Sly Dunbar ist tot: Er prägte Rolling Stones und Co.
Mit der Band Sly & Robbie prägte er den Reggae und Sound Jamaikas. Musikgrößen wie die Rolling Stones arbeiteten mit Sly Dunbar zusammen. Jetzt ist er gestorben. Der jamaikanische Musiker und zweifache Grammy-Gewinner Sly Dunbar ist tot. Der Schlagzeuger des legendären Reggae-Duos Sly & Robbie starb im Alter von 73 Jahren zu Hause in der Hauptstadt Kingston, wie das Kulturministerium von Jamaika mitteilte. Dunbar sei ein "wahrlich begabter und bemerkenswerter Musiker" und "einer der größten Schlagzeuger überhaupt" gewesen, erklärte Ministerin Olivia Grange. Sein Tod sei ein großer Verlust für die Musik. Dunbars langjährige Ehefrau Thelma bestätigte der lokalen Zeitung "Jamaica Gleaner" den überraschenden Tod ihres Mannes am Montag. "Gegen 7 Uhr am Morgen ging ich ihn wecken und er reagierte nicht, ich rief den Arzt – und das waren die Neuigkeiten", sagte sie der Zeitung unter Tränen. "Ich wusste, er war krank ... Aber ich wusste nicht, dass er so krank war." Familie würdigt außergewöhnliches Talent Als eine Hälfte von Sly & Robbie habe Dunbar den Sound von Reggae und jamaikanischer Musik für Generation geprägt, hieß es in einer Stellungnahme der Familie, welche dem US-amerikanischen Portal TMZ vorlag. "Sein außergewöhnliches Talent, seine Innovation und seine Beiträge werden nie in Vergessenheit geraten." Im Duo mit dem 2021 verstorbenen Robbie Shakespeare und als Mitgründer des Labels Taxi habe Dunbar einige der besten Musikwerke des Karibikstaates mitproduziert, erklärte Jamaikas Kulturministerin. Sly & Robbie waren demnach nicht nur bei anderen Künstlern der Insel gefragt, sondern wirkten auch bei vielen internationalen Größen als Unterstützung, darunter Bob Dylan und Bands wie No Doubt, den Rolling Stones und den Fugees. Wie nachhaltig Dunbar die Reggae-Szene prägte, lässt sich allein an den 13 Grammy-Nominierungen von 1981 bis 2013 ablesen. Zweimal – 1985 und 1999 – gewann er die Trophäe für gemeinsame Projekte mit Shakespeare.