Steuererklärung beim Finanzamt: Hier warten Sie besonders lange
Je nach Region müssen Steuerzahler unterschiedlich lange auf die Bearbeitung ihrer Steuererklärung warten. Eine Auswertung verrät nun, wo man am längsten warten muss. Wer im Jahr 2025 eine Steuererklärung abgegeben hat , musste je nach Ort bis zu 126 Tage auf die Bearbeitung warten, um mögliche Steuererstattungen zu erhalten. Das ergibt eine Auswertung des Dienstleisters smartsteuer. Am schnellsten war demnach ein Finanzamt in Hessen: In Schwalm-Eder warteten die Bürger im Schnitt nur 22 Tage auf die Bearbeitung ihrer Steuer. Grundlage für die Auswertung waren die Abgaben aller Steuererklärungen, die im abgelaufenen Jahr 2025 digital via smartsteuer übermittelt wurden. Dies war nach Angaben des Unternehmens eine hohe sechsstellige Zahl. Das sind die schnellsten und langsamsten Finanzämter Folgende Finanzämter waren demnach die schnellsten in Deutschland: Schwalm-Eder Verwaltungsstelle Schwalmstadt: 22 Tage (Median: 21 Tage) Limburg-Weilburg Verwaltungsstelle Weilburg : 26 Tage (Median: 24 Tage) Mindelheim Außenstelle Memmingen-Mindelheim: 34 Tage (Median: 21 Tage) Limburg-Weilburg Verwaltungsstelle Limburg : 36 Tage (Median: 25 Tage) Bottrop: 36 Tage (Median: 26 Tage) Plauen: 37 Tage (Median: 28 Tage) Brilon: 38 Tage (Median: 28 Tage) Bensheim: 38 Tage (Median: 17 Tage) Olpe: 39 Tage (Median: 25 Tage) Kaufbeuren m. Außenstelle Füssen: 39 Tage (Median: 28 Tage) Und das waren die langsamsten Finanzämter im Land: Korbach-Frankenberg Verwaltungsstelle Frankenberg: 119 Tage (Median 126 Tage) Potsdam : 113 Tage (Median 81 Tage) Baden-Baden: 98 Tage (Median 73 Tage) Marburg-Biedenkopf Verwaltungsstelle Biedenkopf: 98 Tage (Median 88 Tage) Calau: 94 Tage (Median 90 Tage) Hagenow: 89 Tage (Median 79 Tage) Merzig : 89 Tage (Median 79 Tage) Alsfeld-Lauterbach Verwaltungsstelle Lauterbach: 86 Tage (Median 86 Tage) Landsberg: 86 Tage (Median 76 Tage) Burghausen: 82 Tage (Median 65 Tage) Ein Steuerzahler bekam 213.000 Euro zurück Im Schnitt bekamen die Bürgerinnen und Bürger 1.432 Euro von der Steuer zurückerstattet , so smartsteuer. Die Hamburger erhielten am meisten zurück (1.615 Euro), am wenigsten gab es in Sachsen-Anhalt (1.124 Euro). Das deckt sich im Wesentlichen auch mit den Gehaltsunterschieden in den Bundesländern. Die größte Steuererstattung im Jahr 2025 unter den smartsteuer-Kunden gab es für einen Steuerzahler in Baden-Württemberg: Er erhielt 213.000 Euro vom zuständigen Finanzamt. In welchem Monat die Finanzämter am schnellsten sind Wer eine möglichst schnelle Bearbeitungszeit erzielen möchte, sollte die Abgabe der Steuererklärung im Frühjahr anstreben. Im Schnitt brauchen die Finanzämter im März, April oder Mai nur zwischen 43 und 48 Tagen für die Bearbeitung. Am längsten dauert die Bearbeitung im August: 80 Tage warten die Steuerzahler dann. Wer glaubt, eine Abgabe im Januar oder Februar bedeute eine noch schnellere Bearbeitungszeit, irrt sich. Abgaben im Januar haben mit 68 Tagen eine der längsten Bearbeitungszeiten, der Februar liegt mit 54 Tagen im Mittelfeld. Das liegt unter anderem daran, dass die Finanzämter zu Jahresbeginn erst noch Änderungen aus dem Jahressteuergesetz in ihre Systeme einpflegen müssen und die Behörden für die elektronische Übermittlung aller Daten aus dem Vorjahr Zeit haben bis Ende Februar. Ein Steuerzahler hatte es dennoch besonders eilig: Am 1. Januar 2026 um 00:00:07 Uhr ist demnach die erste Steuererklärung bei smartsteuer eingegangen.