Eintracht Frankfurt: Trainer Riera trotz Remis zufrieden mit Debüt
Mehr als 80 Minuten passiert wenig. Dann nimmt die Premiere von Albert Riera als Frankfurter Trainer Fahrt auf. Die Defensive steht sicherer, es gibt für die Eintracht trotzdem nur einen Punkt. Eintracht Frankfurt hat beim Debüt des neuen Trainers Albert Riera ein 1:1-Unentschieden beim 1. FC Union Berlin geholt. Die Hessen bleiben damit auch im neunten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg. Lange Zeit passierte wenig im Stadion An der Alten Försterei. Erst in der 84. Minute brachte Nathaniel Brown die Frankfurter mit 1:0 in Führung. Die Freude währte allerdings nur kurz. Nach Gelb-Rot für Oscar Höjlund wegen wiederholten Foulspiels verwandelte Leopold Querfeld in der 87. Minute einen Elfmeter zum 1:1-Ausgleich für die Berliner. Riera stellte sich trotz des Platzverweises hinter seinen Spieler. "Ich liebe meine Spieler, ich muss sie unterstützen", sagte der Trainer. Es gehe ihm nicht darum, Profis bei Fehlern "zu bestrafen", sondern ihnen Lösungen mitzugeben. Götze & Co. zeigen offensiv wenig Immerhin konnte der neue Coach die mit 46 Gegentoren schlechteste Abwehr der Liga stabilisieren. Offensiv blieb Frankfurt jedoch weiterhin vieles schuldig. Der Spanier Riera agierte an der Seitenlinie aktiv, klatschte bei gelungenen Aktionen und dirigierte mit seinen Armen. "Vielleicht habe ich einen Zauberstab, aber glaubt mir, ich werde es schaffen", hatte der Mallorquiner vor dem Spiel selbstbewusst angekündigt. "Alles wird anders sein." Zauberfußball sahen die mitgereisten Eintracht-Fans nicht, aber ihr Team verteidigte besser. Mit seinem Debüt zeigte sich der 43-Jährige trotz des Ergebnisses zufrieden. "Ich achte nicht so sehr auf den Spielstand. Ich konzentriere mich darauf, viele gute Dinge zu tun, und bin mir sicher, dass sich das Ergebnis dann einstellen wird", sagte der Spanier nach der Partie. "Ich habe sehr viele gute Dinge gesehen." Auch Sportvorstand Markus Krösche, der Riera als Nachfolger von Dino Toppmöller verpflichtet hatte, sah erste Fortschritte. "Wir haben von hinten raus Fußball gespielt, haben viel Kontrolle gehabt und wenig Umschaltmomente zugelassen", meinte Krösche. Unterbrechung wegen Pyrotechnik Auch für Union Berlin war das Unentschieden kein Befreiungsschlag. Die Eisernen sind seit sechs Spielen ohne Sieg. Sie liegen weiterhin drei Punkte hinter der Eintracht zurück. Das Spiel war kurz nach Anpfiff für sechs Minuten unterbrochen worden. Heimfans hatten bei einer Choreo zum 60. Club-Geburtstag Pyrotechnik gezündet. Der Rauch behinderte die Sicht massiv. Die Partie hatte trotz schwieriger Wetterbedingungen mit Schneefall und gefrierendem Regen stattfinden können. Union-Fans hatten zuvor beim Beseitigen von Schnee und Eis im und um das Stadion geholfen.