Der neue Dschungelkönig bietet auch nach dem Finale Gesprächsstoff. In einem Interview spricht Gil Ofarim plötzlich über das Thema, das er zuvor vermieden hatte. Gil Ofarims Dschungelcamp-Sieg wird von anhaltenden Diskussionen begleitet. 2023 hatte der Sänger vor Gericht zugegeben, dem Leipziger Hotelangestellten Markus W. 2021 fälschlicherweise öffentlich Antisemitismus unterstellt zu haben. Eine öffentliche Entschuldigung im Dschungelcamp an sein Opfer blieb aus. Kürzliche Äußerungen Ofarims in der RTL-Show empfinden Kritiker nun zudem als Täter-Opfer-Umkehr und als Mangel an Reue. Markus W. reagierte in einem Interview ebenfalls den Dschungelcamp-Auftritt – darauf nimmt jetzt wiederum Ofarim Bezug. Kurz nach seiner Rückkehr nach Deutschland traf der 43-Jährige die "Exclusiv"-Moderatorin Rebecca Mir zum Interview. Dort äußerte er sich erstmals ausführlicher zu dem Vorfall. Zuvor hatte er bereits bei seinem Auftritt in der Sendung "Punkt 12" einen Satz gesagt, den viele schon im australischen Camp erwartet hatten: "Es tut mir leid!" Im Gespräch mit Rebecca Mir wurde er noch deutlicher. Er sagte: "Es tut mir leid, für alle Beteiligten, was war." Er könne die Zeit nicht zurückdrehen, betont er. Auf die Nachfrage, was in den vergangenen fünf Jahren sein größter Fehler gewesen sei, wird er konkret: "Gut, das ist sehr naheliegend. Die Art und Weise und das Video zu posten, auf jeden Fall." Rückblickend hätte er das Instagram-Video, in dem er 2021 den Hotelmitarbeiter öffentlich des Antisemitismus' beschuldigt hatte, nach eigenen Angaben besser gar nicht erst gedreht. Auch zur Frage, ob er sich mit Markus W., dem Hotelmitarbeiter, zusammensetzen würde, äußerte sich Ofarim im Interview: "Wenn er es wollen würde, würde ich es machen, kein Problem." Was er Markus W. sagen würde, ließ Ofarim offen: "Habe ich mir keine Gedanken gemacht, weiß ich nicht." Leser kritisieren RTL scharf: "Bravo, hier hat eine Täter-Opfer-Umkehr stattgefunden" "Weißt ja, wo die Kohle hingeht" Außerdem nahm er Stellung zu den Aussagen von Markus W. in der "Zeit". Unter anderem kritisierte letzterer darin, dass Ofarim sich als Opfer darstelle. Den Vorwurf griff auch Mir in dem Gespräch mit Ofarim auf und fragte nach, ob er sich tatsächlich als Opfer sehe. "Nein, ich spreche auch einfach nicht mehr darüber", so die Antwort. Zudem wies die Moderatorin Ofarim darauf hin, dass Markus W. nach eigenen Angaben noch auf die 20.000 Euro Schadensersatz, die bei einem Deal im Jahr 2023 ausgehandelt worden waren, wartet. In Bezug auf sein Dschungelcamp-Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro äußerte Ofarim dazu: "Na, dann weißt du ja, wo die Kohle hingeht." Er wisse jetzt, was er zu tun habe "und das tue ich auch", verspricht er. Ofarim fange laut eigenen Angaben nun von vorn an, "wirklich bei Null". Sein Dschungelcamp-Sieg sei für ihn unwirklich: "Ich kann es noch gar nicht greifen. Völlig verrückt, wie ein Fiebertraum."