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Werder Bremen: Bundesliga-Klub hätte den Abstieg verdient | Kommentar

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Nach der Niederlage beim FC St. Pauli steht Werder Bremen endgültig am Abgrund. Der Klub hat in der Bundesliga nichts mehr verloren. Am Millerntor-Stadion dürfte am Sonntag dem einen oder anderen Fußballfan die markante, zerknautschte Stimme von Jan Delay durch den Kopf geschossen sein. Der Musiker veröffentlichte 2013 einen Hit mit dem Titel "St. Pauli", eine Hommage an den Hamburger Stadtteil. Dort heißt es unter anderem: "Auf St. Pauli brennt noch Licht". Was nach dem direkten Duell zwischen dem FC St. Pauli und dem SV Werder Bremen in der Bundesliga durchaus eine gewisse Ironie mit sich bringt. Der Grund: Die bis dato in der Tabelle noch schlechter als Bremen dastehenden "Kiezkicker" konnten den Abstiegskrimi mit 2:1 für sich entscheiden. In der Tabelle zog St. Pauli an Werder vorbei auf den Relegationsrang. Die Bremer fielen nach dem 13. sieglosen Spiel am Stück wiederum auf einen direkten Abstiegsplatz zurück. Während also auf St. Pauli in diesen Tagen tatsächlich noch Licht zu brennen scheint, droht dieses bei Werder, ausgerechnet Delays Herzensklub, langsam, aber sicher auszugehen. Der norddeutsche Traditionsklub befindet sich im freien Fall. Werder stürzt aktuell ungebremst in Richtung 2. Bundesliga . Der Abstieg scheint kaum noch zu verhindern – und wäre für die Bremer mehr als verdient. In der Bundesliga hat der Klub schlicht und ergreifend nichts mehr verloren. Werners Kritik war vollkommen berechtigt Dass sich Werder nämlich in dieser überaus bedrohlichen Lage befindet, ist kein Zufall. Der Verein ist nur noch ein Schatten früherer Tage, seine Inkompetenz kumuliert auf sämtlichen Ebenen. Denn seit Monaten stolpert Werder auf und neben dem Platz von einer Unzulänglichkeit in die nächste. Schon das Aus von Ole Werner hätte sämtliche Alarmleuchten im Verein blinken lassen müssen. Werder hatte sich im vergangenen Mai vorzeitig vom langjährigen Trainer getrennt, nachdem dieser seinen Vertrag nicht verlängern wollte. Werner soll, so berichtete es das Portal "Deichstube", aus mehreren Gründen unzufrieden gewesen sein: Er störte sich sowohl an der Transferpolitik des Klubs als auch am Scouting und der Kaderplanung. Wie sich mittlerweile herausstellt: vollkommen zu Recht. Werders Kader mangelt es an allen Ecken und Enden an Qualität. Die Erstligatauglichkeit muss einigen Profis angesichts der gerade einmal vier Siege nach 23 Saisonspielen und der teilweise erschreckend schwachen Auftritte zweifelsohne abgesprochen werden. Ein Beispiel: Toptorjäger des Teams mit sechs Treffern ist aktuell Jens Stage, kein Stürmer, sondern ein zentraler Mittelfeldspieler. Das ist ein Armutszeugnis für die Offensivabteilung des Vereins, in der keiner der Angreifer auch nur im Ansatz den Eindruck erweckt, gegnerische Abwehrreihen dauerhaft in Angst und Schrecken versetzen zu können. Fritz kaschiert seine Unfähigkeit mit Plattitüden Verantwortlich für das Bremer Kaderdesaster ist Clemens Fritz. Einige Fans wollten Werders Geschäftsführer Profifußball wegen seiner verkorksten Transferpolitik bereits per Petition absetzen lassen. Kein Wunder. Denn Fritz holte im Sommer unter anderem den verletzungsanfälligen Victor Boniface per Leihe aus Leverkusen an die Weser. Das ernüchternde Ergebnis: Der Nigerianer steuerte in elf Partien lediglich zwei Vorlagen bei und fällt seit Dezember mit einer Knieblessur aus. Fritz, das wird Woche für Woche deutlicher, scheint mit seiner Führungsposition maximal überfordert zu sein – und kaschiert dieses Manko zu allem Überfluss auch noch mit Plattitüden. Von einem "internen, kommunikativen Missverständnis, über das wir gestolpert sind", sprach der 45-Jährige beispielsweise im Januar mit der "Deichstube", nachdem bekannt geworden war, dass er eine für den Verein essenzielle Regelung für Leihspieler offenbar nicht kannte. Zwar übernahm Fritz für den peinlichen Fauxpas die Verantwortung. Dass es aber überhaupt zu dieser grotesken Situation kommen konnte, ist für den Geschäftsführer eines Bundesliga-Klubs bereits ein No-Go. Einen unpassenderen Trainer gibt es nicht Hinzu kommt: Seit dem Abgang von Ole Werner fehlt es dem Klub auch auf der Trainerposition an Sachverstand. Werner-Nachfolger Horst Steffen , der über Jahre hinweg aus der SV Elversberg trotz geringer finanzieller Mittel maximalen sportlichen Erfolg herausgekitzelt hatte, wurde Anfang Februar nach gerade einmal sieben Monaten wegen Erfolglosigkeit wieder entlassen. Die Bundesliga war für den langjährigen Zweit- und Drittligacoach offenbar eine Nummer zu groß. Umso irritierender ist es deshalb, dass Fritz in der Folge Daniel Thioune mit der Rettungsmission betraute: einen Trainer, der zuvor noch nie in der Bundesliga an der Seitenlinie stand und zuletzt im Abstiegskampf der 2. Liga mit Fortuna Düsseldorf keine Lösungen für die Probleme seines Teams gefunden hatte. Zudem arbeitete Thioune in der Vergangenheit ausgerechnet für Werders Erzrivalen, den HSV . Einen unpassenderen Trainer für die Bremer gibt es damit eigentlich nicht. Die ersten drei Spiele als Werder-Coach gingen für Thioune dann auch allesamt verloren. Der personelle Fehlgriff auf der Trainerposition ist offensichtlich – und das schon zum zweiten Mal in dieser Saison. Noch regiert in Bremen aber das Prinzip Hoffnung. Am kommenden Wochenende tritt Werder zu Hause gegen Tabellenschlusslicht Heidenheim an. Das "Finalspiel", wie Thioune es bezeichnete, wird zeigen, ob Werder entgegen aller Erwartungen doch noch die Wende gelingt – oder ob das Licht am Osterdeich vielleicht sogar schon im Februar erloschen ist.














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