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Kommunalwahlen: Promi-Kandidaten: "Huber-Bua" und "Baby Schimmerlos"

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Wenn am Sonntag in Bayern gewählt wird, dann stehen auf der ein oder anderen Liste auch Namen von Kandidaten, die man aus ganz anderen Bereichen kennt als der Politik. Ein Überblick.

Der kleine Junge strahlt, als der ältere Herr ihm einen 50-Euro-Schein in die Hand drückt. "Boah, danke!" Doch als er merkt, dass das gar kein echtes Geld ist, fallen seine Mundwinkel.

Und wer der Mann mit dem schlohweißen Haar ist, der ihm da eben einen falschen Fünfziger in die Hand gedrückt hat, das scheint er auch nicht zu wissen. Dabei war Michael Graeter mal eine Institution - zumindest in München. 

Michael Graeter war mal "Baby Schimmerlos"

Der heute 84-Jährige war der wohl berüchtigtste Klatschreporter und die Vorlage für die von Franz Xaver Kroetz dargestellte Figur des "Baby Schimmerlos" in Helmut Dietls berühmter 80er-Jahre-Serie "Kir Royal". Noch heute erzählt Graeter gern und lang von damals und zehrt von vergangenem Ruhm. "Die einzigen im Rathaus, die man kennt, sind ja der Reiter und ich", sagt er im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Allerdings ist Graeter noch gar nicht im Rathaus - doch da will er hin. Bei den Kommunalwahlen an diesem Sonntag kandidiert er auf Platz zwölf der München-Liste für den Stadtrat.

Was aus seiner Sicht nicht funktioniert, das ist so einiges. Er bemängelt das Verschwinden des Bargeldes, dass es kaum noch Sparkassen-Filialen gibt und die Hundesteuer will er ebenso abschaffen wie die Bezirksausschüsse in München. Auf seinen Wahlplakaten steht - neben dem Hinweis, dass er "Baby Schimmerlos" war - der Satz: "Damit Sie sich nicht Rot-Grün ärgern".

Graeter gegen Merkel, Baerbock und Frauenfußball

Graeter hält nichts von Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), von den Grünen insgesamt (nennt sie wahlweise Faschisten oder Kommunisten) oder von Ex-Außenministerin Annalena Baerbock im Besonderen, auch nichts von Frauenfußball oder davon, dass Frauen boxen. "Eiskunstlauf, Turnen, Tennis", das sei doch viel besser für sie.

Er ärgere sich, dass er nicht schon vor 20 Jahren in die Politik gegangen sei, sagt Graeter. Und seine Chancen, dass er es am Sonntag schafft, schätzt er mal mit 40 zu 60, mal mit 60 zu 40 ein. Wenn es nicht klappt, will er ein Buch schreiben mit bislang unveröffentlichten Enthüllungsgeschichten auch über ganz Große in der deutschen Politik. Und seine Frau hat ihm einen Instagram-Account eingerichtet. 134 Follower hat er, zu sehen sind vor allem Schwarz-Weiß-Fotos aus der Zeit, der er nachtrauert.

Graeter ist vielleicht einer der schillerndsten und skurrilsten Kandidaten dieser Wahl - aber nicht der Einzige, den man aus anderen Bereichen kennt als aus der Politik.

Ex-Bunte-Chefin will Stadtpolitik machen

Ebenfalls in den Münchner Stadtrat zieht es zum Beispiel eine Ex-Kollegin von Graeter, die frühere "Bunte"-Chefin Patricia Riekel. Derzeit ist die 76-Jährige Fraktionsvorsitzende der FDP im Bezirksausschuss des Stadtteils Bogenhausen. Ihre Homepage hat sie überschrieben mit "Aus Liebe zu München" und einem Herz.

Koch Alexander Herrmann kandidiert in Kulmbach

In Oberfranken kandidiert Star-Koch Alexander Herrmann für den Kreistag Kulmbach. Der Sternekoch steht auf dem 50. und damit letzten Platz der CSU-Liste.

Er wolle jedoch nicht "in die große Politik einsteigen", sagte Herrmann der dpa, sondern "den regionalen Austausch noch mehr intensivieren". Dafür sei die "konservative Mitte" der richtige Ort.

Herrmann ist in Kulmbach geboren und wuchs im nahegelegenen Wirsberg auf. Dort betreibt er außerdem ein Hotel mit Restaurant. Ebenso gründete er mehrere Restaurants in Nürnberg.

Erwin Aljukic - Aus dem "Marienhof" in den Stadtrat? 

Auch ein Schauspieler versucht den Sprung in die Kommunalpolitik: Der 48-jährige Erwin Aljukic, der jahrelang in der ARD-Vorabendserie "Marienhof" die Figur des Frederik Neuhaus spielte, will für die Linke in den Münchner Stadtrat einziehen. Er steht auf Listenplatz acht. "Von der kulturellen Bühne direkt in die aktive politische Gestaltung", schreibt das Ensemble-Mitglied der Münchner Kammerspiele auf Instagram.

Mit seinem "bosnisch-muslimischen Hintergrund", wie er ihn selbst nennt, setzt er sich für die Sichtbarkeit von Münchner mit Migrationshintergrund ein - und auch für die von Menschen mit Behinderungen. Derzeit gebe es keinen einzigen Rollstuhlfahrer im Münchner Stadtrat - das wolle er ändern.

Kriegsreporterin will Landrätin werden

Im Landkreis Fürstenfeldbruck tritt die Kriegsreporterin und Autorin Ronja von Wurmb-Seibel für die Grünen an. Sie will dort Landrätin werden und konkurriert mit dem langjährigen Amtsinhaber und Präsidenten des Bayerischen Landkreistags, Thomas Karmasin von der CSU.

Ex-Fußballprofi künftig im Gemeinderat? 

Und im Rathaus von Rott am Lech sitzt künftig vielleicht ein ehemaliger Fußball-Nationalspieler: Andreas Görlitz - früherer Profi beim FC Bayern München und dem Lokalrivalen 1860 mit einem kurzen Ausflug in die Nationalelf - kandidiert in seiner Heimatgemeinde für den Gemeinderat - auf Listenplatz vier der "Dorfgemeinschaft Rott".

"Ich bin in Rott aufgewachsen, das ist meine Heimat. Und die will ich auch mitgestalten", sagte er der Zeitungsgruppe Münchner Merkur/tz. "Seit Sommer trainiere ich die Herrenmannschaft beim TSV Rott, vielleicht klappt es ja auch mit dem Gemeinderat."

Extrembergsteiger will Politik machen

Ein weiterer Sportler, den es in die Kommunalpolitik zieht, ist der Jüngere der "Huber-Buam", Extremkletterer Alexander Huber. Der 57-Jährige versucht es nach seinem Scheitern vor sechs Jahren nochmal und will nun den Einzug in den Gemeinderat von Marktschellenberg im Berchtesgadener Land schaffen.















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