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Nato: Pistorius verteidigt Bundeswehr gegen Kritik von Trump

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US-Präsident Trump hat die Gefallenen der Nato-Partner in Afghanistan und Irak herabgewürdigt. Der Verteidigungsminister stellt sich nun vor die Truppe. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die Bundeswehr gegen Unterstellungen von US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz verteidigt. "Unsere Bundeswehr stand bereit, als unsere amerikanischen Verbündeten nach dem islamistischen Terroranschlag von 2001 um Unterstützung gebeten haben", sagte der SPD-Politiker der "Bild". "Für diesen Mut und den hochprofessionellen Einsatz ist Deutschland unserer Bundeswehr sehr dankbar." "Absolute Beleidigung": Trump erzürnt Bündnispartner Newsblog zur US-Politik : Alle Entwicklungen im Überblick Trump hatte im Sender Fox News erneut behauptet, dass die USA die Nato nie gebraucht hätten. Mehrere andere Nato-Staaten hätten zwar nach dem 11. September 2001 Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch "ein wenig" zurück geblieben, "etwas abseits der Frontlinien", sagte Trump. Pistorius betonte hingegen, deutsche Soldatinnen und Soldaten seien 19 Jahre lang in Afghanistan im Einsatz gewesen. "Sie haben ihren Auftrag unter höchsten Gefahren für Leib und Leben und unter extremen Bedingungen erfüllt." Dafür habe Deutschland einen hohen Preis gezahlt: "59 Soldaten und drei Polizisten sind in Gefechten, durch Anschläge oder Unfälle ums Leben gekommen. Zahlreiche Verwundete leiden bis heute unter den Verletzungen aus dieser Zeit." Nur für die USA aktivierte die Nato ihre Beistandsklausel Der Verteidigungsminister versprach: "Wir werden den Einsatz und Mut unserer Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan in Ehren halten. Ganz egal, von wem das in Frage gestellt wird. Sie sind nie vergessen." Nach den islamistischen Terroranschlägen am 11. September 2001 hatten die USA Artikel Fünf des Nato-Vertrags aktiviert, um Beistand ihrer Verbündeten zu bekommen. Dies führte dazu, dass Deutschland und andere Nato-Staaten wie Großbritannien sich am Krieg gegen die Taliban und die Terrororganisation Al-Kaida beteiligten. Es war das erste und einzige Mal in der Nato-Geschichte, dass ein solcher Bündnisfall ausgerufen wurde. Auch der Wehrbeauftragte Henning Otte (CDU) zeigte sich konsterniert. Er betonte, Deutschland habe gemeinsam mit vielen Nato-Verbündeten nach dem 11. September an der Seite der USA gestanden. Auch er erinnerte an Tote und Verwundete. "Diese Einsatzbereitschaft wurde von unseren amerikanischen Freunden stets anerkannt", sagte er "Bild". "Umso unverständlicher ist Präsident Trumps Aussage – ob aus politischem Kalkül oder aus Unkenntnis."














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