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Im Interview zu "Star Trek: Starfleet Academy": Holly Hunter ist kein "Star-Trek"-Fan – und liebt ihre Rolle "gerade deshalb"

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In "Star Trek: Starfleet Academy" bei Paramount+ unterrichtet Holly Hunter die nächste Offiziers-Generation der Galaxie. Im Interview erzählt sie, warum sie die Serie persönlich so berührt – und sie erklärt, was sie sich für junge Menschen in unserer Welt wünscht.

Holly Hunter (67) gehört seit Jahrzehnten zu den außergewöhnlichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Die Oscarpreisträgerin ("The Piano") ist bekannt für ihre Intensität, ihre Verletzlichkeit und dafür, dass sie sich weigert, Figuren jemals eindimensional zu erzählen. Nach einer bewusst ruhigeren Phase vor der Kamera ist sie nun wieder präsenter – nicht laut, sondern reflektiert.

In "Star Trek: Starfleet Academy" (zu sehen auf Paramount+ und Sky Cinema) übernimmt Hunter nicht nur eine zentrale Rolle, sondern bringt genau das ein, was sie selbst auszeichnet: Haltung, Offenheit und den Mut zur Ambivalenz. Privat wie beruflich denkt sie lieber in Fragen als in Antworten.

teleschau: "Star Trek" feiert 60-jähriges Bestehen – und gleich zu Beginn von "Starfleet Academy" geht es um Kinder, die eine kaputte Welt erben. Hat Sie dieses Thema persönlich berührt?

Holly Hunter: Sehr. Vielleicht, weil ich mir diese Fragen selbst schon lange stelle. Wir leben in einer Zeit, in der sich vieles gleichzeitig verschiebt – politisch, gesellschaftlich, emotional. Dinge, die früher sicher wirkten, fühlen sich plötzlich brüchig an. Und irgendwann fragt man sich automatisch: Was geben wir eigentlich weiter? Nicht nur materiell, sondern an Haltung, an Offenheit, an Mut.

teleschau: Macht Ihnen dieser Gedanke eher Angst – oder gibt er Ihnen Hoffnung?

Hunter: Beides. Veränderung ist unbequem, manchmal schmerzhaft. Aber Stillstand empfinde ich heute als viel beängstigender. Ich glaube, wir erzählen solche Geschichten nicht, weil wir Antworten haben – sondern weil wir lernen wollen, Verantwortung zu übernehmen, wenn alte Antworten nicht mehr funktionieren.

teleschau: Hat das auch mit Ihrer eigenen Haltung zum Älterwerden zu tun?

Hunter: Absolut. Mit den Jahren habe ich verstanden, dass Kontrolle eine Illusion ist. Man kann nicht alles festhalten. Aber man kann entscheiden, mit welcher Haltung man nach vorne geht. Ob man hart wird – oder offen bleibt. Diese Entscheidung fühlt sich für mich sehr persönlich an.

Holly Hunter über das "Star Trek"-Universum: "Man muss kein Hardcore-Fan sein"

teleschau: Was ist Ihre früheste Erinnerung an "Star Trek" – und was lösen diese zwei Worte heute ganz persönlich in Ihnen aus?

Hunter: Mein Vater. Ganz klar. Ich habe "Star Trek" mit ihm geschaut – damals mit Shatner und Nimoy. Es war unser Moment. Wenn ich heute die Worte "Star Trek" höre, bin ich sofort wieder dort: zu Hause, im Wohnzimmer, auf diesem Sofa, das einen ganz eigenen Geruch hatte. Diese Gerüche, diese Stimmung – all das ist sofort wieder da.

teleschau: Obwohl Sie sich selbst nicht als eingefleischten "Star-Trek"-Fan bezeichnen – hat Sie dieses Universum trotzdem sofort gepackt?

Hunter: Ja, absolut. Und vielleicht gerade deshalb. Man muss kein Hardcore-Fan sein, um dieses Staunen zu spüren. "Star Trek" erinnert mich daran, wie es sich anfühlt, die Welt mit offenen Augen zu betrachten – neugierig, wach, ohne sofort alles einordnen oder bewerten zu müssen. Dieses Gefühl von Wunder ist etwas, das uns im Alltag oft verloren geht.

Holly Hunter plädiert für mehr Kommunikation und Offenheit in der Welt

teleschau: Wenn Sie auf unsere Welt heute schauen – was fehlt uns Ihrer Meinung nach am dringendsten?

Hunter: Kommunikation. Wirklich miteinander zu sprechen. Nicht übereinander, nicht aneinander vorbei – sondern im echten Austausch bleiben. Ich weiß, wie schwierig das geworden ist. Menschen kommen aus völlig unterschiedlichen Richtungen, mit anderen Sprachen, Überzeugungen, politischen Haltungen. Aber genau deshalb dürfen wir das Gespräch nicht abbrechen.

teleschau: Warum ist Ihnen das so wichtig?

Hunter: Weil Gemeinschaft nur so entsteht. Durch Diskussionen. Durch Reibung. Durch Zuhören – selbst dann, wenn es unbequem wird. Ich glaube fest daran, dass echte Lösungen nur entstehen, wenn Menschen bereit sind, einander wirklich zu begegnen. Das fällt mir selbst nicht immer leicht. Kommunikation ist Arbeit. Sie verlangt Geduld, Neugier und manchmal auch Demut. Aber sie ist die einzige Möglichkeit, wirklich voranzukommen.

teleschau: Was wünschen Sie sich für die nächste Generation?

Hunter: Dass sie keine Angst davor hat, Fragen zu stellen. Dass sie zuhört. Und dass sie versteht: Offenheit ist keine Schwäche – sie ist eine enorme Stärke.

Darum geht es in "Star Trek: Starfleet Academy"

"Star Trek: Starfleet Academy" spielt im 32. Jahrhundert, nach den Ereignissen von "Star Trek: Discovery" (2017-2024). Die Föderation befindet sich nach dem katastrophalen "Brand" im Wiederaufbau – und wagt einen Neuanfang mit der ersten neuen Kadettenklasse seit über einem Jahrhundert.

Zentrum der Serie ist die mobile Akademie USS Athena, auf der eine Gruppe sehr unterschiedlicher junger Menschen aus allen Teilen der Galaxie ausgebildet wird. Im Fokus steht der brillante, aber zynische Caleb Mir (Sandro Rosta), der der Akademie nicht aus Idealismus beitritt, sondern auf der Suche nach seiner verschwundenen Mutter ist.

Parallel muss Kanzlerin Nahla Ake (Holly Hunter) versuchen, verloren geglaubte Starfleet-Werte wie Hoffnung, Vertrauen und Verantwortung neu zu vermitteln – während eine neue Bedrohung die fragile Zukunft der Föderation gefährdet. "Starfleet Academy" verbindet Coming-of-Age, politische Spannung und emotionale Nähe – und fragt, was Hoffnung bedeutet, wenn sie nicht mehr selbstverständlich ist.















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