 nach der ersten Einzel Runde
Rouven bekam es jetzt mit Hoenig aka die Wand zu tun. Unfassbar was sein Gegner an diesem Abend alles wieder zurück auf die Platte brachte. Rouven brachte einen Satz durch, mehr war nicht drin. Luca nahm Thornton mit seinem Serve and Volley Spiel komplett raus, 3:0. Jörg konnte derweil gegen Schütt nichts ausrichten und unterlag recht klar 0:3. Zwischenstand 4:8 Die Stimmung war gedrückt, der Sieg war futsch, die Aussicht auf ein Unentschieden schien schon zu entgleiten. Marco mit 3:1 Zittersieg gegen Langer bescherte uns den nächsten Punkt. Doch dann kamen die Matches, in dem sich die Geschichte des Spiels komplett drehte. Das untere Paarkreuz mit Basti und Marcel wurde zum emotionalen Wendepunkt des Abends. Bastis Match gegen Monatus war das Highlight des Abends. Keine Ballwechsel „von der Stange“ – jeder Punkt war ein kleiner Schlagabtausch auf Messers Schneide. Atemberaubende Topspin-Duelle, und mehrere sensationelle Rückhand-Blocks ließen uns auf der Bank immer wieder aufspringen. Obwohl das Match jederzeit in beide Richtungen kippen konnte, behielt Basti die Nerven. Mit einer unglaublichen mentalen Stärke entschied er die Partie hauchdünn für sich – ein Sieg, der dem gesamten Team neues Feuer verlieh. Stück für Stück kämpften wir uns heran, jeder Punkt wurde von der Bank lautstark gefeiert, jeder Satz bejubelt. Marcel nahm die positive Energie am Nachbartisch mit und schaltete Faden 3:1 aus. Das Momentum war nun komplett auf unserer Seite.
7:8 nach den Einzeln
Abschlussdoppel! Luca und Marco waren heiß, aber dann der erste Dämpfer. Wir spielten an der Platte mit Zähler von uns. Mist! Einer weniger zum anfeuern. Dann aber die geniale Idee. Ich weiß nicht mehr von wem, aber Marcel forderte Hoenig zum Schere, Stein, Papier-Duell auf. Der Verlierer muss zählen. Zack, 2x schlägt Schere Papier. Bahrenfeld stellte den Zähler. Faire und tolle Geste an dieser Stelle! Luca und Marco konnte sich in 4 engen Sätzen gegen Thornton/Montanus durchsetzen. Als der letzte Ball gespielt war und unser Team den Satz – und damit das gesamte Match – für sich entschied, brach bei uns Jubel aus. 8:8! Ein Endstand, der nach dem 4:8-Zwischenstand fast wie ein Sieg wirkte.
Eine Mischung aus purem Kampfgeist, außergewöhnlicher Nervenstärke und Top Support von der Bank. Dieses 8:8 werden wir nicht so schnell vergessen. Nach dem Match gab es noch ein kurzen Schnack mit den Gegner in der Kneipe. Für das Siegerbier in der Dusche musste man in den Keller wandern – dorthin, wo schon die Erbauer der Halle angeblich ihre Hopfen-Huldigung vollzogen. Manche sagen sogar, das sei damals fester Bestandteil des Bauplans gewesen. Morgen geht es direkt auswärts weiter gegen Horn. Diesmal soll es klappen mit dem ersehnten Sieg für uns.
- Die Bank macht halt doch den Unterschied
- Erikas Eck macht satt, mehr aber auch nicht
- Die Blitzersäule Wandsbeker Chaussee Ecke Richardstraße blitzt keine Rotlicht Verstöße
