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Wie funktioniert ein Belag auf Schnee?

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Warum gleiten Ski und Snowboards überhaupt auf Schnee – und was passiert dabei im Belag?

Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Physik und Technik.

 

1. Material des Belags

  • Ski- und Snowboardbeläge bestehen aus Polyethylen (PE), einem sehr widerstandsfähigen Kunststoff. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen gesinterten und extrudierten Belägen.

Gesinterte Beläge werden aus pulverförmigem PE unter hohem Druck und hoher Temperatur verdichtet. Dadurch entsteht eine sehr feinporige und dichte Struktur, die Wachs besonders gut aufnimmt. Das Resultat ist ein schneller, langlebiger Belag, der bei richtiger Pflege auch in anspruchsvollem Gelände oder bei wechselnden Schneeverhältnissen optimale Gleiteigenschaften bietet.

Extrudierte Beläge hingegen werden durch Schmelzen und Auspressen hergestellt. Sie sind glatter, nehmen weniger Wachs auf und sind daher etwas langsamer. Dafür sind sie günstiger in der Herstellung, pflegeleichter und lassen sich leichter reparieren.

2. Kontakt zwischen Belag und Schnee

  • Schnee besteht aus unzähligen Eiskristallen, deren Form, Härte und Feuchtigkeitsgehalt je nach Temperatur und Wetter stark variieren. Wenn der Ski oder das Snowboard über den Schnee gleitet, entsteht durch den Druck und die Bewegung Reibung zwischen dem Belag und den Eiskristallen.
  • Diese Reibung erzeugt Wärme – genug, um einen hauchdünnen Wasserfilm auf der Schneeoberfläche zu bilden. Der Belag gleitet also nicht direkt auf dem Eis, sondern auf diesem feinen Wasserfilm. Das reduziert die Reibung und ermöglicht ein schnelles, geschmeidiges Gleiten – ähnlich wie beim Schlittschuhlaufen.

3. Optimale Reibung

    • Beim Gleiten über Schnee ist das Ziel nicht möglichst wenig Reibung, sondern das richtige Mass. Nur wenn genügend Reibung entsteht, bildet sich durch die entstehende Wärme der feine Wasserfilm, auf dem Ski und Snowboard gleiten. Ist die Reibung jedoch zu stark, bremst der Belag – ist sie zu gering, fehlt der Wasserfilm und der Ski „klebt“ am Schnee.Hier kommt das Wachs ins Spiel: Es macht den Belag hydrophob, also wasserabweisend. Dadurch verteilt sich der Wasserfilm gleichmässig und bleibt so dünn, dass er optimalen Gleitwiderstand ermöglicht, ohne zu bremsen.
    • Ebenso wichtig ist die richtige Belagsstruktur – feine Rillen im Belag, die überschüssiges Wasser ableiten und den Kontakt zwischen Ski und Schnee regulieren. Je nach Schneetemperatur, Luftfeuchtigkeit und Kristallform braucht es unterschiedliche Wachse und Strukturen, um den idealen Gleitvorgang zu erreichen.
    • Das perfekte Fahrgefühl entsteht also durch ein präzises Zusammenspiel von Reibung, Temperatur und Feuchtigkeit – ein fein abgestimmtes Gleichgewicht, das über Geschwindigkeit, Kontrolle und Leichtigkeit auf dem Schnee entscheidet.

4. Die Wachswahl – Anpassung an Bedingungen

    • Die Wahl des richtigen Wachses ist entscheidend, um den Belag optimal an die Schneeverhältnisse anzupassen. Schnee ist nicht gleich Schnee – Temperatur, Feuchtigkeit und Kristallstruktur verändern sich ständig und beeinflussen direkt, wie gut ein Ski oder Snowboard gleitet.
    • Bei kaltem, trockenem Schnee mit harten Kristallen schützt ein hartes Wachs den Belag vor Abrieb. Es verhindert, dass die scharfen Kristalle die Oberfläche aufrauen, und sorgt für gleichmässiges Gleiten auf rauem Untergrund.
    • Bei warmem, feuchtem Schnee ist das Gegenteil gefragt: Hier verhindert ein weiches, wasserabweisendes Wachs, dass der Belag „saugt“. Ohne diese hydrophobe Schicht würde das Wasser zwischen Ski und Schnee haften bleiben – die sogenannte Saughaftung – und der Ski würde stark abbremsen.
    • Ohne passende Wachsung wäre der Belag zu rau oder würde Wasser aufnehmen, was die Gleitfähigkeit massiv einschränkt. Die richtige Wachswahl sorgt daher nicht nur für mehr Geschwindigkeit, sondern auch für ein kontrolliertes, harmonisches Fahrgefühl – abgestimmt auf die jeweiligen Bedingungen am Berg.

5. Zusatz: Struktur im Belag

    • Die Struktur im Belag – also die feinen Rillen auf der Gleitfläche – spielt eine zentrale Rolle für die Performance von Ski und Snowboard. Sie funktioniert wie ein Drainagesystem und leitet das beim Gleiten entstehende Wasser gezielt ab – ähnlich wie das Profil eines Autoreifens auf nasser Strasse. Während beim Reifen grössere Wassermengen verdrängt werden, geht es beim Ski oder Snowboard um einen mikroskopisch dünnen Wasserfilm, der durch Reibungswärme entsteht. Die Struktur verhindert, dass sich dieser Film zu stark aufbaut und bremst, und sorgt gleichzeitig dafür, dass genügend Feuchtigkeit bleibt, um Reibung zu reduzieren und den optimalen Gleitvorgang zu gewährleisten.
    • Je nach Schneetemperatur und -beschaffenheit braucht es unterschiedliche Strukturen: Feine Strukturen bei kaltem, trockenem Schnee ermöglichen präzises, schnelles Gleiten, während grobe Strukturen bei warmem, feuchtem Schnee das Wasser effizient ableiten und ein „Ansaugen“ des Belags verhindern.
    • Die richtige Struktur ist somit entscheidend für Geschwindigkeit, Kontrolle und das harmonische Fahrgefühl auf dem Schnee.

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Weitere Infos zum Thema Schnee und Reibung, gibt es bei SLF –>
www.slf.ch/ski-schnee-interaktion/reibung-auf-schnee/

Beim BESPO Jugend und Sport findest du Infos zum Thema Biomechanik Skifahren
https://tool.jugendundsport.ch/modules/















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