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Январь
2026

Auto-Nutzung im Alltag: So viele Deutsche können laut Umfrage verzichten

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Bus und Bahn reichen derzeit nicht: Viele Menschen in Deutschland fühlen sich ohne eigenes Auto eingeschränkt, zeigt eine aktuelle Umfrage. Das Auto bleibt das Rückgrat der Alltagsmobilität in Deutschland – auch im Jahr 2026. Eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag von mobile.de unter 3.006 Deutschen zeigt: Mehr als 80 Prozent der Befragten fühlen sich ohne eigenes Auto in ihrem Alltag eingeschränkt. Besonders in ländlichen Regionen ist der Pkw kein Komfort, sondern Notwendigkeit. Selbst in Städten wie Berlin oder Hamburg geben über die Hälfte an, ohne Auto deutlich an Mobilität zu verlieren. Gründe dafür sind fehlende Alternativen, lange Wege – und ein Alltag, der sich oft nicht mit dem Takt des ÖPNV vereinbaren lässt. Wie autonomes Fahren künftig diese Herausforderung bewältigen kann, muss noch beantwortet werden . Auto als Alltagsbegleiter Für viele Menschen in Deutschland ist der eigene Pkw vor allem eines: ein Werkzeug. 87,3 Prozent der Befragten nutzen ihn für Einkäufe und Besorgungen, 77,4 Prozent für private Termine wie Arztbesuche. Auch Freizeitaktivitäten (73,3 Prozent), der Arbeitsweg (53,1 Prozent) und Urlaubsreisen (46,6 Prozent) sind häufige Anlässe für die Nutzung. Über ein Drittel (37,3 Prozent) fährt täglich mit dem Auto, in Flächenländern wie Thüringen, dem Saarland oder Rheinland-Pfalz liegt dieser Anteil sogar über 40 Prozent. In den Stadtstaaten zeigt sich ein anderes Bild: In Berlin geben nur 23,6 Prozent an, das Auto täglich zu nutzen, in Hamburg sind es sogar nur 15,3 Prozent. Dennoch: Auch in Großstädten fühlen sich viele ohne Auto eingeschränkt – in Berlin sind es 63,4 Prozent, in Hamburg 59,5 Prozent. Zeitfalle Nahverkehr Laut Deutschlandatlas des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) pendelten im Jahr 2023 rund 20,5 Millionen Menschen – fast 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Die durchschnittliche einfache Pendelstrecke lag bei 17,2 Kilometern, in ländlichen Regionen deutlich höher. Etwa ein Fünftel der Pendelnden fuhr über 30 Kilometer, elf Prozent sogar mehr als 50 Kilometer pro Strecke. Laut Umfrage sind 51 Prozent der befragten Berufstätigen innerhalb von 10 bis 30 Minuten am Arbeitsplatz, 20,5 Prozent brauchen sogar weniger als zehn Minuten. Nur 5,4 Prozent sitzen länger als eine Stunde im Auto. Im öffentlichen Nahverkehr sieht das anders aus: Fast ein Drittel (30,5 Prozent) der Befragten braucht mit Bus und Bahn über eine Stunde zur Arbeit, weitere 29,9 Prozent zwischen 31 und 60 Minuten. Lediglich 7,1 Prozent schaffen es mit dem ÖPNV in unter zehn Minuten zum Arbeitsplatz. Sozialleben auf Rädern Auch soziale Kontakte sind für viele Menschen mit dem Auto verbunden. 78,8 Prozent der Befragten nutzen es, um Freunde oder Familie zu besuchen. Ohne Auto wären diese Ziele für 57,9 Prozent schwer oder gar nicht erreichbar. Tagesausflüge (73,6 Prozent) oder Veranstaltungen (ebenfalls über 70 Prozent) gehören ebenso dazu. Regional zeigt sich eine unterschiedliche Gewichtung: In Rheinland-Pfalz sagen 68,9 Prozent, dass Ausflüge und Veranstaltungen ohne Auto kaum machbar sind. In Sachsen betrifft das vor allem Urlaubsreisen, während im Saarland 80,7 Prozent den Pkw als unverzichtbar für Besuche bei Freunden und Familie sehen. Verzicht aufs Auto? Gefragt danach, ob sie sich grundsätzlich vorstellen können, auf ein Auto zu verzichten, sagten 55,3 Prozent, das sei auf keinen Fall denkbar. 26,8 Prozent sehen es als Option, wenn es Alternativen gäbe. Und immerhin 15 Prozent halten den Verzicht für sehr wahrscheinlich. Am ehesten können die Bewohner der Metropolen verzichten, während die Menschen in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und im Saarland mit jeweils mehr als 60 Prozent nicht aufs Auto verzichten können. Die Zahlen zeigen eine deutliche Tendenz: Das Auto ist für viele Menschen in Deutschland ein fester Bestandteil ihres Alltags – nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch in Ballungsräumen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Pendlerinnen und Pendler seit Jahren, während sich Wege verlängern und die Verkehrsinfrastruktur vielerorts nur langsam angepasst wird.














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