Die venezolanische Hauptstadt Caracas ist am Samstagmorgen von schweren Explosionen erschüttert worden. Alle Entwicklungen im Newsblog. Samstag, 3. Januar Wegen Drogenhandels: Staatschef Maduro in den USA angeklagt Die US-Justiz will dem beim Militäreinsatz der Vereinigten Staaten gegen Venezuela mutmaßlich gefangen genommenen Staatschef Nicolás Maduro wegen Vorwürfen des Drogenhandels und des Terrorismus den Prozess machen. Maduro und seine Ehefrau sind angeklagt und werden bald mit "dem ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten konfrontiert werden", schrieb US-Justizministerin Pam Bondi am Samstag im Onlinedienst X. Bondi verwies nun darauf, dass gegen Maduro bereits in der Vergangenheit Anklage wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus und Verschwörung zur Einfuhr von Kokain" erhoben worden sei. Diese Anklage gegen Maduro hatte das US-Justizministerium bereits 2020 – während Trumps erster Amtszeit – angestrengt. Washington beschuldigt Maduro, den Drogenhandel für das "Kartell der Sonnen" zu leiten, dessen Existenz zahlreichen Experten zufolge allerdings erst noch bewiesen werden muss. Maduro wies in der Vergangenheit alle Anschuldigungen zurück. US-Militäreinsatz gegen Venezuela offenbar abgeschlossen Der US-Militäreinsatz gegen Venezuela und dessen linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro soll nach Angaben eines US-Senators inzwischen beendet sein. Der republikanische Senator Mike Lee erklärte am frühen Samstagmorgen (Ortszeit), dies habe ihm US-Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat mitgeteilt. Rubio erwarte nach der Gefangennahme Maduros "kein weiteres Vorgehen in Venezuela". Linken-Chef verurteilt US-Angriff: "Brutaler Staatsterrorismus" Linken-Chef Jan van Aken fordert nach dem US-Angriff auf Venezuela Sanktionen gegen US-Präsident Donald Trump . "Wer Putin sanktioniert, muss auch Trump sanktionieren", sagte van Aken dem Nachrichtenportal t-online auf Anfrage. "Wer wie Trump das Völkerrecht bricht und Präsidenten entführen lässt, der betreibt brutalen Staatsterrorismus", führt er aus. "Bei völkerrechtswidrigen Angriffskriegen darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden." Van Aken fordert die Bundesregierung auf, eine Verurteilung durch den Sicherheitsrat und die Generalversammlung der Vereinten Nationen anzustrengen. Auch andere deutsche Politiker verurteilen das Vorgehen der USA . Um wen es sich dabei handelt und was konkret gesagt wurde, erfahren Sie hier. Reaktionen auf US-Angriffe: Russland äußert sich Nach dem US-Angriff auf Venezuela reagiert die Welt auf die Ereignisse in dem südamerikanischen Land. Russland hat als Verbündeter Venezuelas den US-Militärangriff mit deutlichen Worten verurteilt. Das Vorgehen sei "zutiefst beunruhigend und verwerflich", erklärte das russische Außenministerium in Moskau am Samstag als Reaktion auf den US-Angriff in Venezuela. Es gebe keine Rechtfertigung für diese "bewaffnete Aggression". "Ideologische Feindseligkeit hat über sachlichen Pragmatismus gesiegt", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums aus Moskau weiter. Neben Russland reagierten weitere Länder auf den Angriff. Mehr dazu lesen Sie hier. Soldaten und Zivilisten bei US-Angriff auf Venezuela getötet Bei dem US-Angriff auf Ziele in Venezuela sind nach Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden. "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat", sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. Um wie viele Personen es sich dabei handelt, bleibt zunächst unklar. US-Vize-Außenminister über Maduro: "Der Tyrann ist gestürzt" Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau für seine "Verbrechen" zur Rechenschaft gezogen. "Der Tyrann ist gestürzt", schrieb Landau auf X. Keine Opfer auf US-Seite Bei dem Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro gab es laut einem Medienbericht keine Opfer auf US-Seite. Dies berichtete die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Ob es aufseiten Venezuelas bei dem Angriff Opfer gab, kommentierte die Person nicht. Unklar war, ob damit Tote oder Verletzte gemeint waren. US-Elitesoldaten haben offenbar Maduro gefangen genommen Die Gefangennahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro erfolgte nach Angaben eines US-Vertreters durch amerikanische Elitesoldaten. Der Sender CBS News berichtet, es habe sich um Mitglieder der Delta Force gehandelt. Die US-Militärpublikation "military.com" beschreibt die Delta Force als eine "hochselektive, streng geheime Einheit" des US-Militärs. Es soll sich um eine Anti-Terror-Einheit handeln, die besonders dafür ausgebildet ist, Zielpersonen gefangenzunehmen beziehungsweise zu töten und Terrorzellen auszuheben. Zusammen mit den Navy Seals zähle die Delta Force zu den am besten ausgebildeten Spezialeinsatzkräften des US-Militärs und der Welt, so die Militärzeitschrift. Präsident verschwunden: Venezuela fordert Lebenszeichen Die venezolanische Regierung weiß derzeit nicht, wo sich Präsident Nicolás Maduro und seine Frau aufhalten. Das teilt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Audiobotschaft mit. Sie fordert "einen sofortigen Beweis", dass die beiden noch am Leben seien. US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, dass Maduro und seine Frau gefangen genommen und außer Landes geflogen worden seien . Krisenstab der Bundesregierung tritt zusammen Im Auswärtigen Amt wird heute der Krisenstab der Bundesregierung zusammentreten. "Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge", heißt es im Außenministerium. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit "in Teilen noch unübersichtlich". Die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab. Russland verurteilt US-Angriff auf Venezuela – "verwerflich" Russland hat den Militäreinsatz der USA in Venezuela und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro als "Akt bewaffneter Aggression" scharf verurteilt. In der jetzigen Lage sei es wichtig, eine weitere Eskalation zu verhindern und sich auf eine Lösung durch Dialog zu konzentrieren, teilt das Außenministerium in Moskau in einer Erklärung mit. Angriffe angeblich schon Weihnachten geplant US-Präsident Donald Trump hat für Angriffe auf Venezuela laut einem Medienbericht bereits vor Tagen grünes Licht erteilt. Militärvertreter hätten erwogen, die Attacken an Weihnachten auszuführen, berichtete der US-Nachrichtensender CBS News unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Aufgrund der US-Luftschläge in Nigeria gegen Ziele des Islamischen Staates (IS) seien die Pläne dann allerdings verschoben worden. CBS News zufolge gab es in den Tagen nach Weihnachten weitere Zeitfenster für Angriffe – allerdings sei das Wetter ungünstig gewesen, sodass das US-Militär auf bessere Bedingungen gewartet habe. In der Nacht zum Samstag haben die Vereinigten Staaten dann Ziele in Venezuela angegriffen. Die Regierung in Caracas warf Washington vor, eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele auszuführen. "Dieser Krieg ist illegal": US-Senator reagiert Mehrere US-Parlamentarier haben Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego schrieb im Kurznachrichtendienst X: "Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten". Auch ein Parteifreund von US-Präsident Donald Trump, der republikanische Senator Mike Lee von Utah, meldete Zweifel an: "Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt." Venezuela kündigt "massiven" Militäreinsatz an Wegen des US-Angriffs auf Venezuela hat das südamerikanische Land am Samstag einen Einsatz all seiner militärischen Mittel angekündigt. Es werde einen "massiven Einsatz aller Land-, Luft-, Marine-, Fluss- und ballistischer Mittel geben", sagte der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino López zur Begründung in einer Rede, die in Online-Netzwerken verbreitet wurde. "Die Truppen der Invasoren (...) haben unseren Boden entweiht", sagte Padrino. Die US-Armee habe sogar Wohngebiete angegriffen. Derzeit würden Informationen über "Verletzte und Tote" zusammengetragen. Maduro festgenommen – und aus dem Land geflogen Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump Venezuela angegriffen und den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau gefasst. Sie seien aus dem südamerikanischen Land ausgeflogen worden, teilte Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social mit. Mehr dazu lesen Sie hier. US-Luftfahrtbehörde untersagt Flüge rund um Venezuela Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat Flüge rund um Venezuela untersagt. "In Zusammenhang mit den andauernden militärischen Aktivitäten" ist der Betrieb von kommerziellen und privaten US-Flügen in bestimmten Gebieten verboten. Das geht aus einer sogenannten Notam (Notice to Airmen, Hinweise an Piloten) hervor, die die FAA bei verschiedenen Gefahrensituationen und Lagen herausgibt. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, um Piarco auf der Insel Trinidad und Tobago sowie um San Juan auf Puerto Rico. US-Vertreter zu Reuters: Führen Angriffe in Venezuela aus Ein offizieller Vertreter der USA erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die USA in Venezuela Angriffe ausführen. Der Insider, der anonym bleiben will, nennt keine Details. Venezuelas Präsident ruft Notstand aus Nach den US-Angriffen auf Venezuela hat die Regierung in Caracas einen landesweiten Ausnahmezustand ausgerufen. "Präsident Nicolás Maduro hat die Umsetzung des Dekrets unterzeichnet, das den Ausnahmezustand im gesamten Staatsgebiet ausruft", heißt es in einer von dem venezolanischen Sender TeleSUR TV verbreiteten Erklärung der Regierung Venezuelas. Unter dem Ausnahmezustand kann die Regierung Grundrechte weiter einschränken, die Streitkräfte und zivile Milizen aktivieren, die Kontrolle über Medien und die öffentliche Ordnung weiter verschärfen, sowie eine bewaffnete Verteidigung vorbereiten. Zugleich rief die Regierung die Bevölkerung auf, sich zur Verteidigung gegen "die imperialistische Aggression" zu erheben. "Das Volk Venezuelas und seine bolivarischen Streitkräfte stehen bereit, um die Souveränität und den Frieden zu sichern", hieß es weiter. Trump hat offenbar Angriff auf Venezuela angeordnet US-Präsident Donald Trump hat laut einer amerikanischen Reporterin Angriffe in Venezuela angeordnet. Ziel sollten unter anderem Militäreinrichtungen sein, berichtete die Reporterin des Senders CBS am Samstag auf X unter Berufung auf US-Vertreter. Venezuela wirft den USA "schweren militärischen Angriff" vor Nach mehreren Explosionen in der Hauptstadt Caracas hat Venezuela den USA einen "schweren militärischen Angriff" vorgeworfen. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro habe die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet, hieß es am Samstag in einer Mitteilung der Regierung. US-Präsident Donald Trump hatte Maduro kürzlich gedroht, dass dessen Tage "gezählt" seien. Kolumbiens Präsident Petro spricht von Angriff auf Venezuela Nach Berichten über Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat der Präsident des Nachbarlandes Kolumbien von einem Angriff auf Venezuela gesprochen. "In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen. Sie beschießen es mit Raketen", schrieb Staatschef Gustavo Petro auf der Plattform X. "Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten", forderte er. Die "OAS" ist eine regionale internationale Organisation, die gegründet wurde, um Demokratie, Menschenrechte, Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung in Nord-, Mittel- und Südamerika zu fördern und Streitigkeiten zwischen den 34 Mitgliedstaaten zu lösen. Rauchwolke über der Hauptstadt – Flugzeuge zu hören In der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind in der Nacht zu Samstag (Ortszeit) starke Explosionen zu hören gewesen. Begleitet wurde dies von Lärm, der dem Überflug von Flugzeugen glich, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der Vorfall begann gegen 02.00 Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr MEZ), rund 15 Minuten später dauerte der Lärm immer noch an. Um 2.38 Uhr war eine weitere Explosion in Caracas zu spüren. In Online-Netzwerken wurden Bilder von großen Bränden mit Rauchsäulen veröffentlicht. Allerdings war es nicht möglich, den genauen Ort der Aufnahmen festzustellen. Die Explosionen ereigneten sich offenbar im Süden und Osten der venezolanischen Hauptstadt, unter anderem im Gebiet La Carlota, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Es stand die Frage im Raum, ob es sich möglicherweise um einen Angriff des US-Militärs handeln könnte. Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen. Das Militär versenkte zuletzt eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, die Küstenwache beschlagnahmte mit Sanktionen belegte Öltanker. US-Präsident Donald Trump bestätigte zudem einen Angriff auf ein Hafengebiet in dem südamerikanischen Land.