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"Sturm der Liebe"-Star Tanja Lanäus über schweren Unfall

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Ein Urlaub am Gardasee endete für die "Sturm der Liebe"-Darstellerin im Krankenhaus. Auch Monate später hat Tanja Lanäus noch mit den Folgen zu kämpfen. Es sollte ein unbeschwertes Wochenende in Italien werden. Tanja Lanäus war in bester Laune auf dem Weg zu einem Junggesellinnen-Abschied, als das Unglück passierte: Die Schauspielerin stolperte auf einer Treppe und stürzte schwer und schlug mit dem Hinterkopf, Nacken und Rücken auf den harten Betonboden auf. "Ich lag in einer großen Blutlache und konnte mich überhaupt nicht bewegen. Ich habe richtig gespürt, wie mein gesunder Körper auf einen Schlag völlig zerschmettert war", erinnert sich Tanja Lanäus, die Yvonne Klee in der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" spielt, im Gespräch mit t-online an den Moment im Frühjahr 2025 zurück. t-online: Frau Lanäus, Sie sind vergangenes Jahr schwer gestürzt. Was ging Ihnen in dem Moment als erstes durch den Kopf? Tanja Lanäus: Als ich den Blick meines Mannes sah, wusste ich sofort: Es ist sehr schlimm. Ich war total schockiert und hatte auch Angst. Trotzdem war ich im Kopf ganz klar und wusste, dass ich schnell Dinge regeln und vor allem meinen Mann beruhigen muss. Es hat ewig gedauert, bis der Notarzt kam. Was passierte dann? Im Krankenhaus stellte sich dann heraus, dass ich links oben im Nacken eine starke Schwellung hatte. Der Atlaswirbel, der den Schädel hält, war so verkantet und verschoben, dass man nicht erkennen konnte, ob er gebrochen war. Im Brustwirbelbereich hatte ich vier Wirbel hintereinander gebrochen – auch dort wusste man nicht sofort, ob es Trümmerbrüche oder 'nur' Haarrisse waren. Ich stand unter starken Schmerzmitteln, hing 48 Stunden am Morphintropf und wusste zunächst nicht, ob ich vielleicht ein Pflegefall werde. Das war wirklich hart. Und weil ich nicht transportfähig war, musste ich noch eine Woche im Krankenhaus in Rovereto am Gardasee bleiben. Wie ging es danach weiter? Ich habe mich wirklich zurückgekämpft. Ich musste das Laufen neu lernen, die richtige Atmung üben und als Allergikerin sogar lernen, das Niesen zu unterdrücken – mit den Schmerzen in den Wirbeln war das einfach unmöglich. Ich hatte sehr viel Physiotherapie, habe zu Hause Übungen gemacht und wurde immer wieder gescannt, um den Fortschritt zu kontrollieren. Wer hat Sie in dieser Zeit unterstützt? Meine Familie musste alles übernehmen. Ich konnte mich weder nach vorne, nach hinten noch nach unten beugen. Ich hatte sogar eine verlängerte Grillzange, mit der ich Dinge vom Boden aufheben konnte, wenn mir etwas herunterfiel. Zusätzlich habe ich meine Fußsohlen manchmal mit etwas Spucke befeuchtet, um zum Beispiel Papier vom Boden aufheben zu können. Not macht einfach erfinderisch – da kommt man auf die verrücktesten Ideen. Ich möchte jedem sagen, wie wichtig es ist, positiv zu bleiben und nicht in Selbstmitleid zu versinken. Wie gelingt das? Man muss sich sagen: 'Ich schaffe das!' Und dann schafft man es auch. Ich habe außerdem eine wunderbare Familie. Mein Sohn, meine Tochter und mein Mann standen voll hinter mir. Auch Freunde und Nachbarn haben mir geholfen. Man muss aber auch bereit sein, Hilfe anzunehmen – und das war für mich nicht leicht. Welche beruflichen Auswirkungen hatte das für Sie? Ich hätte eigentlich zwei Tage nach dem Unfall drehen sollen – was natürlich unmöglich war. Als Schauspielerin war es für mich wichtig zu wissen, dass die Produktion hinter mir steht und mich nicht einfach aus dem Drehbuch streicht. Johannes Huth hat mich als Yvonne Klee in meiner Genesungszeit vertreten und ist dafür wieder in die Rolle des Gerry Ceylan geschlüpft. Wie lange mussten Sie bei "Sturm der Liebe" pausieren? Ich habe etwa zwei Monate pausiert und dann viel früher wieder angefangen, als die Ärzte mir geraten hatten. Aber die Produktion hat mir einen sanften Wiedereinstieg ermöglicht und mich nie länger als zwei bis drei Szenen am Tag drehen lassen. Außerdem trug ich die ganze Zeit mein Korsett. Mein Mann hat mich zum Set gefahren und war ständig an meiner Seite. Denken Sie nach solch einem Vorfall anders über das Leben nach? Ich war schon immer ein sehr dankbarer Mensch, denn das Leben hat mich immer beschenkt. Jetzt bin ich noch dankbarer. Ich genieße den Moment viel bewusster und freue mich, ohne Schmerzen lachen zu können. Das Leben genieße ich noch viel mehr als vorher, weil ich weiß, dass es von jetzt auf gleich schnell vorbei sein kann. Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Früher dachte ich, ich müsse unbedingt noch eine große Amerikareise machen oder in die Karibik fliegen. Heute sehe ich das anders. Ich muss keine einzelnen Punkte auf einer Liste abhaken. Für mich ist es wichtiger, die Zeit intensiv zu nutzen – zum Beispiel mit meinen Kindern.














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