Menschen halt inne: Dresden-Gedenken: Tausende bilden Menschenkette
Ein kleines Symbol mit großer Wirkung: Wenn sich die Einwohner von Dresden jedes Jahr am 13. Februar die Hand reichen, dann geht es nicht nur um die Erinnerung an eine Tragödie der Stadt.
Vereint im Gedenken und in der Hoffnung auf eine friedliche Welt: Mit einer Menschenkette haben Tausende in Dresden am Jahrestag der Zerstörung ihrer Stadt im Zweiten Weltkrieg ein Zeichen für Frieden und Versöhnung gesetzt. Pünktlich um 18.00 Uhr reichten sich Einwohner und Gäste der Stadt die Hand, während die Kirchenglocken in der Innenstadt läuteten.
Schon eine Stunde zuvor hatten sich viele Menschen vor dem Kulturpalast zu einem Bürgersingen unter Leitung von Philharmonie-Chordirektor Gunter Berger versammelt. Etwa 300 Menschen nahmen teil.
Dresdens Bürgermeister Jan Donhauser und seine Amtskollegin aus der britischen Partnerstadt Coventry, Lord Mayor Rachel Lancaster, hielten Grußworte. "Es steht heute über unserer Menschenkette als Zeichen, dass auch aus Zerstörung Versöhnung wachsen kann, wenn wir bereit sind, die Hand zu reichen", sagte Donhauser.
Die Menschenkette wird seit 2010 jedes Jahr am Jahrestag der Zerstörung Dresdens gebildet. Die Elbestadt war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Luftangriffen der Briten und US-Amerikaner schwer zerstört worden. Nach Recherchen einer Historikerkommission kamen bis zu 25.000 Menschen in einem Feuersturm ums Leben.
