Добавить новость
smi24.net
World News in German
Январь
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29
30
31

Bafin setzt Fokus: Diese drei Themen werden 2026 wichtig

0
In ihrem Jahresbericht 2026 nimmt sich die Finanzaufsicht den Verbraucherschutz vor: Es gebe drei besonders große Risiken für Verbraucher, über die sie besser aufklären will. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) möchte Verbraucher besser über finanzielle Risiken aufklären und hat dazu in ihrem Jahresbericht für 2026 drei konkrete Bereiche ausgearbeitet, die besonders im Fokus stehen sollen. Zum einen geht es um Verbraucherkredite und insbesondere "Buy now, pay later" (BNPL, steht für: jetzt kaufen, später bezahlen), über deren Nachteile Verbraucher nach Ansicht der Bafin nicht gut genug aufgeklärt seien. Des Weiteren warnt die Behörde vor sogenannten "Finfluencern", also Nutzern in sozialen Medien, die Finanztipps geben. In Fällen, in denen es zu konkreten Empfehlungen für Anlageprodukte geht, will sie künftig genauer hinsehen und gegebenenfalls einschreiten. Zuletzt nennt die Bafin kapitalbildende Lebensversicherungen als Risiko für Verbraucher, da es einige Produkte gebe, die "keinen angemessenen Kundennutzen" bieten. Buy now, pay later: Verbraucher kennen Risiken nicht genug In ihrem jährlichen Bericht weist die Bafin zum ersten Mal die Verbraucherrisiken gesondert aus. Doch der Verbraucherschutz ist schon immer Teil des Aufgabenprofils der Finanzaufsichtsbehörde. Auf der Webseite der Bafin können Privatleute jederzeit Warnungen einsehen und selbst Hinweise über mögliches missbräuchliches Verhalten einreichen. In diesem Zusammenhang kritisiert die Bafin schon lange BNPL-Angebote. Im neuen Jahresbericht warnt sie nun, dass die Zahl der überschuldeten Verbraucher 2025 erstmals seit 2018 gestiegen sei . Gleichzeitig sei auch die Zahl der Ratenkreditverträge seit 2020 um 50 Prozent gestiegen. "Schuldenaufnahme für den Erwerb von Konsumgütern und -dienstleistungen scheinen für Verbraucherinnen und Verbraucher immer üblicher zu werden. Für die Prüfung von Kreditkonditionen ist Finanzkompetenz unerlässlich. Die Bafin sieht es aus Verbraucherschutzsicht als problematisch an, dass es vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern gerade daran fehlt", schreibt die Behörde. Umfragen haben demnach ergeben, dass Verbraucher die Vorteile von Kreditkarten und BNPL sehr gut kennen, bei den Risiken aber größere Wissenslücken aufweisen. Eine neue europäische Verbraucherkreditrichtlinie soll noch 2026 vorgelegt werden und viele Probleme angehen. So könnten Verbraucher künftig erst einer Kreditwürdigkeitsprüfung unterzogen werden, bevor sie BNPL nutzen können. Die Bafin zweifelt in ihrem Bericht jedoch an, dass das ausreichend vor Impulskäufen schützt. 2026 wird sie daher die Situation weiter beobachten und genau prüfen, wie BNPL-Anbieter die neue Richtlinie umsetzen. "Sollten bei der Umsetzung der verschärften Regelungen Defizite auftreten, wird die Bafin im Einzelfall Maßnahmen ergreifen." Finfluencer können mit der Bafin rechnen Gegen Finfluencer will die Aufsichtsbehörde im Zweifel ebenfalls vorgehen. "Auch Finfluencer müssen mit uns rechnen", sagte Bafin-Präsident Mark Branson in Frankfurt bei der Vorstellung des Jahresberichts. "Wir beaufsichtigen sie nicht direkt. Sie können jedoch unter aufsichtsrechtliche Vorgaben fallen, wenn sie Anlagebetrug begehen oder Empfehlungen für Anlagen aussprechen." Umfragen zufolge sehen gerade jüngere Menschen Finfluencer, die sich auf Social-Media-Kanälen wie YouTube, Instagram und TikTok über Finanzthemen auslassen, als wichtige Informationsquelle. "Manche Finfluencer informieren fundiert und seriös. Aber es gibt auch Scharlatane und Menschen mit fragwürdigen Motiven", sagte Branson. Verlockende Angebote und leere Versprechen seien "besonders oft im Kryptobereich zu finden". Die Kurse von Kryptowerten wie Bitcoin und Ether schwanken stark, Kritiker warnen regelmäßig vor Spekulationsblasen. "Kryptowerte sind auch bei Kleinanlegerinnen und -anlegern sehr beliebt. Wenige Klicks und das Geld ist investiert. In einen Kryptowert, den man manchmal kaum versteht. Getrieben von dem Gefühl, etwas zu verpassen, wenn man nicht dabei ist", führte Branson aus. "Ich will niemandem verbieten, ins Casino zu gehen. Aber man sollte genau wissen, was man tut, wenn man sich an den Spieltisch setzt", betonte der Bafin-Präsident. Wer in Bitcoin und Co. investiert, bleibt in der Regel anonym. Branson sieht auch das kritisch: "Um es klar zu sagen: Der wachsende Krypto-Markt ist ein Einfallstor für Finanzkriminalität." Um einen besseren Überblick über die Finanzbildung der Verbraucher in diesem Bereich zu erhalten, will die Bafin 2026 eine Befragung starten. Außerdem möchte sie ihre verfügbaren Informationen zu Kryptowerten ausbauen, mehr Informationsveranstaltungen und Webinare anbieten und so in Kontakt mit Verbrauchern treten. In diesem Zusammenhang will sie ein "stichprobenartiges Marktscreening bei ausgewählten deutschsprachigen Finfluencern auf den Social-Media-Kanälen YouTube und Instagram" durchführen. Private Rente im Fokus: Lebensversicherung muss Kundennutzen dienen Zuletzt warnt die Bafin in ihrem Bericht vor unnützen Lebensversicherungen, die oft als private Altersvorsorge verkauft werden . "Das Aufsichtsrecht verlangt, dass kapitalbildende Lebensversicherungen einen angemessenen Kundennutzen bieten müssen. Die Kosten dürfen die Rendite der Produkte nicht zu sehr schmälern", schreibt die Behörde. Versicherer haben auch die Aufgabe, sicherzustellen, dass ein Produkt während der gesamten Laufzeit die angegebenen Bedürfnisse erfüllt. "Bei einem auf die Kapitalbildung ausgerichteten Versicherungsprodukt steht dabei natürlich die Rendite im Fokus". Genau in diesem Bereich hat die Bafin allerdings vor allem in den Jahren 2021 und 2022 erhebliche Mängel festgestellt und ihre Aufsichtstätigkeiten im Bereich Versicherungen deutlich ausgebaut. 2025 konnte sie feststellen, dass die Zahl der Lebensversicherer, die für Kunden unrentable Produkte anbieten, gesunken war. In einigen Fällen sei die Bafin aktiv geworden und Anbieter hätten Produkte vom Markt genommen. Auf diese Erfolge soll 2026 aufgebaut werden: Bei einigen Lebensversicherern wird das Produktvergabeverfahren überprüft, bei anderen soll untersucht werden, ob Provisionen und Vermittlungsgebühren falsche Anreize setzen. Finanzmärkte vor möglichem Börseneinbruch Im Vorwort des Berichts betont die Bafin, dass die hier Genannten zu den Risiken gehört, die sie als besonders wichtig einstuft. Und sie erwartet, dass insbesondere die Bereiche BNPL und Finfluencer an Bedeutung gewinnen werden. Ganz grundsätzlich warnt die Finanzaufsicht vor einem Börseneinbruch , der jederzeit und plötzlich eintreten könnte. Die gute Stimmung an den Märkten blende stabilitätsbedrohende Faktoren wie militärische und handelsbezogene Konflikte und die hohe Verschuldung wichtiger Industrienationen aus. Zudem bleibe offen, ob der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) nachhaltig sei . Bafin-Präsident Mark Branson sprach von einer gefährlichen Mischung: "Das Risiko steigt, dass die Finanzstabilität einen Härtetest bestehen muss. Das Potenzial für plötzliche Markt- und Preiskorrekturen ist hoch."














Музыкальные новости






















СМИ24.net — правдивые новости, непрерывно 24/7 на русском языке с ежеминутным обновлением *