Jermaine Jones: Ex-Nationalspieler wird Trainer von Schweinfurt 05
Der 1. FC Schweinfurt 05 trennt sich von seinem Trainer Victor Kleinhenz. Nachfolger wird ein alter Bekannter aus der Bundesliga. Der frühere deutsche Nationalspieler Jermaine Jones ist neuer Trainer vom 1. FC Schweinfurt 05. Das gab der Tabellenletzte der 3. Liga am Mittwoch bekannt. Zuvor hatte der Traditionsklub aus Bayern sich vom bisherigen Chefcoach Victor Kleinhenz getrennt. "Mit Jermaine gewinnen wir einen Trainer, der auf eine lange aktive Karriere im Profifußball zurückblicken kann", sagte Geschäftsführer Markus Wolf in der vereinseigenen Mitteilung. "Nun möchte er als Trainer dieses Wissen einbringen und der Mannschaft die nötigen Impulse und Erfahrungen mitgeben." Schweinfurt hat in dieser Saison erst zehn Punkte eingefahren, liegt abgeschlagen am Tabellenende. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt 14 Spiele vor Saisonende satte 17 Punkte. Aus den vergangenen zehn Partien gab es nur einen einzigen Sieg. Auch deshalb trennte sich der Verein von Kleinhenz und dessen Assistent Gregor Opfermann. "Beide hatten großen Anteil an der letztjährigen Meisterschaft, daher bedauere ich diese Entwicklung sehr", so Wolf. Das Duo hatte Schweinfurt als Meister der Regionalliga Bayern nach über 20 Jahren zurück in den Profifußball geführt. Jones spielte für Deutschland und die USA Jetzt schlägt die "Schnüdel" mit Jones einen neuen Weg ein. Der 44-Jährige sagte in der Mitteilung: "Ich freue mich sehr über das Vertrauen und kann es kaum erwarten, mit der Mannschaft loszulegen." Das kommende Duell mit dem MSV Duisburg sei "eine große Aufgabe", stellte Jones klar. "Aber genau für solche Spiele spielt man ja Fußball." Jones hatte zuletzt zwischen 2023 und 2024 bei der US-amerikanischen Franchise Central Valley Fuego FC als Cheftrainer an der Seitenlinie gestanden. Als Profi war er in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt , Bayer Leverkusen und Schalke 04 aktiv gewesen. Dreimal lief der frühere Mittelfeldspieler 2008 für die deutsche Nationalmannschaft auf. Da der Sohn eines US-Amerikaners aber nur in Testspielen zum Einsatz gekommen war, konnte er im Anschluss noch für die Landesauswahl der USA spielen und absolvierte für diese letztlich 69 Partien.