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Olympische Winterspiele: Auf Gold folgt Enttäuschung: Springer Raimund wird Neunter

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Philipp Raimund feiert auf der Normalschanze den Olympiasieg. Auf der Großschanze will der derzeit beste deutsche Skispringer nachlegen. Das gelingt nicht. Im Regen gewinnt der Topfavorit Gold.

Enttäuschung nach dem Gold-Märchen: Philipp Raimund hat die erhoffte Medaille im olympischen Skispringen von der Großschanze verpasst. Der Olympiasieger auf der Normalschanze sprang diesmal auf den neunten Platz. Damit war er der beste Deutsche. Gold gewann unter dem Jubel zahlreicher slowenischer Fans Topfavorit Domen Prevc. Silber ging an den nach dem ersten Durchgang noch führenden Japaner Ren Nikaido. Bronze sicherte sich der Pole Kacper Tomasiak.

Raimund sprang im italienischen Predazzo 131 und 136 Meter weit. Auf eine Medaille fehlten dem gebürtigen Göppinger am Ende umgerechnet fast acht Meter.

Raimund war nach dem Training "guter Dinge"

Dabei hatte sich Raimund, der beim SC Oberstdorf springt, im Training in den vergangenen Tagen gut präsentiert. "Ich habe ein gutes Gefühl. Ich habe genau das Gefühl, dass ich spüren will", sagte er am Freitagabend. "Ich bin guter Dinge." Schon im Probedurchgang lief es tags darauf dann nicht wie gewünscht. Das setzte sich im Wettkampf fort.

Das Großschanzen-Einzel hatten viele Zuschauer schon vorab als Highlight ausgemacht. Mit Schildern suchten Fans nach Tickets. Das Sprungstadion war trotz Nieselregen so voll wie zuvor noch nie bei diesen Winterspielen. Einige Sprung-Fans, die keine Eintrittskarten hatten, versammelten sich auf einem Hügel außerhalb der Anlage und schauten von dort.

Prominenter Österreicher disqualifiziert

Die Zuschauer sahen einen Wettkampf mit spektakulären Flügen, dem großen Triumph von Prevc, aber auch schmerzhaften Niederlagen. Der Slowene Anze Lanisek wurde nur 30., der im Weltcup zweitplatzierte Japaner Ryoyu Kobayashi landete auf Rang sechs. Daniel Tschofenig aus Österreich, der im vergangenen Jahr noch die Vierschanzentournee gewonnen hatte, wurde wegen eines nicht zulässigen Schuhs sogar disqualifiziert.

Dass Raimund nur eine Nebenrolle spielte, ist überraschend. Der 25-Jährige hat sich in diesem Jahr zum deutschen Vorzeigespringer entwickelt. Der extrovertierte und eloquente Sportler ist als Sechster im Gesamtweltcup der Beste aus der Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher.

Fünfmal schaffte er es in dieser Saison auf das Podest. Einmal wurde Raimund Zweiter, viermal Dritter. Ohne je einen Weltcup gewonnen zu haben, krönte er sich auf der Normalschanze zum Olympiasieger.

Weitere Edelmetall-Chance am Montag

Raimund genoss den Empfang im Teamhotel, feierte und gönnte sich anschließend Ruhe. Die zahlreichen Termine und Verpflichtungen, die so ein Olympiasieg mit sich bringen, schien er eigentlich gut weggesteckt zu haben. Ob das wirklich so ist oder ob sich der Trubel negativ auswirkte, weiß er nur selbst.

Raimund, der mit dem Mixed-Team Vierter wurde, hat an diesem Montag noch eine weitere Edelmetall-Chance. Dann steht die Entscheidung im Super Team an. Als zweitbester Deutscher landete Andreas Wellinger auf dem 15. Platz. Pius Paschke wurde 24., Felix Hoffmann sprang auf Rang 25.















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