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Iran-Dilemma des US-Präsidenten: Trump verspielt sein Vermächtnis

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Donald Trump könnte den Iran-Krieg bald für beendet erklären, weil die politischen Kosten zu hoch werden. Aber einfach abzuziehen, wäre ein strategischer Fehler – auch für das Vermächtnis des Präsidenten. Bastian Brauns berichtet aus Washington Früher oder später wird Donald Trump seinen Iran-Krieg für beendet erklären. Er wird die sogenannte Militäroperation als großen Erfolg feiern. Nicht, weil die Mission wirklich erfüllt wäre. Denn deren Ziele waren von Anfang an erstaunlich vage. Sondern, weil die politischen und wirtschaftlichen Kosten für ihn einfach zu hoch werden: Es sind die explodierenden Erdöl- und Erdgaspreise, die Talfahrt an den Börsen, die drohenden Inflations- und Arbeitsmarktsorgen – und nicht zuletzt die toten und verletzten amerikanischen Soldaten. Und all das im Jahr der Zwischenwahlen. Er wird ihn also beenden, weil er glaubt, das machen zu müssen. Man muss mit diesem Krieg gegen den Iran nicht einverstanden sein. Aber ein vorschneller Abzug in der aktuellen Lage und zum jetzigen Zeitpunkt wäre ein schwerer Fehler – für die iranische Bevölkerung, aber auf lange Sicht auch für den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Aus machtpolitischer Sicht von Trump und den Republikanern mag ein Beenden des Militäreinsatzes auf den ersten Blick zwar aktuell der einzig sinnvolle Ausweg sein. Wenn die Wahlen im November nicht im Desaster enden sollen, darf nicht der Anschein eines ewigen Krieges mit hohen Kosten und vielen Toten erweckt werden. Militärische Erfolge – aber kein strategischer Sieg Tatsächlich erzielt das US-Militär gemeinsam mit den israelischen Streitkräften bemerkenswerte Erfolge. Die frühere Führungsriege des Iran ist ausgeschaltet, die Kriegsflotte nahezu komplett versenkt und auch die übrigen Militäreinrichtungen haben schweren Schaden genommen. Die Gefahren, die vom Iran bislang ausgingen, sind heute erheblich geringer. Aber das Regime, samt seiner Revolutionsgarden, ist, mit einem neuen, erkennbar auf Rache sinnenden Anführer, noch immer an der Macht. Mit Luftschlägen allein lässt sich eine solche Regierung nicht einfach wegbomben. Und was sie künftig im Schilde führt, samt möglichen Terroranschlägen gegen US-Einrichtungen oder gar auf amerikanischem Boden, ist bereits jetzt Teil von Bedrohungsszenarien. Weil er um diese möglichen Folgen weiß, drängt der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu nach wie vor auf einen Regimewechsel. Während die israelische Regierung ihn am liebsten erzwingen will, begnügt sich Donald Trump inzwischen offenkundig nur noch mit der vagen Hoffnung, dass das Mullah-Regime irgendwie aufgeben wird. Das Motto scheint nun zu sein: nach mir die Sintflut. Trump steckt in seiner eigenen Sackgasse Das Problem ist nur: Donald Trump hat sich mit diesem Krieg, den er zuletzt als eine "kurze Exkursion" verharmloste, in Wahrheit in eine ziemlich enge Sackgasse manövriert. Solange das Regime im Iran nicht aufgibt, gibt es aus seiner Sicht keine gute Option: Schickt er Bodentruppen, werden die politischen Kosten für ihn im Zweifel noch höher. Geht er einfach raus und hinterlässt Chaos, kann ihm das als ausgelegte Schwäche ebenfalls Schaden zufügen. Weil Trump aktuell nicht weiß, was er tun soll, versucht der Präsident mitten in dieser Sackgasse, mit aller Gewalt zu wenden – und fährt obendrein auch noch einen Zickzackkurs. Einerseits droht er dem Regime mit noch heftigeren Militärschlägen und fordert die totale Kapitulation. Andererseits behauptet er, der Krieg sei bald zu Ende, weil die in den vergangenen Tagen (ständig wechselnden) Ziele ja bereits so gut wie erreicht seien. Aber dieses plötzliche Wendemanöver kann nur schiefgehen. Der Krieg trägt inzwischen Trumps unverkennbare Handschrift: maximale Wucht, große Aufmerksamkeit und eine starke Erstwirkung, aber minimale Vorbereitung für das, was dann kommen soll – und eben keine klare Exitstrategie. Der drohende Verrat an der iranischen Opposition Der iranischen Bevölkerung hatte Trump mehrmals Hilfe beim Beseitigen des Regimes versprochen. Aber worin bestand die Unterstützung für die Opposition bei diesem Ziel? Ginge es dem Präsidenten wirklich um diese Sache und damit um nachhaltige Stabilität, müsste er jetzt mit Truppen hineingehen und drinbleiben, bis auch ein wirklicher Regimewechsel vollzogen ist. So riskant das für ihn politisch auch sein mag. Dafür aber hätte er viel Vorbereitung, ein klares Konzept und gute Kontakte ins Land benötigt, um den "Day After", also den "Tag danach" zu organisieren. Klar ist aber auch: Wenn Trump jetzt einfach geht, gibt es nur Verlierer. Für die Bevölkerung muss sich das wie Verrat anfühlen. Eine Wut, die bislang nur dem Regime galt, könnte sich künftig auch gegen die USA und ihren Präsidenten richten. Die langfristigen Folgen eines jetzigen Abzuges wären aber nicht nur für die Bevölkerung und für die Region, sondern auch für die USA schwerwiegend. Ein Rache-Regime, das künftig womöglich noch gewissenloser handelt, könnte nicht nur die Menschen im eigenen Land noch brutaler unterdrücken. Es könnte den Terror der Vergeltung in die ganze Welt tragen, auch bis in die USA. Mit einem schnellen Ende im Iran mag Trump vielleicht einen schweren Absturz bei den Wahlen im Herbst verhindern. Mit einer unerledigten Aufgabe im Nahen Osten aber gefährdet er sein politisches Vermächtnis. Womöglich war er berauscht von seinen früheren Militärschlägen – in Venezuela , Nigeria , gegen die iranischen Atomanlagen –, die er stets als Präzisionseinsätze verkaufte. Jetzt droht Trump, an Selbstüberschätzung zu scheitern.














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