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Melanie Müller im Hitlergruß-Prozess: Jetzt ist das Urteil da

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Es sind schwerwiegende Vorwürfe, gegen die sich Melanie Müller seit Monaten zur Wehr setzt. Hat sie den Hitlergruß gezeigt? Und warum fand man Drogen in ihrer Wohnung? Der Berufungsprozess gegen die Schlagersängerin Melanie Müller wegen Hitlergruß-Vorwürfen und Drogenbesitzes ist zu einem Ende gekommen. Am Montag fand der letzte Verhandlungstermin vor dem Landgericht Leipzig statt. Die Kammer musste noch über zwei Beweisanträge der Verteidigung entscheiden, danach fiel das Urteil. Die 37-Jährige wurde in beiden Punkten schuldig gesprochen, muss 70 Tagessätze á 50 Euro zahlen, was 3.500 Euro Strafe entspricht. Außerdem muss sie die Verfahrenskosten der ersten Instanz tragen. Die Staatsanwaltschaft plädierte zuvor für eine Geldstrafe, die Verteidigung für einen Freispruch. Was sagte Müller dazu? Die Vorwürfe drehten sich um ein Konzert in der Nacht vom 17. auf den 18. September 2022 in Leipzig. Dort soll die Schlagersängerin den Hitlergruß gezeigt haben. Zudem soll sie einen anderen Mann ermuntert haben, den Gruß ebenfalls zu zeigen, und weitere Anwesende ihr mit "Heil-Rufen" zu antworten. Ermittler hatten außerdem im August 2023 bei einer Durchsuchung von Müllers Wohnung 0,69 Gramm eines Kokaingemischs und eine Ecstasy-Tablette entdeckt. Müller hatte sich nach Bekanntwerden der Ermittlungen von rechtsradikalen Äußerungen öffentlich distanziert. In einem Instagram-Video erklärte sie, sie sei "bestürzt und empört". "Ich möchte mich von derartigen Personen und Gedankengut klar und deutlich distanzieren und verurteile dieses auch aufs Schärfste." Mit Nazis und Rechtsradikalen habe sie nichts zu tun. In beiden Verfahren hatte sie über ihren Verteidiger erklärt, die Geste sei zum Anfeuern des Publikums gedacht gewesen und habe keine politische Aussagekraft. Die Armbewegung habe sie schon bei vielen Konzerten gemacht, und zwar zu dem Schlachtruf: "Zicke Zacke, Zicke Zacke, hoi, hoi, hoi." Aus dem Publikum seien zahlreiche rechtsextreme Sprüche skandiert worden. Als Melanie Müller diese mitbekam, habe sie das Konzert abgebrochen, betonte ihr Verteidiger. Auch den Vorwurf des Drogenbesitzes ließ die frühere RTL-Dschungelkönigin zurückweisen. Die Drogen hätten einer Freundin gehört, die sie kurz zuvor besucht hatte. Diese habe die Handtasche zurückgelassen, in der die Drogen gefunden worden waren. Prozess läuft bereits seit Jahren Die Verhandlungen in der Sache ziehen sich seit mehreren Jahren. Das Amtsgericht Leipzig hatte Müller im August 2024 wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie wegen Drogenbesitzes zu einer Gesamtgeldstrafe von 160 Tagessätzen zu je 500 Euro, insgesamt also 80.000 Euro, verurteilt. Bei dem Strafmaß war der Richter am Amtsgericht deutlich über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgegangen. Diese hatte 95 Tagessätze à 60 Euro gefordert – insgesamt also 5.700 Euro. Die Verteidigung hatte auf Freispruch in beiden Anklagevorwürfen plädiert und Berufung gegen das Urteil eingelegt. Melanie Müllers "auffällig luxuriöser Lebensstil" Müller hatte in dem Verfahren vor dem Amtsgericht gesagt, dass sie bis zu dem Vorfall zahlreiche Auftritte in Deutschland, Österreich , der Schweiz und auf Mallorca gehabt hatte. "Jetzt habe ich nur noch auf Mallorca Auftritte. Alles andere ist weg", erklärte sie. Da sie keine konkreten Angaben zu ihrem Einkommen gemacht hatte, habe dieses geschätzt werden müssen, erläuterte der Richter. Die Angeklagte habe noch immer zahlreiche Auftritte auf Mallorca und jeweils eine Wohnung in Deutschland und auf der spanischen Urlaubsinsel, betonte der Richter. "Sie haben einen auffällig luxuriösen Lebensstil", sagte er. Er schätzte daraufhin das Einkommen Müllers auf etwa 15.000 Euro pro Monat. Melanie Müllers finanzieller Abstieg Die neuen Details zu Müllers finanzieller Lage zeichneten jedoch ein anderes Bild. Die 37-Jährige gab am Montag vor Gericht an, derzeit bei einer Camping- und Gastronomie-GmbH angestellt zu sein und sich für 1.500 Euro im Monat um die Eventplanung zu kümmern. Aus Streamingdiensten habe sie im gesamten Jahr 2025 lediglich rund 50 Euro verdient. Die Zeiten, in denen sie zahlreiche Auftritte im In- und Ausland hat, seien vorbei. Sie lasse sich inzwischen von ihrem neuen Partner und ihren Eltern finanziell unterstützen, sagte Melanie Müller dem Richter. Der Abstieg der einstigen Dschungelkönigin wirkt erschreckend: Melanie Müller hatte 2014 die achte Staffel der RTL-Dschungelshow "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" gewonnen und danach noch in zahlreichen weiteren TV-Formaten Aufsehen erregt. Auch als Schlagersängerin machte sie Karriere, trat auf Mallorca und bei gebuchten Veranstaltungen auf.














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