Bundesliga: Merlin Polzin wettert nach HSV-Pleite gegen Schiri Gerach
Die Hamburger spielten in Freiburg lange in Unterzahl und gaben ihre Führung aus der Hand. Trainer Polzin war sauer, dass der entscheidende Treffer zählte. Merlin Polzin wetterte massiv im Breisgauer Schneetreiben. "Ich habe es mehrfach gesehen, aus verschiedenen Perspektiven. Es ist mir absolut unerklärlich. Unser Spieler wird im Gesicht getroffen, mit dem Ellbogen", schimpfte der Trainer des Hamburger SV nach dem 1:2 (0:0) beim SC Freiburg über Schiedsrichter Timo Gerach und den VAR: "Es ist mir unerklärlich, wie nach einem Kopftreffer das Spiel fortgesetzt wird und wir das Spiel verlieren." 11 Minuten Nachspielzeit: HSV verliert verrückten Jahresauftakt gegen Freiburg Katastrophale erste Halbzeit: Leverkusen geht gegen Stuttgart unter Union ärgert Mainz: Siebtes Spiel ohne Sieg – droht Unruhe in Köln? Die Aufregung Polzins resultierte aus der Szene direkt vor dem entscheidenden Treffer der Freiburger durch den eingewechselten Igor Matanović (83.). Bei einem Kopfballduell wurde der Hamburger Jordan Torunarigha vom Freiburger Johan Manzambi mit dem Ellbogen getroffen. Der Pfiff Gerachs blieb aber ebenso aus wie ein Veto des Videoassistenten Arne Aarnink. So startete der HSV auch ins neue Jahr als Auswärts-Punktelieferant. Mit zehn Mann verlor der Aufsteiger trotz Führung zu Wiederbeginn der Bundesliga und wartet seit fast acht Jahren auf einen Erstligasieg in der Fremde. Im ersten Spiel seit dem überraschenden Rückzug von Sportvorstand Stefan Kuntz hatte Daniel Elfadli die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (51.) gesehen. Vincenzo Grifo per Foulelfmeter (53.) und der gebürtige Hamburger Matanović (83.) trafen für die Freiburger, die seit elf Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen sind. Der HSV bleibt in der laufenden Saison das einzige Team ohne Dreier auf gegnerischem Platz. Die Norddeutschen, bei denen der frühere Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff und der österreichische Nationaltrainer Ralf Rangnick als Kuntz-Nachfolger im Gespräch sind, holten auswärts bisher nur zwei von 24 möglichen Punkten. Die Führung durch Luka Vušković (49.) brachte nichts.