Eckernförde: 15-Jähriger getötet – Verdächtiger aus U-Haft entlassen
Mehrere Menschen geraten in einen Streit, am Ende ist ein Teenager tot. Jetzt müssen die Ermittler einen Dämpfer hinnehmen. Nach der Gewalttat in Eckernförde, bei der ein 15-Jähriger getötet worden war, ist ein 23-Jähriger aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Mann war am Montag unter dringendem Tatverdacht wegen Totschlags festgenommen worden. Am Donnerstag kam er wieder auf freien Fuß. Es hätten sich "Zweifel am dringenden Tatverdacht ergeben", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Demnach habe der 23-Jährige für die Tatzeit ein Alibi, "das nach Überprüfungen durch die Mordkommission zutreffen dürfte", teilten die Ermittler weiter mit. Vollbart, Glatze, gewaltbereit: Polizei warnt – Dieser Mann ist gefährlich Vier Tage nach Sturz: Deutscher stirbt nach Ski-Unfall Der Mann geriet demzufolge ins Visier der Ermittler, weil er der Halter eines nach der Tat gesuchten weißen VW Golfs ist. Außerdem habe sich sein Erscheinungsbild mit Beschreibungen von Zeugen gedeckt. Allerdings geht die Polizei mittlerweile davon aus, dass das Auto von einem unbekannten Dritten "unter Verwendung des Namens und Ausweises des 23-Jährigen angemietet worden" sein dürfte. Gewalttat in Eckernförde: Auto fuhr vom Tatort davon Am Mittwochabend (11. März) war vor einem Supermarkt in Eckernförde ein Streit unter mehreren jungen Menschen derart eskaliert, dass ein 15-Jähriger starb. Zeugen beobachteten noch, wie ein Auto davonfuhr. Als die alarmierten Beamten am Supermarktparkplatz angekommen waren, war allerdings niemand mehr vor Ort. Den lebensgefährlich verletzten Jugendlichen entdeckten die Polizisten drei Kilometer vom Tatort entfernt. Rettungskräfte konnten ihm nicht mehr helfen. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es ist kein zufälliges Aufeinandertreffen gewesen." Wie der Junge getötet wurde, teilten die Ermittler bislang nicht mit.