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Sicherer Stand: Halt finden – Yogamatten-Test für stabile Asanas

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Stern 

Sie suchen die ideale Yogamatte? Der stern-Test zeigt, welche Modelle gut dämpfen, rutschfest und frei von Schadstoffen sind – plus Tipps, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Da liegt sie nun. Wie eine Insel aus Kautschuk: die Yogamatte. Zusammengerollt, geschniegelt, mit Gurt. „Pro“, steht darauf. Oder „Eco“. Oder gleich „Performance“. Aber was taugt sie, wenn es ernst wird? Wenn der herabschauende Hund länger dauert als die Geduld? Wenn der Schweiß fließt? Wenn der Boden kalt ist? 

Wer eine Yogamatte kauft, kauft mehr als Schaumstoff. Er kauft Halt. Er kauft Rutschfestigkeit. Er kauft die Hoffnung, nicht wegzugleiten – weder körperlich noch geistig. Die Versprechen sind groß. Die Unterschiede sind es auch. Millimeter entscheiden. Material auch. Und manchmal ein Geruch.

Der Markt ist voll wie ein überhitzter Bikram-Raum. PVC, TPE, Naturkautschuk, Kork. Wir haben sie ausgerollt. Wir haben geschwitzt. Wir haben balanciert, gerutscht, geflucht. Auf Parkett, im Morgengrauen, in der Abenddämmerung. Wir haben sie geknickt, getragen, gerochen. Und wir haben gefragt: Hält sie, was sie verspricht? Was dabei herausgekommen ist, lesen Sie im stern-Yogamatten-Test.

Diese Yogamatten haben wir getestet

Diese Modelle sind auch einen Blick wert

Fazit: Diese Yogamatte konnte im Test überzeugen

Wer im Alltag regelmäßig auf derselben Matte übt, merkt schnell, dass nicht einzelne Eigenschaften entscheidend sind, sondern das Gesamtverhalten über Wochen. Genau hier setzt sich die Lotuscraft Mudra Pro durch. Sie ist nicht die spektakulärste Matte im direkten Vergleich, aber die verlässlichste. Nach kurzer Einlaufphase bietet sie ausreichend Grip für ruhige wie auch moderat dynamische Praxis, ohne dass Hände festkleben oder ständig nachjustiert werden muss. 

Auf Parkett bleibt sie stabil liegen, die fünf Millimeter Dämpfung entlasten Knie und Handgelenke spürbar und gleichzeitig bleibt das Bodengefühl erhalten. Dazu kommt der große praktische Vorteil der geschlossenen Oberfläche: Reinigung dauert wenige Sekunden, Schweiß zieht nicht ein und Gerüche entstehen kaum. Gerade bei häufiger Nutzung macht dieser Punkt im Alltag überraschend viel aus. Die Mudra Pro wirkt dadurch wie eine Matte, die dauerhaft genutzt werden soll, nicht wie ein Zubehörteil, das man regelmäßig ersetzen möchte. Sie hat keine extreme Stärke, aber auch keine echte Schwäche – und genau diese Ausgewogenheit macht sie im Gesamtbild zum Testsieger.

Die Blackroll Mat verfolgt ein anderes Konzept. Sie ist spürbar schwerer, technischer und stärker auf Training ausgelegt. Ihre größte Stärke ist die absolute Stabilität auf Parkett. Einmal ausgerollt, bleibt sie dort, selbst bei schnellen Bewegungen oder kraftbetonten Übungen. Für Core-Training, Mobility-Workouts oder funktionelle Übungen ist sie fast ideal, weil sie Sicherheit vermittelt und praktisch nicht verrutscht. 

Auch der Grip ist konstant und sofort vorhanden, ohne Einlaufphase. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass sie weniger auf klassische Yogapraxis optimiert ist. Die Oberfläche ist funktional, aber nicht besonders nachgiebig, und die Dämpfung fühlt sich stabiler als komfortabel an. Für ruhige Flows funktioniert sie gut, für längere meditative Sequenzen wirkt sie dagegen eher wie eine Trainingsunterlage als wie eine klassische Yogamatte.

Am Ende entscheidet daher weniger die Qualität als der Einsatzzweck. Die Blackroll Mat ist die robustere Trainingsbasis, die besonders bei kraftbetonter Praxis überzeugt. Die Lotuscraft hingegen passt sich dem Alltag besser an: Yoga, kurze Workouts, regelmäßige Nutzung und unkomplizierte Pflege greifen hier harmonischer ineinander. Wer möglichst viel Stabilität für Training sucht, greift zum Preis-Leistungstipp von Blackroll. Wer eine dauerhafte, vielseitige Matte für tägliche Praxis möchte, nimmt die Lotuscraft – und genau deshalb geht sie als Testsieger aus dem Vergleich hervor. 

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.

Vergleichstabelle Yogamatten

 Lotuscraft Mudra ProBlackroll MatNike Flow Yoga MatAdidas YogamatteKimjaly Grip+LiformeEllylifeYogimat ProYogistar Vedara
Gesamteindruck (max. 5 Sterne)⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Testsieger
⭐️⭐️⭐️⭐️
Preis-Leistungstipp
⭐️⭐️⭐️⭐️
 
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️nicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertung
Grip (Trocken)sehr hochhochhochmittelsehr hochnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertung
Grip (Schweiß)sehr hochhochmittelmittelsehr hochnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertung
Dämpfungmittelmittelweichweichmittelnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertung
Dicke*4,5 mm5 mm4 mm10 mm5 mm4,2 mm6 mm6 mm1,5 cm5 mm
Material*Naturkautschuk + PUSynthetikTPEEVA + TPENaturkautschuk + PUNaturkautschuk + PUNaturkautschuk + TPETPENaturschurwolleGummi, Polyurethan
Geeignet fürVinyasa, AshtangaFitness & YogaEinsteigerEinsteigerschweißtreibendes YogaHot Yoga & Vinyasa YogaAllroundEinsteigerHeimtraining
Rutschfest auf Bodensehr hochhochmittelmittelsehr hochnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertung
Gewicht*~2,5 kg~2,2 kg~0,7 kg~1,3 kg~2,6 kg~2,7 kg~2,3 kgkeine Angabe~0,5 kg~2,7 kg
Pflegeaufwandgeringgeringgeringgeringgeringnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertungnicht in der Wertung
Zertifiziert schadstofffreijajakeine Angabekeine Angabekeine Angabejajakeine Angabekeine Angabekeine Angabe
Preis (UVP)*99,99 €84,90 €66,99 €45 €19,99 €159,99 €63,99 €42,50 €52,50 €59 €

* Herstellerangabe

So haben wir die Yogamatten ausgewählt

Nach diesen Kriterien haben wir die Modelle für den Yogamatten-Test zusammengestellt:

  • Produkte etablierter Hersteller im Yoga- und Trainingsbereich, die im Alltag tatsächlich häufig genutzt werden
  • Matten im üblichen Standardformat für Heimtraining und Kursbesuch, also weder reine Travel-Matten noch besonders dicke Therapiematten
  • gute Verfügbarkeit im Handel und in großen Onlineshops, damit Leserinnen und Leser die getesteten Modelle problemlos erwerben können
  • ausgelegt für regelmäßige Praxis auf glatten Böden zu Hause, insbesondere Parkett, und geeignet für Yoga-Grundübungen, Dehntraining und leichte Workouts

So haben wir getestet

Erster Eindruck: Der Test begann bei allen Yogamatten mit dem Auspacken und Ausrollen auf Parkettboden. Dabei haben wir zunächst den ersten Eindruck bewertet: Wie stark ist der Eigengeruch direkt nach dem Öffnen, liegen die Matten plan oder rollen sich die Enden auf, und gibt es sichtbare Materialfehler oder Druckstellen aus dem Transport. Auch Gewicht und Handling beim ersten Aufnehmen spielten hier eine Rolle, weil sich schon dabei zeigt, ob eine Matte eher mobil oder eher stationär gedacht ist.

Maße: Anschließend haben wir uns die Maße genauer angesehen. Die Herstellerangaben zu Länge, Breite und Dicke wurden praktisch eingeordnet: Reicht die Fläche für Standhaltungen und liegende Übungen, stoßen größere Personen schnell an die Grenzen und wie stark ist der Boden bei knienden oder liegenden Positionen spürbar. Entscheidend war hier nicht nur die Zahl auf dem Datenblatt, sondern wie sich die Dicke tatsächlich auf Parkett anfühlt.

Material und Oberflächenstruktur: Im nächsten Schritt folgte die Bewertung von Material und Oberflächenstruktur. Wir haben geprüft, wie sich die Oberseite anfühlt, ob sie eher glatt, weich oder rau ist und wie stark die Unterseite auf Parkett haftet. Dabei wurde auch beobachtet, ob sich die Matte während der Nutzung langsam verschiebt oder zuverlässig liegen bleibt.

Praxis: Der wichtigste Teil war der Gebrauch in der Praxis. Alle Matten mussten mehrere Yogaeinheiten durchlaufen, darunter ruhige Sequenzen mit längeren Haltepositionen sowie dynamischere Abläufe mit häufigem Positionswechsel. Bewertet wurde vor allem der Grip der Hände und Füße im herabschauenden Hund, in Planks und in Ausfallschritten. Zusätzlich haben wir leichtes Schwitzen simuliert beziehungsweise reale Trainingseinheiten genutzt, um zu sehen, ob sich der Halt verändert.

Komfort: Beim Komfort lag der Fokus auf Gelenkbelastung und Bodengefühl. Dazu gehörten kniende Positionen, sitzende Meditation und Übungen in Rückenlage. Wir haben beobachtet, ob Druckpunkte entstehen, ob Handgelenke stärker belastet werden und ob Balancehaltungen durch zu weiche Materialien instabil wirken.

Hygiene: Ein weiterer Punkt war die Hygiene. Nach jeder Einheit wurden die Matten entsprechend der Herstellerhinweise gereinigt. Dabei prüften wir, wie leicht sich Schweiß entfernen lässt, ob Feuchtigkeit einzieht, ob Gerüche entstehen und wie schnell die Matte trocknet. Auch der Pflegeaufwand im Alltag floss in die Bewertung ein.

Schadstoffe: Abschließend haben wir den Aspekt Schadstoffe berücksichtigt. Hier wurden vorhandene Zertifizierungen dokumentiert und vor allem der praktische Eindruck bewertet: auffälliger Kunststoffgeruch, Hautgefühl bei direktem Kontakt und Veränderungen nach mehreren Nutzungen.

Alle diese Beobachtungen wurden über zwei Wochen hinweg gesammelt, um nicht nur den Zustand direkt nach dem Auspacken, sondern auch die Nutzung im Alltag realistisch beurteilen zu können.

1. Lotuscraft Mudra Pro: Die Profi-Matte

Erster Eindruck: Die Lotuscraft Mudra Pro ist eine dieser Yogamatten, bei denen man bereits beim ersten Kontakt merkt, dass sie nicht versucht, besonders modisch oder wohnzimmertauglich zu wirken. Sie vermittelt eher den Eindruck eines Gebrauchsgegenstands, eines Werkzeugs. Eine Yogamatte begleitet die Praxis oft über Jahre, liegt direkt unter Händen, Gesicht und Knien und muss dabei gleichzeitig Sportgerät und Hygieneoberfläche sein. Getestet wurde sie ausschließlich zu Hause auf Parkett, also genau auf dem Untergrund, auf dem viele Matten ihre größten Schwächen zeigen.

Maße: Mit 180 Zentimetern Länge und 65 Zentimetern Breite gehört sie zu den angenehm großen Modellen. Gerade die Breite fällt sofort positiv auf. In Standhaltungen oder seitlichen Stützen passiert es deutlich seltener, dass man unbewusst neben der Matte landet. Die Dicke von fünf Millimetern liegt genau in der Mitte zwischen dünnen Travel-Matten und sehr weichen Komfortmatten. Beim Ausrollen fällt auf, dass sie sofort plan aufliegt. Die Enden rollen sich nicht hoch, es gibt keinen Widerstand, kein Nachdrücken mit den Füßen, was erstaunlich relevant ist, wenn man vor einer Praxis nicht erst mit der Matte kämpfen möchte. Das Gewicht von 1,7 Kilogramm spürt man beim Tragen, aber gleichzeitig erklärt genau dieses Gewicht, warum sie so stabil liegt. Sie bewegt sich schlicht weniger als leichtere Modelle.

Die Lotuscraft-Yogamatte hat eine Oeko-Tex-Zertifizierung
© stern

Material: Das Material besteht aus einem Polyesterkern mit Vinyl-Beschichtung, und genau so fühlt es sich auch an. Die Oberfläche ist geschlossen, glatt, fast ein wenig wie ein sehr fein beschichteter Hallenboden. Sie ist nicht weich im textilen Sinn, sondern funktional. Direkt nach dem Auspacken ist kaum Geruch wahrnehmbar. Nach einem Tag Lüften ist die Matte praktisch neutral. Die vom Hersteller erwähnte Schutzschicht existiert tatsächlich. In den ersten Einheiten wirkt die Oberfläche etwas glatter, als man es von sehr griffigen Matten kennt. Gefährlich rutschig wird sie nicht, aber im herabschauenden Hund wandern die Hände minimal nach vorn, wenn man stark Druck aufbaut.

Gebrauch: Nach einigen Sessions verändert sich das spürbar. Die Oberfläche wird griffiger, ohne jemals klebrig zu werden. Man haftet nicht fest, sondern steht stabil. Gerade auf Parkett zeigt sich das sehr deutlich. Während manche Matten auf glattem Boden sowohl oben als auch unten arbeiten, bleibt die Mudra Pro ruhig. Die strukturierte Unterseite greift zuverlässig, die Matte wandert nicht. Auch in dynamischen Abläufen mit vielen Sonnengrüßen bleibt sie dort liegen, wo sie ausgerollt wurde. Dieser Punkt fällt erst nach mehreren Tagen richtig auf, weil man plötzlich aufhört, die Matte nach jedem Durchgang mit dem Fuß nach hinten zu schieben.

Die fünf Millimeter Dicke erweisen sich in der Praxis als gut gewählter Kompromiss. In knienden Positionen wie Ausfallschritten oder in der Katze-Kuh-Bewegung sind die Knie deutlich besser geschützt als auf dünnen Matten. Gleichzeitig sinken Füße in Balancehaltungen nicht ein. Die Matte gibt minimal nach und kehrt sofort in ihre Form zurück, statt dauerhaft einzudrücken. Auch nach Tagen zeigen sich keine bleibenden Druckstellen von Fersen oder Knien. Für die Handgelenke ist sie angenehm, weil sie Druck dämpft, ohne instabil zu werden.

Hygiene: Interessant wird es bei Schweiß. Die Oberfläche ist feuchtigkeitsabweisend, das heißt sie nimmt nichts auf. Das hat zwei Konsequenzen. Einerseits bleibt die Matte hygienisch sauber, weil nichts in das Material einzieht und sich auch kein Geruch entwickelt. Andererseits bleibt Feuchtigkeit obenauf. Bei moderatem Schwitzen bleibt der Halt stabil, bei sehr schweißtreibender Praxis wird die Oberfläche spürbar glatter, bis man sie kurz mit einem Tuch abwischt. Auf Parkett ist das allerdings gut kontrollierbar, weil die Matte selbst dabei nicht anfängt zu rutschen.

Die Reinigung ist entsprechend unkompliziert. Ein leicht angefeuchtetes Tuch genügt vollständig. Die Oberfläche nimmt weder Flecken noch Geruch an. Wichtig ist nur, sie trocken einzurollen, was durch das schnelle Abtrocknen ohnehin leichtfällt. Nach zwei Wochen Nutzung zeigt sich weder Abrieb noch Ausfransen an den Kanten. Die Matte wirkt deutlich auf langfristigen Gebrauch ausgelegt.

Schadstoffe: Die Oeko-Tex-Zertifizierung ist ein Hinweis auf geprüfte Schadstoffgrenzen. Gerade bei einem Produkt mit intensivem Hautkontakt ist das durchaus relevant. Man liegt mit Gesicht und Händen lange darauf, schwitzt darauf und berührt sie täglich, weshalb dieser Aspekt mehr ist als eine Randnotiz.

Fazit: Im Alltag hinterlässt die Mudra Pro vor allem einen Eindruck: Unauffälligkeit im positiven Sinn. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern funktioniert. Nach der Einlaufphase bietet sie verlässlichen Halt, bleibt stabil auf Parkett liegen, dämpft spürbar und lässt sich schnell reinigen. Sie eignet sich weniger für Menschen, die maximale Klebewirkung bei starkem Schwitzen erwarten oder eine besonders leichte Transportmatte suchen. Für regelmäßige Praxis zu Hause ist sie dagegen sehr stimmig. Gerade weil sie keine spektakuläre Eigenschaft besitzt, sondern viele kleine Probleme des Alltags löst, wird sie nach einiger Zeit fast unsichtbar. Und vermutlich ist genau das die größte Stärke einer Yogamatte: dass man irgendwann aufhört, über sie nachzudenken.

2. Blackroll Mat: Der Sportsfreund

Erster Eindruck: Beim ersten Kontakt wirkt die Blackroll Mat weniger wie eine typische Yogamatte und eher wie ein Trainingsgerät. Sie ist spürbar schwerer als viele Modelle, und genau das fällt sofort auf, sobald man sie ausrollt. Statt sich wieder zusammenzurollen oder an den Ecken aufzuwölben, bleibt sie schlicht liegen. Auf Parkett, das als Untergrund gerne jede Schwäche offenlegt, macht das einen sehr guten ersten Eindruck. Die Matte liegt satt am Boden, ohne dass man sie mit den Füßen nachjustieren muss. Auch die Oberfläche wirkt nicht weich oder gummiartig, sondern funktional, fast wie eine fein angeraute Trainingsfläche. Der erste Gedanke ist weniger Entspannung als Stabilität.

Maße: Mit 185 Zentimetern Länge und 65 Zentimetern Breite bietet die Matte etwas mehr Platz als viele Standardmodelle. Das klingt nach wenig Unterschied, macht sich in der Praxis aber bemerkbar. In Ausfallschritten oder bei Übungen, bei denen man sich langsam nach vorne arbeitet, bleibt man häufiger vollständig auf der Matte. Gerade größere Personen profitieren davon. Die Dicke beträgt fünf Millimeter. Auf dem Papier ist das Durchschnitt, in der Nutzung fühlt es sich jedoch stabiler an, weil das Material sehr dicht wirkt. Das Gewicht von rund 2,5 Kilogramm macht den Transport weniger angenehm, erklärt aber auch, warum die Matte sich auf Parkett kaum bewegt.

Material: Die Oberfläche ist strukturiert und relativ fest. Sie fühlt sich nicht weich oder schwammig an, sondern eher wie eine Trainingsfläche, die für wiederholte Belastung gedacht ist. Die Unterseite besitzt eine rautenförmige Textur, die sich deutlich bemerkbar macht. Auf Parkett haftet sie zuverlässig, ohne zu kleben. Selbst bei schnellen Bewegungen bleibt die Matte dort, wo sie liegt. Auffällig ist auch der fehlende Geruch. Direkt nach dem Auspacken ist kaum etwas wahrnehmbar, und dieser Eindruck bleibt auch nach zwei Wochen erhalten.

Die Blackroll Mat ist nach Standard 100 von Oeko-Tex zertifiziert
© stern

Gebrauch: In der Praxis zeigt sich schnell, dass die Matte vor allem auf Stabilität ausgelegt ist. Im herabschauenden Hund bleiben die Hände sicher stehen, ohne dass man sich festgesaugt fühlt. In Planks oder Liegestützen entsteht kein Wegrutschen, auch wenn mehr Druck auf die Hände kommt. Besonders deutlich wird das bei dynamischeren Bewegungen. Selbst wenn Füße schnell umgesetzt werden oder seitlicher Druck entsteht, wandert die Matte nicht. Auf Parkett ist das ein klarer Vorteil, weil genau dort viele leichtere Matten langsam nach vorne rutschen.
Auch bei schweißtreibender Nutzung bleibt der Halt berechenbar. Die Oberfläche nimmt Feuchtigkeit kaum auf, wird dadurch aber nicht sofort rutschig. Stattdessen fühlt sie sich etwas glatter an, bleibt jedoch kontrollierbar. Die Unterseite hält weiterhin zuverlässig, sodass die Matte nicht plötzlich beginnt, über den Boden zu gleiten.

Komfort: Die fünf Millimeter Dicke zeigen ihre Stärke vor allem bei längerer Nutzung. In knienden Positionen oder bei Mobilitätsübungen sind Knie spürbar besser geschützt als auf dünnen Matten. Gleichzeitig bleibt die Standfestigkeit erhalten. Balancehaltungen fühlen sich stabil an, weil die Füße nicht einsinken. Auch Übungen auf dem Rücken oder Steißbein sind angenehm möglich, ohne dass der Boden durchdrückt. Die Matte federt leicht und kehrt sofort in ihre Form zurück. Nach mehreren Wochen zeigen sich keine bleibenden Druckstellen, was für die Formstabilität spricht.

Hygiene: Die geschlossene Oberfläche macht die Reinigung unkompliziert. Ein feuchtes Tuch mit lauwarmem Wasser reicht aus, um Schweiß zu entfernen. Die Matte nimmt weder Feuchtigkeit noch Geruch auf. Selbst nach intensiveren Trainingseinheiten bleibt kein typischer Trainingsmatten-Geruch zurück. Nach dem Abwischen trocknet sie schnell und kann zeitnah wieder aufgerollt werden. Gerade im Alltag erweist sich das als angenehm, weil keine aufwendige Pflege nötig ist.

Schadstoffe: Die Matte ist nach Standard 100 von Oeko-Tex zertifiziert. Das bedeutet vor allem, dass sie auf Schadstoffgrenzwerte im Hautkontakt geprüft wurde. Es ist kein umfassendes Nachhaltigkeitsversprechen, aber ein relevanter Hinweis darauf, dass längerer Körperkontakt vorgesehen ist. Da man bei vielen Übungen mit Händen, Knien oder sogar dem Gesicht direkt aufliegt, ist dieser Punkt nicht nur formal, sondern praktisch wichtig.

Fazit: Die Blackroll Mat ist keine weiche Wohlfühlmatte, sondern eine stabile Trainingsunterlage. Sie liegt auf Parkett ausgesprochen sicher, verrutscht nicht und bleibt auch bei dynamischen Bewegungen berechenbar. Die Dämpfung ist spürbar, ohne weich zu werden, und die Reinigung gestaltet sich unkompliziert. Ihr größter Nachteil ist gleichzeitig Teil ihres Konzepts: das hohe Gewicht macht den Transport weniger angenehm. Für regelmäßiges Training in den eigenen vier Wänden passt sie dagegen sehr gut. Nach einiger Zeit fällt vor allem auf, dass man sich nicht mehr mit ihr beschäftigt. Genau darin liegt ihre größte Stärke, denn eine Trainingsmatte erfüllt ihren Zweck am besten, wenn sie während der Übungen schlicht keine Rolle mehr spielt.

3. Nike Flow Yoga Mat: Das Fliegengewicht

Erster Eindruck: Die Nike Flow Yoga Mat verfolgt ein völlig anderes Konzept als klassische Trainingsmatten. Schon beim ersten Anheben fällt auf, wie leicht sie ist. Mit rund 454 Gramm wirkt sie fast wie eine Reisematte, nicht wie eine vollwertige Trainingsunterlage. Beim Ausrollen auf Parkett liegt sie zwar relativ schnell flach, aber nicht ganz so satt wie schwerere Modelle. Man merkt sofort: Diese Matte wurde in erster Linie für Mobilität gedacht. Sie wirkt flexibel, fast biegsam, und lässt sich ohne Widerstand aufrollen oder zusammenlegen. Optisch ist sie schlicht gehalten, die schwarze Oberfläche wird nur durch die Struktur unterbrochen. Kleine Unregelmäßigkeiten im Material sind sichtbar, was laut Hersteller mit dem Anteil recycelter Materialien zusammenhängt.

Maße: Mit 172 Zentimetern Länge und 61 Zentimetern Breite gehört sie zu den kompakteren Yogamatten. Besonders größere Personen stoßen in liegenden Positionen schneller an die Grenzen der Fläche. Auch die Breite ist spürbar geringer als bei vielen Studiomatten. Die Dicke beträgt vier Millimeter und liegt damit unter dem üblichen Standard von fünf Millimetern. Auf Parkett merkt man das deutlich, denn der Boden ist stärker präsent. Das geringe Gewicht macht sich dafür beim Transport sofort positiv bemerkbar. Die Matte lässt sich problemlos tragen, im Rucksack verstauen oder spontan mitnehmen.

Die Nike-Yogamatte ist mit ihrer bunten Struktur ein echter Hingucker
© stern

Material: Die Matte besteht überwiegend aus thermoplastischem Elastomer, ergänzt durch einen Anteil recycelten TPE-Schaums. Die Oberfläche besitzt eine quer verlaufende Prägung, die für Halt sorgen soll. Die Unterseite ist mit einer hexagonal angeordneten Struktur versehen, in die kleine Swoosh-Formen eingearbeitet sind. Auf Parkett erzeugt das eine spürbare Haftung, allerdings nicht so stark wie bei schweren Matten. Sie bleibt grundsätzlich liegen, kann sich bei dynamischen Bewegungen aber leicht verschieben. Das Material fühlt sich weich und leicht elastisch an, deutlich weicher als dichter Trainingsschaum.

Gebrauch: In ruhigen Yogaeinheiten funktioniert die Matte zuverlässig. Standhaltungen lassen sich stabil ausführen, solange der Druck moderat bleibt. Im herabschauenden Hund zeigt sich jedoch der Charakter der dünnen Bauweise. Die Hände stehen sicher, aber bei stärkerem Druck beginnt die Matte minimal nachzugeben, und auf Parkett kann sie sich ein Stück verschieben. Besonders bei schnellen Übergängen fällt das auf. Die strukturierte Oberfläche sorgt zwar für Grip, erreicht jedoch nicht das Sicherheitsgefühl schwererer Trainingsmatten. Bei leichtem Schwitzen bleibt der Halt ausreichend. Da die Oberfläche kaum Feuchtigkeit aufnimmt, entsteht kein Durchweichen, allerdings wird sie etwas glatter. Für ruhige Flows und Dehnübungen reicht das völlig aus. Dynamische oder kraftbetonte Praxis fordert hingegen mehr Aufmerksamkeit, weil man den Untergrund stärker spürt.

Komfort: Die vier Millimeter Dicke machen sich vor allem bei knienden Positionen bemerkbar. Auf Parkett wird der Untergrund deutlich wahrgenommen. Für kurze Sequenzen ist das unproblematisch, längere kniende Übungen werden jedoch schneller unangenehm. Auch in Rückenlagen ist der Boden präsenter als bei dickeren Matten. Dafür bleibt die Standfestigkeit in Balancehaltungen gut, weil die Füße kaum einsinken. Die Matte richtet sich klar an Nutzer, die ein direktes Bodengefühl bevorzugen und auf viel Dämpfung verzichten können.

Hygiene: Die Oberfläche ist geschlossen und lässt sich einfach reinigen. Ein feuchtes Tuch reicht aus, um Schweiß zu entfernen. Positiv fällt auf, dass kaum Geruch entsteht, selbst nach mehreren Einheiten. Die vom Hersteller erwähnte Anti-Geruchs-Behandlung macht sich insofern bemerkbar, als kein typischer Trainingsmatten-Geruch entsteht. Durch das dünne Material trocknet die Matte sehr schnell, sodass sie kurz nach dem Training wieder eingerollt werden kann.

Schadstoffe: Der Anteil recycelten Materials ist ein ökologischer Ansatz, sagt aber zunächst wenig über mögliche Schadstoffe aus. Eine spezifische Textilzertifizierung wie bei manchen Studiomatten wird hier nicht hervorgehoben. Praktisch bedeutet das vor allem, dass man sich auf Herstellerangaben verlassen muss. Auffällig ist zumindest, dass kein intensiver Kunststoffgeruch auftritt, was im Alltag positiv ist.

Fazit: Die Nike Flow Yoga Mat ist klar auf Mobilität ausgelegt. Ihr geringes Gewicht macht sie ideal für den Transport oder für Menschen, die ihre Matte häufig mitnehmen. Auf Parkett erfüllt sie ihre Aufgabe in ruhigen Yoga- und Dehneinheiten zuverlässig, zeigt aber Grenzen bei intensiveren oder kraftbetonten Übungen. Die dünnere Dämpfung lässt den Boden deutlich spürbar werden, und bei dynamischen Bewegungen kann sie sich leicht verschieben. Als feste Trainingsbasis für tägliche intensive Praxis eignet sie sich weniger als leichte Begleiterin für unterwegs dagegen sehr gut. Ihre größte Stärke ist die unkomplizierte Handhabung, ihre größte Schwäche die begrenzte Stabilität auf glattem Untergrund.

4. Adidas Yogamatte: Die Unauffällige

Erster Eindruck: Die Adidas Yogamatte wirkt beim ersten Ausrollen sofort klassisch. Sie ist weder besonders schwer noch auffällig leicht und vermittelt direkt das Gefühl einer typischen Fitness- oder Kursmatte. Auf Parkett braucht sie einen kurzen Moment, bis sie vollständig plan liegt, danach bleiben die Kanten ruhig. Im Gegensatz zu sehr dichten Trainingsmatten wirkt sie deutlich weicher, fast federnd. Beim ersten Drauftreten gibt sie leicht nach, ohne schwammig zu werden. Der Ersteindruck ist daher eher komfortorientiert als technisch. Sie fühlt sich nicht wie ein reines Trainingsgerät an, sondern wie eine Matte, die in erster Linie angenehm sein möchte.

Maße: Mit 176 Zentimetern Länge und 61 Zentimetern Breite bewegt sie sich im klassischen Standardbereich. Für durchschnittliche Körpergrößen reicht das gut aus, größere Personen stoßen in liegenden Positionen jedoch schneller an die Grenze. Die Dicke liegt laut Angabe im mittleren Bereich und ist deutlich spürbar. Auf Parkett wirkt der Boden gedämpft, wodurch Positionen auf Knien oder Rücken sofort angenehmer werden. Gleichzeitig verliert man im Stand ein klein wenig direktes Bodengefühl, was vor allem in Balancehaltungen auffällt.

Material: Die Matte besteht überwiegend aus EVA-Schaum mit einem Anteil TPE. Das Material fühlt sich weich und leicht porös an, deutlich anders als beschichtete oder sehr dichte Matten. Die Oberfläche besitzt eine dezente Struktur, die für Halt sorgen soll. Auf Parkett entsteht dadurch ausreichend Reibung, allerdings weniger stark als bei schwereren oder gummierten Matten. Die Unterseite hält grundsätzlich, kann sich bei dynamischen Bewegungen jedoch leicht verschieben. Positiv fällt auf, dass kein starker Kunststoffgeruch vorhanden ist. Der Anteil recycelter Materialien macht sich optisch teilweise durch kleine Unregelmäßigkeiten bemerkbar, ohne die Nutzung zu stören.

Die Adidas-Yogamatte ist das dickste Exemplar im stern-Test
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Gebrauch: In ruhigen Yogaeinheiten zeigt die Matte ihre eigentliche Stärke. Standhaltungen sind angenehm, solange der Druck moderat bleibt. Im herabschauenden Hund stehen die Hände stabil, allerdings sinken sie leicht in die weichere Oberfläche ein. Bei längeren Haltepositionen ist das komfortabel, bei schnellen Übergängen merkt man jedoch, dass die Matte weniger Gegenhalt bietet als dichtere Modelle. Bei dynamischen Flows kann sie sich auf Parkett minimal verschieben. Das bleibt kontrollierbar, erfordert aber gelegentliches Nachjustieren mit dem Fuß. Für Dehnübungen und ruhige Sequenzen funktioniert sie dagegen sehr zuverlässig.

Komfort: Hier spielt die Matte ihre größte Stärke aus. Kniehaltungen, sitzende Positionen und Übungen in Rückenlage sind deutlich angenehmer als auf dünneren Matten. Das Material federt spürbar, ohne komplett nachzugeben. Gerade Anfänger profitieren davon, weil Druckpunkte reduziert werden. In Balancehaltungen wirkt die Weichheit allerdings auch leicht instabil, da die Füße minimal einsinken. Nach mehreren Wochen Nutzung zeigen sich leichte Druckstellen, die sich jedoch wieder zurückbilden.

Hygiene: Die Oberfläche lässt sich einfach mit einem feuchten Tuch reinigen. Schweiß wird nicht stark aufgenommen, bleibt aber auch nicht vollständig auf der Oberfläche stehen. Gerüche entwickeln sich im Test nicht, solange die Matte nach der Nutzung trocknen kann. Durch den weicheren Schaum dauert das Trocknen etwas länger als bei sehr glatten Oberflächen, bleibt aber unproblematisch im Alltag.

Schadstoffe: Die Matte ist PVC-frei und enthält einen Anteil recycelter Materialien. Eine konkrete Textilzertifizierung wird nicht hervorgehoben, dennoch fällt im Alltag positiv auf, dass kaum Eigengeruch vorhanden ist. Für den direkten Hautkontakt wirkt das Material unauffällig und verursacht auch bei längerer Nutzung keine irritierenden Eindrücke.

Fazit: Die Adidas Yogamatte richtet sich vor allem an Nutzerinnen und Nutzer, die Komfort suchen. Auf Parkett bietet sie ausreichend Halt für ruhige Yogaeinheiten und Dehnübungen, während intensive oder sehr dynamische Praxis ihre Grenzen zeigt. Die weiche Dämpfung macht sie angenehm für Knie- und Bodenübungen, reduziert aber etwas die Stabilität in Balancehaltungen. Als gemütliche Trainingsmatte für zu Hause funktioniert sie gut, als besonders feste oder rutschfreie Trainingsbasis weniger. Ihre Stärke liegt klar im Komfort, ihre Schwäche in der begrenzten Stabilität bei stärkerer Belastung.

5. Kimjaly Grip+: Das Schnäppchenwunder

Die Kimjaly Grip+ Yogamatte von Decathlon ist ein wahres Preiswunder
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Erster Eindruck: Beim ersten Kontakt wirkt die Kimjaly Grip+ sofort anders als klassische Schaumstoffmatten. Sie ist mit 2,5 Kilogramm überraschend schwer für eine nur vier Millimeter dünne Matte. Genau das merkt man beim Ausrollen: Sie bleibt ohne Widerstand liegen und bewegt sich auf Parkett praktisch nicht. Die Oberfläche fühlt sich trocken und fast samtig an, nicht weich, sondern eher wie ein sehr feines, leicht gummiertes Material. Optisch wirkt sie funktional und sportlich, weniger wohnlich. Ein leichter Eigengeruch ist direkt nach dem Auspacken vorhanden, verfliegt aber nach kurzer Zeit.

Maße: Mit 185 Zentimetern Länge und 65 Zentimetern Breite gehört sie zu den größeren Matten. Gerade in liegenden Positionen oder bei weiten Ausfallschritten bietet das spürbar mehr Platz. Die Dicke beträgt vier Millimeter, wodurch man den Boden grundsätzlich wahrnimmt. Auf Parkett ist das deutlich zu spüren, gleichzeitig sorgt das hohe Gewicht dafür, dass die Matte stabil liegen bleibt. Das Format eignet sich gut für größere Personen oder für Bewegungsabläufe mit viel Schrittweite.

Material: Die Matte besitzt eine Polyurethan-Oberfläche, die für den Grip verantwortlich ist. Dieses Material unterscheidet sich deutlich von Schaumstoff. Es fühlt sich trocken an und erzeugt Reibung, ohne klebrig zu wirken. Die Unterseite haftet fest auf dem Boden, sodass die Matte selbst auf glattem Parkett kaum verrutscht. Die Oberfläche reagiert spürbar auf Feuchtigkeit, was sich in der Nutzung bemerkbar macht. Sie ist weniger weich als viele andere Matten, dafür deutlich stabiler.

Gebrauch: In der Praxis zeigt sich schnell, warum sie als besonders rutschfest beworben wird. Bereits in den ersten Minuten stehen Hände im herabschauenden Hund absolut stabil. Auch bei starkem Druck oder langen Haltephasen bewegt sich nichts. Interessant wird es bei Schweiß: Mit leicht feuchten Händen wird der Grip sogar stärker. Die Haut haftet kontrolliert an der Oberfläche, ohne festzukleben. Dadurch lassen sich auch anspruchsvollere Übergänge ruhig ausführen. Selbst schnelle Bewegungen führen nicht dazu, dass die Matte auf Parkett wandert. Gerade bei dynamischen Flows entsteht dadurch ein sehr sicheres Gefühl. Man konzentriert sich stärker auf die Bewegung als auf den Untergrund.

Komfort: Die geringe Dicke zeigt sich bei knienden Positionen. Der Boden bleibt spürbar, besonders auf Parkett. Für kurze Sequenzen ist das unproblematisch, längere kniende Übungen können jedoch Druck aufbauen. In Standhaltungen wirkt die geringe Dämpfung dagegen positiv, da die Füße direkten Kontakt zum Untergrund behalten. Balancehaltungen fühlen sich stabil an, weil nichts einsinkt. Die Matte ist daher eher auf Stabilität als auf Polsterung ausgelegt.

Hygiene: Die Oberfläche nimmt Feuchtigkeit auf, weshalb regelmäßige Reinigung notwendig ist. Schweiß oder Cremes können den Grip langfristig beeinträchtigen, wenn sie nicht entfernt werden. Mit lauwarmer Seifenlauge und einem Mikrofasertuch lässt sich die Matte gut reinigen. Nach dem Säubern sollte sie vollständig an der Luft trocknen, bevor sie eingerollt wird. Das Trocknen dauert etwas länger als bei geschlossenen Oberflächen, bleibt aber unkompliziert, solange sie nicht in direkter Sonne liegt.

Schadstoffe: Konkrete Zertifizierungen werden nicht hervorgehoben, die Oberfläche wirkt jedoch im Hautkontakt unproblematisch. Nach dem Auslüften ist kein auffälliger Geruch mehr wahrnehmbar. Da Hände und Gesicht direkten Kontakt haben, fällt positiv auf, dass auch bei längerer Nutzung kein unangenehmes Materialgefühl entsteht.

Fazit: Die Kimjaly Grip+ richtet sich klar an Nutzerinnen und Nutzer, die maximale Rutschfestigkeit suchen. Auf Parkett überzeugt sie durch außergewöhnlich stabilen Halt, besonders in dynamischen Yogaeinheiten. Die geringe Dämpfung macht sie weniger komfortabel für kniende Übungen, verbessert aber die Stabilität im Stand. Wer eine weiche Wohlfühlmatte erwartet, wird sie als hart empfinden. Wer dagegen sicheren Stand in bewegungsintensiver Praxis sucht, findet hier eine sehr zuverlässige Trainingsbasis. Ihre größte Stärke ist der Grip, ihre größte Schwäche die geringe Polsterung.

Yogamatten: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Welche Dicke sollte eine Yogamatte haben?

Das hängt stark von der Art der Praxis ab. Dünnere Matten um 3–4 Millimeter vermitteln ein direkteres Bodengefühl und geben in Balancehaltungen mehr Stabilität. Sie werden oft von erfahrenen Yogis oder für dynamische Flows bevorzugt. Dickere Matten ab etwa 5 Millimetern entlasten dagegen Knie und Handgelenke deutlich und sind angenehmer für längere Bodenübungen oder Einsteiger. Sehr dicke Matten wirken komfortabel, können aber in Standhaltungen instabil werden, weil die Füße einsinken.

Was ist wichtiger: Grip oder Dämpfung?

Beides erfüllt unterschiedliche Aufgaben. Grip sorgt dafür, dass Hände und Füße nicht rutschen, besonders im herabschauenden Hund oder in Planks. Dämpfung schützt Gelenke, etwa bei knienden Positionen oder Übungen in Rückenlage. Für dynamische Yogastile ist guter Halt meist entscheidender, während bei ruhigen Einheiten und Dehnübungen die Dämpfung stärker ins Gewicht fällt. Eine ausgewogene Matte versucht, beide Eigenschaften zu kombinieren.

Welches Material eignet sich am besten?

Es gibt kein grundsätzlich bestes Material, sondern unterschiedliche Charaktere. Geschlossene Kunststoffe sind pflegeleicht und hygienisch, weil sie kaum Feuchtigkeit aufnehmen. Naturkautschuk bietet oft den stärksten Grip, benötigt aber mehr Pflege und ist schwerer. TPE-Schaum ist leicht und mobil, verschleißt jedoch meist schneller. Entscheidend ist also weniger das Material selbst als der Einsatzzweck.

Wie reinigt man eine Yogamatte richtig?

In den meisten Fällen reicht ein leicht feuchtes Tuch. Bei stärkerer Verschmutzung hilft lauwarmes Wasser mit wenig milder Seife, sofern der Hersteller das erlaubt. Wichtig ist, die Matte anschließend vollständig trocknen zu lassen, bevor sie eingerollt wird. Waschmaschine oder aggressive Reiniger sind in der Regel nicht geeignet, weil sie die Oberfläche beschädigen können. Regelmäßige Reinigung verlängert außerdem die Rutschfestigkeit, da Schweiß und Hautfette den Grip verringern.

Warum werden manche Matten mit der Zeit rutschiger?

Häufig liegt das nicht am Material selbst, sondern an Rückständen. Hautfett, Creme und Staub bilden mit der Zeit eine dünne Schicht auf der Oberfläche. Besonders Polyurethan- oder Kautschukoberflächen reagieren darauf empfindlich. Wird die Matte regelmäßig gereinigt, verbessert sich der Halt meist wieder deutlich.

Kann man Yogamatten auch für Workouts nutzen?

Ja, grundsätzlich schon. Für leichte Fitnessübungen, Dehnen oder Pilates eignen sich viele Yogamatten gut. Bei sehr dynamischen Übungen mit Sprüngen oder schnellen Richtungswechseln stoßen jedoch weichere Modelle an Grenzen, weil sie sich stärker verschieben oder schneller abnutzen. Spezielle Trainingsmatten sind dafür meist robuster.

Wie lange hält eine Yogamatte?

Das hängt stark von Nutzungshäufigkeit, Material und Pflege ab. Bei mehrmals wöchentlicher Praxis halten hochwertige Matten oft mehrere Jahre. Erste Verschleißanzeichen sind glatte Stellen, verminderter Grip oder dauerhaft eingedrückte Bereiche. Regelmäßige Reinigung und trockenes Lagern verlängern die Lebensdauer deutlich.

Gibt es Schadstoffe in Yogamatten?

Moderne Matten tragen häufig Prüfzeichen wie OEKO-TEX-Zertifizierungen. Diese beziehen sich vor allem auf Grenzwerte für hautrelevante Schadstoffe. Besonders bei direktem Hautkontakt ist das relevant, da man während der Praxis längere Zeit darauf liegt und schwitzt. Ein stark chemischer Geruch kann ein Hinweis sein, dass die Matte vor der Nutzung gut auslüften sollte.















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