Fliederfarbene Freiheit: Miranda Julys „Auf allen vieren“ in den Sophiensaelen
Seit einer sehr langen Zeit werden das Innenleben und der Körper der Frau von Männern zugerichtet, imaginiert und interpretiert. Vom Scheiterhaufen bis zur Literatur, von der Nervenheilanstalt bis zum Film, vom Kreißsaal bis zum Theater. Frauen bleiben dadurch Fremde auf dieser Welt, die sich nicht zu Hause fühlen in einer Welt, die aus Bestimmungen daraus besteht, wer oder was sie zu sein haben.
Als 2024 der Roman Auf allen vieren der US-amerikanischen Allroundkünstlerin Miranda July erschien, schlug er ein wie ein Bewusstseinsgewitter in dieses allumfassende Fremdheitsgefühl. Das Buch fand auf einmal eine Sprache für das innere Toben und die unruhige Gewissheit von Mittvierzigerinnen, dass die Rollenangebote der Heteronormativität einfach nicht genu
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