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Israel im Irankrieg: Wurde Netanjahu durch KI ersetzt?

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Aufregung in sozialen Medien: Gerüchte um den Tod des israelischen Premiers gipfeln darin, Netanjahu sei durch eine KI ersetzt worden. Ein Faktencheck. Mal soll Benjamin Netanjahu in einem Video sechs Finger an der Hand haben, mal soll eine Kasse hinter dem israelischen Ministerpräsidenten beweisen, dass die gezeigte Szene schon mehrere Jahre alt ist. Behauptungen wie diese über aktuell verbreitete Aufnahmen des Premiers lassen Spekulationen in sozialen Medien blühen: Netanjahu sei eigentlich längst tot, sein Gesundheitszustand zumindest ungewiss. Dass es überhaupt noch Bilder von ihm gebe, sei nur dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) zu verdanken. Das alles hält einem Faktencheck nicht stand. Die Behauptung: Verbreitete Bilder sollen beweisen, dass Israels Premier Benjamin Netanjahu nicht mehr lebt und ersetzt wurde. Die Bewertung: Falsch. Die Fakten: Nach Gerüchten über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers im Iran , Modschtaba Chamenei, machen online nun ähnliche Spekulationen über Israels Ministerpräsident die Runde. In sozialen Netzwerken werden von der Nachrichtenagentur Tasnim gestreute Gerüchte über eine schwere Verletzung oder gar das Ableben von Netanjahu verbreitet. Als vermeintliche Belege dienen der staatsnahen Einrichtung Indizien wie Terminverschiebungen, verstärkte Sicherheitsvorkehrungen und angeblich fehlendes aktuelles Bildmaterial. Die "Jerusalem Post" berichtet deshalb von einer Desinformationskampagne iranischer Staatsmedien. Auf aktuellen Aufnahmen vom Dienstag verspottet Netanjahu auf seinem X-Account erneut die Spekulationen über seinen Tod. In einem Video ist er zusammen mit dem US-Botschafter in Israel , Mike Huckabee, zu sehen. Dieser sagt herzhaft lachend, US-Präsident Donald Trump habe ihn gebeten, sich zu versichern, dass es Netanjahu gut gehe. "Ja, Mike, ja, ich lebe", antwortet der israelische Regierungschef lächelnd. Eine weitere aktuelle Aufnahme von Netanjahu wird ebenfalls am Dienstag vom offiziellen Account des Büros des israelischen Ministerpräsidenten via X verbreitet. Sie zeigt den Premier beim Telefonieren. Spekulationen über die Anzahl der Finger von Netanjahu Auslöser der jüngsten Spekulationen in sozialen Netzwerken war eine Rede Netanjahus vom 12. März 2026, die auf dem YouTube-Kanal des israelischen Ministerpräsidenten veröffentlicht wurde. Sechs Finger wollen Nutzer in sozialen Netzwerken darauf zählen und orakeln im gleichen Atemzug über den Verbleib des Ministerpräsidenten. Der genaue Ausschnitt, der viral geht, ist im Video gleich in der ersten Minute zu sehen. Netanjahu gestikuliert mit beiden Händen und streckt seine Zeigefinger aus. Währenddessen bildet sich im Video für einen kurzen Moment ein Schatten an einer Falte an der Seite seiner Hand. Tatsächlich sind fünf Finger auf dem Video zu sehen. Mit dem Thema haben sich auch internationale Faktencheck-Organisationen beschäftigt. Netanjahu widerspricht, neue Gerüchte kommen auf Den Spekulationen tritt der Ministerpräsident zunächst mit einem Video entgegen, das in einem israelischen Café aufgenommen und am Sonntag auf seinem offiziellen Account bei X veröffentlicht wurde. Darin greift er zu einer Tasse Cappuccino, dreht sich zur Kamera und sagt: "Im Internet wird behauptet, der Premierminister sei tot? Ich sterbe vor Verlangen nach Kaffee." Dann spreizt er die Finger beider Hände, um zu zeigen, dass er tatsächlich nur zehn hat, und nippt an seinem Kaffee. In sozialen Netzwerken zweifeln Nutzer jedoch auch hier an der Glaubwürdigkeit dieser Aufnahme und erheben Vorwürfe, es handele sich um alte oder KI-generierte Bilder. Als Beleg wird etwa ein Bild angeführt, das angeblich den Bildschirm der Café-Kasse aus dem veröffentlichten Video samt einem Datumsstempel aus dem Jahr 2024 zeigen soll. Doch auch das stimmt nicht. US-Faktenchecker haben aus dem Video einen Screenshot in hoher Auflösung erstellt. Für einen kurzen Moment ist dabei das Datum auf dem Bildschirm der Kasse scharf genug zu erkennen, um es zu lesen. Dort steht "15.03.2026". Nicht ausschließen lässt sich, dass bei dem Video aus dem Café dennoch KI zum Einsatz kam. Smartphone-Kameras besitzen mittlerweile auch die Technik, Tiefenschärfe-Effekte zu erzeugen. Dabei erscheint meist das Hauptmotiv wirkungsvoll scharf, während der Hintergrund in weiche, oft kreisrunde Lichtpunkte aufgelöst wird. Fehler können dabei zu Artefakten an den Objektkanten führen, etwa unscharfen Konturen oder unnatürlichen Übergängen. Bei dem Video aus dem Café scheint es, als ob eine solche KI-Funktion zum Einsatz kam.














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