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Was für ein bitteres Ausscheiden

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Barbara Imobersteg
Die Kadetten Schaffhausen müssen sich nach einem hart umkämpften Spiel äusserst knapp geschlagen geben. Nach dem 13:14-Rückstand zur Pause gelingt es ihnen nicht, das Spiel in der zweiten Hälfte noch zu ihren Gunsten zu drehen. Ein einziger Treffer fehlt schlussendlich für ein Weiterkommen. Mit der bitteren 29:30-Niederlage verabschieden sich die Kadetten für diese Saison aus der European Handball League.
European Handball League
29
VS.
(13:14)
30

Torhüterduell auf Aufgenhöhe

Die Spielzeit war bereits abgelaufen, doch die Kadetten hatten noch einen letzten Freiwurf beim Stand von 29:30. Das Kunststück sollte nicht gelingen. Äusserst knapp verfehlte der Ball das Tor und somit jubelten die Gegner aus Dänemark. Dabei hatte alles so gut begonnen für die Orangen. Vor 1256 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern nahmen sie das Spielgeschehen von der ersten Sekunde in die Hand und gingen rasch mit zwei Treffern in Führung. Ab der 12. Spielminute entwickelte sich das Spiel mehr und mehr zu einem knappen Fight. Keines der beiden Teams konnte mit mehr als einem Treffer vorlegen. Mit verantwortlich waren auch die beiden Torhüter Nissen Moller auf Seiten der Gäste und Moreno Car für die Kadetten. Beide wiesen am Schluss eine sehr gute Quote von 34 Prozent gehaltener Bälle auf.

guter Kampf wird nicht belohnt

Die Kadetten spielten im Angriff sehr geduldig, liessen den Ball laufen und erspielten sich gute Torchancen. Bestplayer Odinn Thor Rikhardsson mit acht, Ariel Pietrasik mit sieben und Patrik Martinovic mit fünf Treffern zeigten sich am effizientesten im Angriff. Auch in der Verteidigung kämpften sie um jeden Ball. Mit ihrem schnellen Spiel brachten die Dänen Martin Bisgaard und Anders Martinusen immer wieder in beste Abschusspositionen, was diese auch zu nutzen wussten. Am heutigen Spiel fehlte den Kadetten auch oft das nötige Quäntchen Wettkampfglück. Nach spektakulären Paraden von Moreno Car oder Abprallern landete der Ball oft wieder bei einem gegnerischen Spieler statt in den Händen der Orangen. Der amtierende Schweizermeister zeigte sich aber bis in die letzten Spielsekunden sehr kämpferisch. So konnten sie den Dreitorerückstand noch beinahe wettmachen – aber eben nur beinahe. Der letzte Freiwurf verfehlte das Tor nur sehr knapp. Statt grenzenlosem Jubel blieb den Kadetten nach dem Schlusspfiff nur die grosse Enttäuschung. Lukas Saueressig analysierte kurz nach Spielende: «Über das ganze Spiel fehlte uns ein bisschen der letzte Zugriff. Der Gegner hat es immer wieder geschafft, noch einen Pass weiterzuspielen und so einen freien Mann zu generieren. Am Schluss entscheiden Kleinigkeiten, aber so ist der Sport nun mal. Es ist auf jeden Fall sehr bitter.»

Die Kadetten haben nicht lange Zeit diese Niederlage zu verarbeiten. Am Samstag spielen sie auswärts beim HC Kriens-Luzern. Vielleicht die beste Gelegenheit, um sich den Frust von der Seele zu spielen. Nun gilt der ganze Fokus dem Hauptsaisonziel, der Verteidigung des Schweizer Meistertitels. Mit dem vorzeitigen Gewinn der Hauptrunde haben die Kadetten ja schon einen wichtigen Schritt geschafft.

Bilder © profifoto.ch - Michael Kessler
Am Schluss entscheiden Kleinigkeiten, aber so ist der Sport nun mal. Es ist auf jeden Fall sehr bitter.
Lukas Saueressig
BBC Arena Schaffhausen
1256 Zuschauer
Antic/Jakovljevic

Kadetten Schaffhausen

Car (12 P./34 %/1 Tor), Bergmann (1 P./14 %), Meister (3), Prince, Saueressig (1), Rikhardsson (8/2), Ugiagbe, Hrachovec, Küttel (1), Peric (1), Castro Alvarez, Lier (1), Pietrasik (7), Markovic, Reznicky (2), Martinovic (5); Maros verletzt
Fredericia Handboldklub
Heieren, Nissen Moller (10 P./34 %); Kristensen, Larsen, Hansen, Andersen, Bisgaard (6), Kjeldgaard Andersen (4), Mossestad (1), Ljungquist (3/3), Urios Gonzales, Andersson Moberg (3), Pevnov (3), Palmar, Martinusen (10), Segertoft
Strafminuten: 10/8 und rote Karte Segertoft

Der Beitrag Was für ein bitteres Ausscheiden erschien zuerst auf Kadetten Schaffhausen.















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