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Pflanzenwelt: Warum Sie diese hübschen Blumen sofort herausreißen sollten

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Auf den ersten Blick ist das Indische Springkraut eine attraktive Pflanze. Ausbreiten sollte sie sich in Ihrem Garten trotzdem nicht. Hier erfahren Sie, warum.

Mit seinen rosafarbenen Blüten wirkt das Indische Springkraut auf den ersten Blick wie eine hübsche Gartenpflanze. Doch der Eindruck täuscht: Tatsächlich zählt die ursprünglich aus Asien stammende Pflanze zu den berüchtigtsten invasiven Arten Europas. 

Einst als Zierpflanze eingeführt und unter dem Namen „Bauernorchidee“ verkauft, breitet sich das auch als Drüsiges Springkraut bekannte Gewächs heute vorwiegend entlang von Flüssen und Bachläufen rasant aus – mit spürbaren Folgen für heimische Pflanzenbestände. Mit seinen großen Blättern beschattet es den Boden und entzieht anderen Pflanzen Licht und Nährstoffe. Vor allem Kräuter wie Kamille oder Pfefferminze geraten dadurch ins Hintertreffen. 

Hübsch, aber problematisch: Indisches Springkraut

Ein Grund für den Erfolg der Pflanze ist ihre außergewöhnliche Vermehrungsstrategie. Berührt man die reifen Fruchtkapseln, platzen sie explosionsartig auf und schleudern ihre Samen mehrere Meter weit. Jedes Exemplar kann auf diese Weise Tausende neuer Samen verbreiten. Wächst das Springkraut in Gewässernähe, werden die Samen zusätzlich mit der Strömung weitergetragen und erschließen so immer neue Standorte.  

Dort entwickelt sich das bis zu zwei Meter hohe Gewächs häufig zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für die heimische Vegetation. Ein weiteres Problem zeigt sich ab dem Herbst: Anders als viele heimische Uferpflanzen ist das Indische Springkraut nur einjährig. Stirbt es am Ende des Sommers ab, bleiben vielerorts kahle Ufer zurück. Fachleute warnen, dass dadurch die Erosionsgefahr steigt und Hochwasser zusätzliche Schäden verursachen kann.  

So erkennen Sie die invasive Art

Das Indische Springkraut ist besonders an seinen bis zu zwei Meter hohen, hohlen Stängeln, den dunkelgrünen, scharf gesägten Blättern und den auffälligen rosa bis purpurfarbenen Blüten zu erkennen. Verwechslungen sind am ehesten mit dem heimischen Großen Springkraut möglich, das jedoch kleiner ist und gelbe Blüten trägt. Auch der Blut-Weiderich wächst häufig an Gewässern und blüht rosa, unterscheidet sich jedoch durch seine ährenförmigen Blütenstände und die deutlich andere Wuchsform.

Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft warnt: „Internationale Experten zählen das Indische Springkraut zu den 100 invasivsten, nichtheimischen Arten Europas. Das Entstehen von Naturhybriden in der heimischen Flora ist dabei eine wesentliche Sorge.“ Hintergrund ist die Befürchtung, dass sich eingeschleppte Arten wie das Springkraut und heimische Pflanzen miteinander kreuzen könnten. Solche Naturhybriden können die genetische Vielfalt und Eigenständigkeit etablierter Arten langfristig beeinträchtigen.

Indisches Springkraut sollte sofort bekämpft werden

Die Bekämpfung der Pflanze ist aufwendig. Besonders wirksam ist das Ausreißen der Bestände noch vor der Samenreife, allerdings gelingt dies nur in einem kurzen Zeitraum. In Bayern setzt man deshalb mancherorts auch auf eine ungewöhnliche Hilfe: Dexter-Rinder fressen das Springkraut besonders gern und können größere Bestände auf natürliche Weise eindämmen.  

Trotz seiner dekorativen Erscheinung und seines bei Honigbienen beliebten Nektars gilt das Indische Springkraut vielerorts als Herausforderung für den Naturschutz. Wo es sich einmal etabliert hat, erfordert seine Eindämmung oft einen langen Atem – und den gemeinsamen Einsatz von Behörden, Naturschutzverbänden und engagierten Gartenbesitzern.















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