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Brauchtum: Schweizer Brandkatastrophe schärft Kölner Blick für Karneval

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Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana bekommt das Thema Sicherheit im Kölner Karneval neues Gewicht - denn volle Bars gibt es auch dort. Stadt und Polizei stellen ihr Konzept vor.

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana richtet Köln an den Karnevalstagen ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit in den Gaststätten. Man habe in Gesprächen mit Verbandsvertretern und Gastronomen noch einmal auf die Umstände hingewiesen, die zu dem Unglück in der Schweiz mit 41 Brandopfern geführt hätten, teilte der Leiter des Kölner Ordnungsamts, Dirk Käsbach, mit. "Das konnte man natürlich sehr plastisch noch mal darstellen", sagte er. "Das hat die Feuerwehr auch gemeinsam mit uns noch mal getan."

Der Höhepunkt der Karnevalszeit beginnt in Köln an Weiberfastnacht (12. Februar). Hunderttausende Menschen werden dann auf den Beinen sein. Party-Hotspots auf den Straßen und in den Kneipen sind Jahr für Jahr rasch proppenvoll. Um den Ansturm zu bewältigen, schickt das Ordnungsamt bis zu 400 Mitarbeiter und rund 2600 Sicherheitskräfte von externen Dienstleistern in den Einsatz. Die Polizei setzt bis zu 1500 zusätzliche Beamte ein. Zuletzt hatte es in Köln eine Debatte um Worte von Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) gegeben. Er hatte gesagt, dass man Feierlichkeiten nicht in eine "Ballermannisierung laufen lassen" dürfe.

Mit dem Feuer in Crans-Montana, bei dem in einer Bar funkensprühende Partyfontänen in der Neujahrsnacht einen Brand auslösten, habe das Thema Sicherheit in Gaststätten "noch mal eine ganz besondere Bedeutung bekommen", sagte Ordnungsamtsleiter Käsbach. Es sei ohnehin schon immer Teil der Arbeit der Sicherheitsbehörden gewesen - aber es sei auch deutlich geworden, was passieren könne, wenn notwendige Sicherheitsmaßnahmen ausblieben.

"So ruhig oder so unruhig wie die letzten Jahre auch"

Es sei beispielsweise "keine bloße Schikane", wenn leicht entflammbare Materialien in Gaststätten verboten seien. Das betreffe - gerade an Karneval - auch Dekoration, sagte Käsbach. Auch ein verschlossener Rettungsausgang sei"kein Kavaliersdelikt". 

Das Kölner Ordnungsamt kündigte dazu Kontrollen und auch "präventive Ansprachen" an. Sein Eindruck sei aber, dass das Thema in der Gastronomie nicht auf die leichte Schulter genommen werde. Die Gastronomen arbeiteten mit daran, ein sicheres Feiern zu ermöglichen.

Die Polizei stufte die Sicherheitslage an den Karnevalstagen als "nach wie vor abstrakt hoch" ein. Es gebe keine konkreten Warnungen, etwa vor geplanten Attacken auf Menschenansammlungen, sagte der Kölner Polizeidirektor Martin Lotz. Rechnen müsse man aber mit allem. "Im Moment ist es so ruhig oder so unruhig wie die letzten Jahre auch", sagte er.















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