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Rentenkommission startet: Diese 13 Experten sollen die Rente umbauen

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Die Bundesregierung hat eine Rentenkommission eingesetzt, die Vorschläge für tiefgreifende Reformen machen soll. Wer sitzt drin? Das Rentenpaket der schwarz-roten Koalition war auch deshalb strittig, weil es echte Systemreformen vermissen ließ. Diese sollen nun von einer Rentenkommission kommen, zumindest in Form von Vorschlägen. Bis nächsten Sommer soll das Gremium aus Abgeordneten und Wissenschaftlern dafür Zeit bekommen, an diesem Montag kommt es zu seiner ersten Sitzung zusammen. Der entscheidende Vorteil gegenüber früheren Expertengremien: Entschieden wird per Mehrheitsbeschluss, es braucht keine Einstimmigkeit. Das heißt, im abschließenden Bericht können sich auch Ideen wiederfinden, die nicht von allen geteilt werden, etwa weil sie grundlegende Reformen bedeuteten. Umso wichtiger ist darum die Frage: Wer sind die Menschen, deren Ideen das deutsche Rentensystem langfristig sichern sollen? t-online sind die Namen der 13-köpfigen Expertenriege bekannt. Ein Überblick. Rentenkommission: An diese Empfehlungen soll sie anknüpfen Rente reformieren: Diese Vorschläge liegen auf dem Tisch Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender Der frühere Chef der Bundesagentur für Arbeit , Frank-Jürgen-Weise, führt die Rentenkommission als Teil einer Doppelspitze an . Der 74-Jährige wurde von der CDU für den Posten nominiert, er ist auch Mitglied der Partei. Weise war von 2004 bis 2017 Chef der Bundesagentur für Arbeit und gilt als Vertrauter von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen . Von September 2015 bis zum Jahresende 2016 leitete er zudem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Weise ist seit August 2025 Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssenkrupp Steel. Zuvor war er bis März 2024 Vorsitzender der Hertie-Stiftung. Von 2017 bis 2021 wirkte er als Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe. Erfahrung als Chef einer Kommission konnte Weise bereits im Jahr 2010 sammeln. Damals übernahm er die Leitung der Bundeswehr-Strukturkommission, deren Ziel es war, die Effizienz der Bundeswehr und des Bundesverteidigungsministeriums zu verbessern. Constanze Janda, Vorsitzende Die SPD will nach "Bild"-Informationen die Sozialrechtsexpertin Constanze Janda für den zweiten Vorsitzposten benennen. Die 49-Jährige ist Professorin für Bürgerliches Recht, Medizinrecht, Deutsches und Europäisches Sozialrecht an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer und seit 2025 auch deren Rektorin. Janda ist zudem die Vorsitzende des Sozialbeirats der Bundesregierung , dem sie bereits seit 2020 angehört. Pascal Reddig (CDU), stellvertretender Vorsitzender Die Rentenkommission soll drei stellvertretende Vorsitzende haben, jeweils ein Posten geht an die CDU, die CSU und die SPD. Die CDU will den als "Rentenrebell" bekannt gewordenen Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig ins Rennen schicken. Der 30-Jährige leitet die J unge Gruppe in der Unionsfraktion, die Widerstand gegen das kürzlich vom Bundestag beschlossene Rentenpaket geleistet hat . Reddig ist außerdem stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Union. Von 2022 bis 2024 war er Mitglied der CDU-Grundsatzkommission Soziale Sicherung. Florian Dorn (CSU), stellvertretender Vorsitzender Für die CSU soll der Bundestagsabgeordnete Florian Dorn Teil der Rentenkommission werden. Der 39-jährige Volkswirt ist Mitglied im Finanzausschuss sowie im Verteidigungsausschuss. Nach seiner Promotion im Jahr 2020 arbeitete er als Berater beim Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München und war dort persönlicher Referent von Ifo-Präsident Clemens Fuest . Dieser forderte zuletzt von der Bundesregierung, das gesamte Rentenpaket zurückzuziehen, da es den Anspruch auf Generationengerechtigkeit nicht gewährleiste. Annika Klose (SPD) Die SPD stellt ebenfalls einen der drei Vize-Chefs der Kommission. Der Posten soll nach t-online-Informationen an die Berliner Abgeordnete Annika Klose gehen. Wie Reddig beschäftigt sich Klose seit Langem mit Sozialpolitik – und wie er ist auch sie mit einem Alter von 33 Jahren vergleichsweise jung. Anders als der Chef der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion aber vertritt Klose den typischen SPD-Standpunkt, dass das Rentenniveau möglichst stabil bleiben muss und zwar langfristig, bestenfalls dauerhaft. Martin Werding Insgesamt sitzen acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Rentenkommission – vier auf Vorschlag der Union und vier auf Vorschlag der SPD. Einer der Unions-Entsandten ist Martin Werding , seit 2022 Mitglied des Sachverständigenrats Wirtschaft, auch bekannt als die Wirtschaftsweisen. Der 61-Jährige ist Professor für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen an der Ruhr-Universität Bochum . Zuvor leitete er ab 2000 den Forschungsbereich Sozialpolitik und Arbeitsmärkte am Ifo-Institut. Werding gilt als ausgewiesener Renten-Experte. Seit Langem kritisiert er das Ausbleiben grundlegender Rentenreformen und warnt regelmäßig vor deutlich steigenden Sozialabgaben . 2021 legte der Ökonom im Auftrag der FDP ein Konzept für eine Aktienrente vor. Diese war Ausgangspunkt für das spätere Generationenkapital , das die Ampelkoalition vor ihrem Scheitern aber nicht mehr umsetzen konnte. Es hätte die bisher rein umlagefinanzierte gesetzliche Rente um eine sogenannte Kapitaldeckung ergänzt. Dabei hätten jedes Jahr mehrere Milliarden Euro am Kapitalmarkt investiert werden sollen, um künftige Renten mitzufinanzieren. Werding im t-online-Interview: "Da werden wir nicht drumherum kommen" Jörg Rocholl Ebenfalls von der Union nominiert ist Jörg Rocholl, Präsident der internationalen Wirtschaftshochschule ESMT und Deutsche-Bank-Professor für nachhaltige Finanzwirtschaft. Der 52-Jährige ist außerdem Vorsitzender des Beirats des Bundesministeriums der Finanzen, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Global Network for Advanced Management und Mitglied des Aufsichtsrats der RWE AG. Zusammen mit Ifo-Chef Fuest hat er sich dafür ausgesprochen, das Rentenpaket nicht zu verabschieden. Tabea Bucher-Koenen Die Finanzwissenschaftlerin leitet seit Januar 2019 den Forschungsbereich "Altersvorsorge und nachhaltige Finanzmärkte" am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim . Sie ist Professorin für Finanzmärkte an der Universität Mannheim und Co-Direktorin des Mannheim Institute for Financial Education (MIFE). Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Finanzen privater Haushalte, ökonomische Folgen des demografischen Wandels sowie private und staatliche Rentensysteme. Tabea Bucher-Koenen ist ebenfalls von der Union nominiert. Silke Übelmesser Die vierte Wissenschaftlerin der Union ist die Finanzwissenschaftlerin Silke Übelmesser. Sie ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Forschungsprofessorin am Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München. Ihre Forschungsinteressen umfassen insbesondere die Bereiche Rentenökonomie, demografischer Wandel sowie Geschlecht, Sprache, Bildung und Migration. Peter Bofinger Die SPD hat ebenfalls vier Experten für das Gremium nominiert. Der bekannteste ist der 71-jährige Peter Bofinger, früher langjähriger Wirtschaftsweise. Bofinger ist einer der prominentesten Keynesianer in Deutschland, vertritt im politischen Spektrum tendenziell eher linke wirtschaftspolitische Positionen. Bofinger hat sich in der Vergangenheit wiederholt zur Rentenpolitik geäußert. Er vertritt unter anderem die Auffassung, dass sich das Umlagesystem kurzfristig entlasten ließe, wenn zusätzliche Bevölkerungsgruppen in die gesetzliche Renten einzahlen, etwa Selbstständige. Monika Queisser Monika Queisser hat sich in der Rentendebatte in Deutschland bislang nur wenig hervorgetan, obwohl sie auf dem Feld eine Expertin ist: Queisser leitet die Abteilung Sozialpolitik bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und berät auch die französische Regierung in Rentenfragen. Interessant an ihrer Nominierung ist: Die OECD, damit auch Queisser, spricht sich regelmäßig für ein höheres Renteneintrittsalter als ein zentrales Reformelement für die Sozialsysteme aus – ein Standpunkt, den innerhalb der SPD viele ablehnen. Georg Cremer Der frühere Generalsekretär des Caritas-Verbandes, Georg Cremer, hat sich als Volkswirt viel mit dem Thema Altersarmut auseinandergesetzt. Er sieht darum nicht nur Reformbedarf im Umlagesystem der gesetzlichen Rente, sondern auch in der Grundsicherung im Alter. Damit dürfte er innerhalb der Rentenreform dafür sorgen, dass klassische SPD-Positionen in der Diskussion nicht zu kurz kommen. Camille Logeay Camille Logeay ist Professorin für Volkswirtschaftslehre und quantitative Methoden an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin). Sie arbeitet unter anderem für das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, wo sie sich regelmäßig mit der Rentenpolitik beschäftigt. Aufsehen erregte ihre Analyse zum gescheiterten Rentenpaket II der Ampel-Regierung. Darin stellt sie unter anderem heraus, dass höhere Rentenbeiträge für Arbeitnehmer nicht automatisch ungerecht sind, sondern dass auch Jüngere von den höheren Beiträgen profitieren können. Mit dieser Auffassung steht sie im starken Gegensatz zu Experten wie Martin Werding.














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