3. Liga: Böller verletzt Essens Felix Wienand – Uwe Koschinat gibt Update
Beim Drittligaspiel zwischen Essen und Mannheim verletzt ein Knallkörper RWE-Torwart Felix Wienand. Trainer Uwe Koschinat äußert sich nach dem Spiel zum Gesundheitszustand seines Spielers. Am Mittwochabend stand in der 3. Liga das Duell zwischen RW Essen und Waldhof Mannheim an. Dass sich die Hausherren dabei mit 1:0 durchgesetzt haben, geriet allerdings in den Hintergrund. Denn RWE-Torhüter Felix Wienand wurde durch einen Böllerwurf verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Drittliga-Eklat: Böllerwurf verletzt Essens Torwart Wienand schwer "Ihm geht es wirklich nicht gut", berichtete Essens Trainer Uwe Koschinat nach dem Spiel bei MagentaSport. "Jetzt geht es um die Gesundheit des Spielers – und die wurde heute mutwillig aufs Spiel gesetzt. Wir hoffen natürlich alle, dass er keine längerfristigen Schäden davonträgt, was bei so einer Situation durchaus zu befürchten ist." Spiel trotz Böllerwurf nicht abgebrochen Noch während des Spiels teilte der Drittligist eine erste Diagnose mit. Wienand hat demnach ein Knalltrauma und eine akute Belastungsreaktion erlitten. Weitere Untersuchungen sollen laut des Klubs folgen. Der Vorfall hatte sich in der 53. Minute ereignet. Wienand ging in seinem Sechzehner plötzlich zu Boden, nachdem neben ihm ein Böller explodiert war. Dieser wurde offenbar aus dem Gästeblock geworfen. Der Torhüter musste zunächst auf dem Feld behandelt werden, ehe er abtransportiert wurde. Schiedsrichter Lennart Kernchen unterbrach die Partie, entschied sich aber gegen einen Abbruch. Essen, das sich offenbar vehement für einen Spielabbruch ausgesprochen hatte, musste wechseln, brachte die 1:0-Führung letztlich aber ins Ziel. Deutliche Worte fand unterdessen auch ein Mannheimer. "Das gehört nicht zu einem Fußballspiel. Leider ist es so gekommen. Es tut mir sehr, sehr leid", sagte Sportdirektor Mathias Schober. "Ich hoffe, dass diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die dafür verantwortlich sind." Der mutmaßliche Täter soll bereits identifiziert und festgenommen worden sein.