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E-Auto-Förderung: Experte Dudenhöffer fürchtet Nachteile für Kunden

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Elektroautos gewinnen am Markt zunehmend an Bedeutung. Experte Ferdinand Dudenhöffer warnt: Staatliche Prämien könnten kontraproduktiv wirken. Mit einer neuen Kaufprämie will die Bundesregierung den Absatz von Elektroautos steigern . Die Förderung soll den zuletzt stockenden Markt wieder in Schwung bringen – trotz deutlich steigender Marktanteile von E-Autos. Doch der Automobilökonom Ferdinand Dudenhöffer hält davon wenig. Er spricht von "Mitnahme-Effekten" und einem "ökonomisch sinnlosen" Eingriff in den Markt. Die Prämie komme nicht nur zu spät, sondern wirke in mehrfacher Hinsicht kontraproduktiv. "Ökonomisch macht eine Förderprämie keinen Sinn und beansprucht nur unnötigerweise den Staatshaushalt", so das Zwischenfazit. Der Preis regelt den Markt Eine Auswertung der Transaktionspreise – also der Preise, die Käufer real nach Abzug aller Rabatte zahlen – zeigt laut Dudenhöffers Institut einen klaren Trend: Der Preisabstand zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen ist in den vergangenen zwei Jahren massiv geschrumpft. Lag er 2024 noch bei durchschnittlich 7.321 Euro, betrug er im Dezember 2025 nur noch 1.340 Euro. Die Preisunterschiede zwischen E-Autos und klassischen Antrieben verschwinden demnach Stück für Stück – vor allem durch Rabatte, neue Modelle und den Markteintritt internationaler Anbieter. "Und dieser Prozess geht mit chinesischen Anbietern , die sich erst langsam im Markt entwickeln, und neuen Elektroautos, wie etwa dem VW ID. Polo , der im Jahr 2026 auf den Markt kommt, weiter." Auch bei den Marktanteilen zeigt sich Bewegung. So stieg der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen laut den monatlichen Erhebungen des Instituts von 13,5 Prozent im Jahr 2024 auf 22,2 Prozent im Dezember 2025. Die Entwicklung sei also bereits im Gange – eine zusätzliche Förderung aus Steuermitteln erscheine daher überflüssig. Rabatte statt Prämien: Der eigentliche Preistreiber Ein weiterer Aspekt: Die aktuellen Preisnachlässe auf Elektroautos sind laut Dudenhöffer bereits hoch. "Im Dezember hatten wir sehr hohe Rabatte von 19,3 Prozent im Mittel." Mit dem Wiedereinstieg des Staates befürchtet der Autoexperte, dass sich daran etwas ändern könnte – zum Nachteil der Kunden. "Die Prämie erlaubt, die Rabatte zu kürzen, sprich: Die Prämie motiviert zu Mitnahme-Effekten." Mit anderen Worten: Die Hersteller könnten den staatlichen Zuschuss nutzen, um eigene Nachlässe zurückzufahren – und die Preise dadurch auf hohem Niveau stabilisieren. Die Wirkung der Prämie sei daher begrenzt: "Zusammengefasst: Die Prämie wirkt wenig. Mitnahme-Effekte und ein kleines Strohfeuer sind zu erwarten." Auch andere Beobachter sehen offene Fragen: Der ADAC befürwortet die Prämie zwar, fordert aber ein vereinfachtes, zweistufiges Antragsverfahren für die Prämie, um Käufern mehr Planungssicherheit zu geben. Der Verband der Automobilhändler (VAD) kritisiert die Förderung als Strohfeuer und hält sie für ungeeignet, die Nachfrage nachhaltig zu stärken. Statt Prämien fordert der Verband gezielte Investitionen in die Ladeinfrastruktur und günstigere Stromtarife für E-Autofahrer. Der Verkehrsclub VCD fordert, dass auch gebrauchte Fahrzeuge gefördert werden und kritisiert, das auch Plug-in-Hybride gefördert werden – sie seien eine Mogelpackung und stoßen im Alltag deutlich mehr CO2 aus als angegeben. Kaum Wirkung für den Standort Deutschland Mit Blick auf den heimischen Arbeitsmarkt sieht Dudenhöffer keinen Gewinn. "Die Prämie mit einer Höhe von 3.000 Euro hilft bei dem Käufer eines Audi , Mercedes, BMW oder gar Porsche wenig bis gar nichts." Und solche Fahrzeuge werden in Deutschland gebaut – Kleinwagen vielmehr im günstigeren Ausland. Die Konsequenz: "Eine Strukturhilfe für die Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie ist nicht zu erwarten. Die Jobs im Ausland werden gestärkt." Widersprüchliche Signale aus der Politik Dass die Bundesregierung mit ihrer Prämie einen klaren Kurs verfolgt, bezweifelt der Experte. Im Gegenteil: Die politischen Botschaften seien widersprüchlich. "Auf der einen Seite kämpfen der Kanzler und große Teile der CDU und CSU um die Aushebelung des Verbrenner-Verbots. Dem Verbrenner wird eine Zukunft geschaffen, das Elektroauto eingekürzt." Die neue Kaufprämie stehe daher im Widerspruch zur übrigen Regierungsstrategie: "Der Prämien-Gedanke 'verpufft' durch Widersprüchlichkeit der Bundesregierung. Es wird in der Summe erneut sehr ineffizient mit Steuermitteln umgegangen." Wettbewerbsfähigkeit bleibt das größere Problem Die strukturelle Schwäche des Standorts Deutschland könne durch die neue Förderung nicht gelöst werden – im Gegenteil. "Das Umgekehrte ist der Fall. Der Staat verteilt Fördergeschenke, die den Staatshaushalt belasten." Sein Gesamturteil fällt klar aus: "Wir haben uns verfangen und verknotet und gehen am wichtigsten Problem Deutschlands, der sehr schlechten Wettbewerbsfähigkeit, vorbei."














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