Hamburger Atlantic-Hotel: Verfolgungsjagd endet tödlich
Die Polizei will ein Auto kontrollieren. Statt anzuhalten, gibt der Fahrer Gas. Kurz darauf kommt es zu einem tragischen Unfall. In der Hamburger Innenstadt ist eine Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und dem Fahrer eines BMWs am Samstag gegen 6.20 Uhr vor dem berühmten Hotel Atlantic tödlich geendet. Eigentlich sei es nur um eine routinemäßige Verkehrskontrolle gegangen, erklärte ein Sprecher der Polizei Hamburg t-online. Doch wenige Minuten später habe der Beifahrer des BMWs um sein Leben gekämpft. Demnach hätten die Polizisten den Fahrer des Wagens zunächst mehrmals zum Anhalten aufgefordert. Der Mann soll die Anhaltesignale allerdings ignoriert und mit hoher Geschwindigkeit zur Flucht angesetzt haben, erklärte der Sprecher weiter. "Völlig deformiertes Fahrzeug": Autofahrer sieht Wrackteile – trauriger Fund im Unterholz Bluttat in Nachbarland: Mutter ersticht offenbar elfjährigen Sohn Auf Höhe der Kennedybrücke vor dem Hotel Atlantic habe der Fahrer dann zum Überholen angesetzt. Dabei soll er in den Gegenverkehr gefahren und dort mit einem entgegenkommenden Mercedes-Transporter frontal kollidiert sein. BMW-Insassen schwebten in Lebensgefahr Während der Fahrer des Transporters dabei nur leicht verletzt worden sei, hätten die beiden BMW-Insassen weitaus schwerere Verletzungen erlitten. "Beide schwebten in Lebensgefahr", stellte der Sprecher klar. Der Beifahrer hätte deshalb noch vor Ort von Polizeibeamten reanimiert werden müssen. Beide seien daraufhin in ein Krankenhaus geliefert worden. "Der Beifahrer musste während der Fahrt weiter durch die Rettungskräfte reanimiert werden", so der Beamte zu t-online. Dort habe er den Kampf dann aber verloren. Zum Gesundheitszustand des Fahrers gebe es bislang keine weiteren Details, führte er aus. Warum die beiden Männer vor der Polizei flohen, ist unbekannt. Anhaltspunkte, dass sie etwa illegale Substanzen im Auto gehabt hätten, habe es demnach nicht gegeben. "Wir konnten keine Drogen oder Ähnliches finden." Nun werde untersucht, ob sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden haben. "Noch ist aber nichts gesichert", so der Sprecher. Zum Alter der BMW-Insassen und zu der Frage, ob sie bereits polizeibekannt sind, machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.